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Lübeck Herbstbelebung auf dem Lübecker Arbeitsmarkt
Lokales Lübeck Herbstbelebung auf dem Lübecker Arbeitsmarkt
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10:01 01.10.2019
Die Agentur für Arbeit hat die Arbeitsmarktzahlen für September veröffentlicht. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
Lübeck

Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, waren im September weniger Menschen arbeitslos als im Vormonat und im Vorjahr. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie zuletzt in einem September 1981.

„Anlässlich des „Tages der Älteren“ am 1. Oktober liegt das Augenmerk in diesem Arbeitsmarktbericht besonders auf dieser Personengruppe. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen steigt in den letzten Jahren. Jeder und jede dritte Arbeitslose ist im Agenturbezirk älter als 50. Das Risiko Älterer arbeitslos zu werden, ist zwar geringer, aber wenn sie arbeitslos sind, haben sie es nach wie vor schwerer, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen.

„Auch vor dem Hintergrund der Fachkräfteengpässe kann ich Unternehmen nur empfehlen, von der Qualifikation, Lebens- und Berufserfahrung dieser Altersgruppe zu profitieren. 60 Prozent der Älteren haben einen betrieblichen oder akademischen Abschluss. Wenn Kenntnisse fehlen, können wir mit Eingliederungszuschüssen und Weiterbildungen unterstützen“, wirbt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck, bei Unternehmen.

„Mit 55 hat man noch zwölf Berufsjahre vor sich. Da lohnt es sich, gegebenenfalls auch neue berufliche Wege einzuschlagen. Wenn Sie keinen Abschluss haben, beraten wir Sie gerne zu den Entwicklungsperspektiven“, bietet Dusch an.

Insgesamt 12 761 Personen ohne Arbeit

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 12 761 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 388 (3,0 Prozent) weniger als im Vormonat und 304 (2,3 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. 4.363 sind 50 Jahre und älter, ein Anteil von 34,2 Prozent an allen Arbeitslosen. Ihre Zahl ging um 80 (1,8 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 16 (0,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück.

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat und zum Vorjahr auf 5,8 Prozent zurück. Im September 2019 wurden 909 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 131 oder 16,8 Prozent mehr im Vorjahr. Bei 4262 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 133 oder 3,0 Prozent weniger als im September 2018.

Insbesondere im Hotel- und Gastgewerbe, Handel, aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen, verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe oder Arbeitnehmerüberlassung bieten sich Einstiegschancen für Arbeitsuchende.

Unterbeschäftigung ist ebenfalls gesunken

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 3994, das sind 94 (2,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 294 (7,9 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III Arbeitslosenquote lag bei 1,8 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 8767 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 294 (3,2 Prozent) gegenüber August 2019. Im Vergleich zum September 2018 ging die Arbeitslosigkeit um 598 (6,4 Prozent) zurück. Die anteilige SGB II Arbeitslosenquote betrug 4,0 Prozent.

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden unter dem Begriff der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das gesamte Defizit an regulärer Beschäftigung dar.

Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 18.372 Personen befanden sich im September 2019 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 115 Personen oder 0,6 Prozent gesunken.

Arbeitsmarkt Regional

Die Arbeitslosigkeit ging in allen Regionen des Agenturbezirkes im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr zurück.

In der Hansestadt Lübeck waren Ende September 2019 genau 8212 Arbeitslose gemeldet, 202 (2,4 Prozent) weniger als vor einem Monat und 238 (2,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Das Risiko Älterer arbeitslos zu werden, ist zwar geringer, aber wenn sie arbeitslos sind, haben sie es nach wie vor schwerer, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. In der Hansestadt waren 2503 Frauen und Männer beziehungsweise 30,5 Prozent älter als 50 Jahre. Vor fünf Jahren lag ihr Anteil an allen Arbeitslosen bei 29,3 Prozent. 47,7 Prozent sind 12 Monate und länger arbeitslos. 53,8 Prozent haben einen betrieblichen oder akademischen Abschluss.

Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat und zum Vorjahr auf 7,1 Prozent zurück. Unter den kreisfreien Städten verzeichnet die Hansestadt die niedrigste Quote.

2312 Arbeitslose und damit 52 (2,2 Prozent) weniger als im Vormonat und 168 (7,8 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende September 2019 genau 5900 Arbeitnehmende arbeitslos gemeldet, 150 (2,5 Prozent) weniger als im August 2019 und 406 (6,4 Prozent) weniger als im September 2018.

Im Kreis Ostholstein waren Ende September 4549 Arbeitslose gemeldet, ein Rückgang von 186 oder 3,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 66 (1,4 Prozent) Arbeitnehmende weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Das Risiko Älterer arbeitslos zu werden, ist zwar geringer, aber wenn sie arbeitslos sind, haben sie es nach wie vor schwerer, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Im Kreis Ostholstein waren 1860 Frauen und Männer beziehungsweise 40,9 Prozent älter als 50 Jahre. Vor fünf Jahren lag ihr Anteil an allen Arbeitslosen bei 38,7 Prozent. 45,7 Prozent sind 12 Monate und länger arbeitslos. 65,1 Prozent haben einen betrieblichen oder akademischen Abschluss.

Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat und um 0,1 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 4,3 Prozent zurück.

1682 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 42 (2,4 Prozent) weniger als im August 2019 und 126 (8,1 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 2867 Arbeitslose gemeldet, das waren 144 (4,8 Prozent) weniger als im Vormonat und 192 (6,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Im Südbezirk (Geschäftsstelle Hauptagentur Lübeck und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im September 9334 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 253 (2,6 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 164 (1,7 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent (Vorjahr 6,6 Prozent). Es meldeten sich 2.180 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 2.435 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 691 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.

Im Mittelbezirk (Geschäftsstelle Eutin und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im September 2152 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 115 (5,1 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 123 (5,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 4,7 Prozent (Vorjahr 5,1 Prozent). Es meldeten sich 472 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 604 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 100 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.

Im Nordbezirk (Geschäftsstelle Oldenburg und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im September 1275 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 20 oder 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 17 oder 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 4,1 Prozent. Dabei meldeten sich 331 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 347 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 118 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.

Ausbildungsmarkt

„Nach wie vor positiv sind die Aussichten auf dem Ausbildungsmarkt. Aktuelle Daten liegen uns zurzeit nicht vor, weil die Jahresbilanzen zum Ausbildungsmarkt für eine bundesweite Veröffentlichung vorbereitet werden. Dennoch gibt es zum Beispiel noch in Fertigungsberufen wie Anlagenmechaniker*in oder Elektroniker*in, in Ernährungsberufen wie Bäcker*in oder Koch/Köchin, im Hotel- und Gastgewerbe wie Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau, Fachmann/-frau für Systemgastronomie oder Fachkraft im Gastgewerbe, in Dienstleistungsberufen wie Verkäufe*in, Fachverkäufer*in Lebensmittelhandwerk, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Friseur*in sowie in weiteren interessanten Berufen gute Chancen für dieses Jahr“, erklärt Markus Dusch.

„Es liegen auch bereits zahlreiche Stellen für das nächste Jahr vor. Warten Sie als Schulabgängerin und Schulabgänger 2020 nicht zu lange. Kümmern Sie sich jetzt schon um einen Berufsberatungstermin und Ihre Ausbildung. Auch wenn Sie noch unsicher sind, ob Sie einen weiterführenden Schulabschluss machen möchten, hilft Ihnen die Berufsberatung dabei, den für Sie passenden Weg zu finden“, rät er.

Termine können unter der kostenfreien Servicenummer 0800 4 5555 00 oder online unter www.arbeitsagentur.de/eservices vereinbart werden.

Von LN

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