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Lübeck Beste Quote seit 1980
Lokales Lübeck Beste Quote seit 1980
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11:06 05.01.2019
Markus Dusch, Chef der Agentur für Arbeit Lübeck.
Markus Dusch, Chef der Agentur für Arbeit Lübeck. Quelle: LFOtoN-Archiv
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Lübeck

Gute Nachrichten für die Hansestadt: Die Arbeitslosenzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Damit verzeichnet Lübeck zusammen mit Flensburg derzeit die niedrigste Quote unter den kreisfreien Städten im Land. Ende Dezember waren 8417 Menschen ohne Arbeit, das waren 782 (8,5 Prozent) weniger als im Vorjahr.

„Der Trend ist bundesweit positiv. Gleichwohl glaube ich, dass der Trend in Lübeck stärker ausgeprägt ist, weil mein Vorgänger in den vergangen Jahren den Strukturwandel vorangetrieben hat“, sagt Bürgermeister Jan Lindenau.

Für den gesamten Bereich, der auch den Kreis Ostholstein umfasst, ist die Entwicklung ebenfalls positiv: Insgesamt waren Ende Dezember 2500 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als zum Jahresbeginn 2018.

„Die Zahl der Arbeitslosen lag in allen Monaten unter der des Vorjahreswertes und erreichte den niedrigsten Stand der Arbeitslosigkeit in einem Dezembermonat seit 1980. Wir starten auf einer guten Basis ins neue Jahr“, erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

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Kompromissen bei der Stellenbesetzung gefordert

Eine Herausforderung blieben aber nach wie vor die Gewinnung von Fachkräften, der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit oder die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt. „Der Arbeitskräftebedarf passt nicht immer zu den Qualifikationen der gemeldeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Weiterbildung ist ein wichtiger Schlüssel, um die immer knapper werdenden Fachkräfte zu gewinnen, und wird ein Schwerpunkt unserer Arbeit in diesem Jahr sein“, so Dusch.

Arbeitslose und Beschäftigte können sich deshalb bei der Agentur für Arbeit jederzeit über Entwicklungsperspektiven informieren. Dusch appelliert außerdem an Personalverantwortliche, zu Kompromissen bei der Stellenbesetzung bereit zu sein.

Lindenau will mehr Fachkräfte in die Stadt holen

Diese Themenfelder hat auch Bürgermeister Jan Lindenau im Blick. „Ich möchte mehr Fachkräfte in die Stadt holen, aber gleichzeitig auch alternative Arbeitsangebote für all diejenigen schaffen, die auf dem normalen Arbeitsmarkt nicht vermittelbar sind. Diese beiden Maßnahmen müssen wir in Einklang bringen.“ Auch den Arbeitsplatzausbau will er vorantreiben. „Beispielsweise mit dem neuen Gewerbegebiet in Genin“, so der Bürgermeister.

Maike Wegner