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Lübeck Asbest gefunden: Sanierung des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums wird teurer
Lokales Lübeck Asbest gefunden: Sanierung des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums wird teurer
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11:50 01.09.2019
Schulleiter Kay Glasneck muss noch einige Jahre in der Baustelle unterrichten. Quelle: Hannes Lintschnig
Lübeck

Es ist eine gute und eine schlechte Nachricht: Bei der Grundinstandsetzung des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums in der Ziegelstraße wurden Schadstoffe entdeckt, wo man sie nicht erwartet hatte. Das Schlechte an der Nachricht: Es kostet Zeit und viel Geld. Das Gute: Die Schule wird in ein paar Jahren komplett asbestfrei und energetisch auf dem neuesten Stand saniert sein – wenn keine Überraschungen mehr kommen.

Kostet Zeit und Geld: Asbest in Fußböden, Fenstern und Dächern

Der Gebäudekomplex des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums stammt aus dem Jahr 1957. Jahrzehntelang wurde nichts an dem Gebäude gemacht, 2016 wurde mit der Grundinstandsetzung inklusive energetischer Sanierung und Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen in sieben Bauabschnitten begonnen. Insgesamt sollte die Grundinstandsetzung 14,5 Millionen Euro kosten, das Land hat 3,3 Millionen für die Sanierung der Schule bereitgestellt. Bis 2023 soll alles fertig sein.

Bei der Grundinstandsetzung des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums wurden Schadstoffe entdeckt, die aufwändig entfernt und entsorgt werden müssen. Das schraubt die Kosten der Maßnahme in die Höhe.

Zurzeit werden im zweiten und dritten Bauabschnitt die Verwaltung und Fachräume im vierten Trakt und einige Klassenräume im ersten Trakt saniert. „Dabei haben wir Asbest gefunden, wo wir vorher nicht einsehen konnten“, sagt Dennis Bunk, Leiter des Gebäudemanagement der Hansestadt. Die Schadstoffe wurden in Fußböden und Dächern entdeckt, außerdem kam beim Ausbau der Fenster eine asbesthaltige Dichtungsschnur zwischen Fenstern und Mauerwerk zum Vorschein. „Der Trakt vier hat 150 Fenster. Solche Dichtungsschnuren sind nicht normal für diese Zeit. Aber bei einem Bestandsbau aus den 50ern kann man nicht alle Eventualitäten im Vorwege sehen.“

Bis Ende 2020 Zeit – sonst gibt es keine Förderung vom Land

Die Kosten für die Entfernung und Entsorgung der Schadstoffe belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro. Außerdem mussten für die beiden Bauabschnitte, die eigentlich fünf Millionen Euro kosten sollten, schon im vergangenen Jahr rund 800 000 Euro nachgemeldet werden. „Infolge der erheblichen Auslastungen im Baugewerbe sind keine oder nur unwirtschaftlich hohe Angebote eingegangen“, sagt Arnd Babendererde, stellvertretender Leiter des Gebäudemanagements.

Es wird nicht nur teurer, es dauert auch länger. Geplant war, dass die ersten beiden Bauabschnitte im Sommer 2020 fertig sind – jetzt dauert es etwa acht Monate länger. Das Problem: Damit das Land die Baumaßnahme fördert, muss sie bis spätestens Ende 2020 abgeschlossen sein. „Das schaffen wir. Jetzt ist es planbar“, sagt Bunk.

„Wir wussten ja, dass es ein paar Jahre dauern wird“

Leidtragende sind die Schüler und Lehrer – die es aber mit Fassung nehmen. „Es verlangt der Schule enorm viel ab, schließlich passieren die Baumaßnahmen bei laufendem Betrieb. Wir operieren quasi gesehen am offenen Herzen“, sagt Babendererde. Während der Baumaßnahmen werden einige Klassen in Containern unterrichtet, die Verwaltung sowie das Lehrerzimmer sind in Klassenräume umgezogen. Etwa 900 Schüler besuchen das Burckhardt-Gymnasium, 65 Lehrkräfte unterrichten an der Schule.

„Es ist eine Belastung, das ist natürlich richtig“, sagt Schulleiter Kay Glasneck. „Aber der Lärm hält sich in Grenzen. Und während der Abiturprüfungen beispielsweise werden die lärmverursachenden Arbeiten ganz gestoppt.“ Glasneck freut sich, dass auch vonseiten der Schüler und Eltern die Bauarbeiten wohlwollend aufgenommen werden. „Es gibt wenig Gemecker, alle ziehen mit. Wir wussten ja, dass es ein paar Jahre dauern wird. Und wir sehen, dass es besser wird.“

Von Hannes Lintschnig

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