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Lübeck Ausbildung: Gute Zeiten für Bewerber in Lübeck
Lokales Lübeck Ausbildung: Gute Zeiten für Bewerber in Lübeck
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15:55 01.11.2019
Die Agentur für Arbeit Lübeck hat Zahlen zum Ausbildungsmarkt bekannt gegeben. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen pro Bewerber ist in Lübeck ist gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen. Das teilte die Agentur für Arbeit Lübeck mit.

Es wurden 2162 Ausbildungsstellen zur Besetzung angeboten, 77 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig haben 1625 Bewerber die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz eingeschaltet, 110 weniger als im Vorjahr. Damit standen rein rechnerisch jedem Jugendlichen 1,3 Ausbildungsstellen zur Verfügung (Vorjahr 1,2). Am Ende des Beratungsjahres waren noch 196 Bewerber auf der Suche und 189 Stellen nicht besetzt.

Für das 2020 beginnende Ausbildungsjahr lägen schon jetzt 2000 Arbeitgeber-Angebote vor, teilte die Arbeitsagentur mit. Die Arbeitsagentur empfiehlt Jugendlichen dennoch, ihre Suche früh zu beginnen und sich beraten zu lassen.

Die Ausbildungsbereitschaft ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Lübeck nach wie vor sehr hoch. „Die Schere zwischen den angebotenen Ausbildungsstellen und gemeldeten Bewerbenden geht weiter auseinander“, erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

Entwicklung im Agenturbezirk

Das dreizehnte Jahr in Folge ist das Angebot an Ausbildungsstellen höher als die Zahl der bei der Berufsberatung gemeldeten Jugendlichen. Der Arbeitsagentur Lübeck wurden im sogenannten Berufsberatungsjahr, das von Oktober 2018 bis September 2019 dauerte, 3.867 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 27 oder 0,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach einem Anstieg der Bewerbendenzahlen im Zusammenhang mit dem doppelten Abiturjahrgang, lagen diese wieder auf dem Niveau der Vorjahre. 2.667 Jugendliche haben die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz eingeschaltet, 65 oder 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit standen rein rechnerisch jedem Jugendlichen 1,5 Ausbildungsstellen (Vorjahr 1,4) zur Verfügung. In Schleswig Holstein waren es 1,1. Am Ende des Beratungsjahres waren noch 305 Bewerber*innen auf der Suche und 460 Stellen nicht besetzt; rechnerisch waren das ebenfalls 1,5 Ausbildungsstellen je Jugendlichem.

 

Karriereperspektiven mit Lehre

Der Ausbildungsmarkt bleibt aus Sicht der Jugendlichen ein Bewerbermarkt mit einem vielfältigen Ausbildungsangebot und guten Chancen. „Dennoch entscheiden sich viele Jugendliche für einen weiterführenden Schulbesuch. Sie bleiben damit in einem Umfeld, das sie kennen und streben einen höheren Schulabschluss an. Dabei kann man bereits mit einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung einen höheren allgemeinbildenden Abschluss erreichen. Auch für Abiturienten bietet eine anspruchsvolle Ausbildung oder ein duales Studium gute Karriere- und Verdienstmöglichkeiten. Informieren Sie sich bei der Berufsberatung zu den Möglichkeiten, direkt beruflich durchzustarten“, rät Dusch.

 

Alternativen für Ausbildungssuchende 2019

Trotz der guten Gesamtsituation findet nicht jeder seine Wunschausbildung oder den Wunsch-Azubi. Es wird zunehmend schwieriger, die angebotenen Stellen zu besetzten. Das liegt einerseits an den gestiegenen Anforderungen der Berufsbilder, aber auch an den Vorstellungen der Jugendlichen und Betriebe. „Für die Jugendlichen, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, gehen die Vermittlungsbemühungen selbstverständlich weiter. Neben der Vermittlung in Ausbildung werden gemeinsam mit den jungen Menschen auch Alternativen wie zum Beispiel Einstiegsqualifizierungen gesucht. Während des Langzeitpraktikums können sich die Jugendlichen beweisen und den Betrieb von ihren Stärken überzeugen“, so Dusch.

 

Angebote für Unternehmen

„Seien Sie als Unternehmen offen für alle Potenziale, damit keine Ausbildungsstelle unbesetzt bleibt. Unsere Erfahrung zeigt, dass Zeugnisnoten nicht alle Fähigkeiten der Jugendlichen wiederspiegeln. Es ist wichtig, auch jungen Menschen mit Ecken und Kanten eine Chance zu geben. Hier können wir zum Beispiel mit „ausbildungsbegleitenden Hilfen“ oder der „Assistierten Ausbildung“ - unserem kostenfreien Angebot an zusätzlichem Unterricht und sozialpädagogischer Begleitung - unterstützen“, bietet Dusch Unternehmen an.

 

Daten für die Hansestadt Lübeck

 

Daten für den Kreis Ostholstein

Nach einem starken Anstieg des Ausbildungsangebotes im letzten Jahr ging die Zahl der zur Besetzung angebotenen Ausbildungsstellen im Kreis Ostholstein leicht auf 1.705 zurück. Das waren 50 oder 2,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. 1.042 Bewerber*innen haben die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz eingeschaltet, 45 oder 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit standen rein rechnerisch jedem Jugendlichen 1,6 Ausbildungsstellen zur Verfügung (Vorjahr 1,8). Am Ende des Beratungsjahres suchten noch 109 Bewerber*innen einen Ausbildungsplatz und 271 Stellen waren nicht besetzt.

 

Berufe

Rund ein Drittel aller Ausbildungsstellen wurden für Berufe in den Bereichen kaufmännische Dienstleistungen, Handel/Verkauf, Vertrieb sowie Tourismus/Hotel- und Gastgewerbe (1.226) angeboten. Ein weiterer Schwerpunkt lag in Berufen der Produktion und Fertigung (881). In den Berufskategorien Gesundheit/Soziales wurden 377 und in Bauberufen 340 Ausbildungsplätze bereitgestellt.

Auch bei den Jugendlichen zeigte sich eine Präferenz für Dienstleistungsberufe (689) sowie Fertigungsberufe (526). Für das Berufsfeld Gesundheit/Soziales interessierten sich 346 und für Bauberufe 211 Bewerber*innen.

 

Top 10 der Berufswünsche

Nach wie vor konzentrieren sich 53,6 Prozent der 1.092 Bewerberinnen und 37,7 Prozent der 1.575 Bewerber auf zehn Berufe, die nahezu unverändert zum Vorjahr sind.

 

Bewerberinnen:

• Kauffrau – Büromanagement

• Medizinische Fachangestellte

• Verkäuferin

• Kauffrau im Einzelhandel

• Zahnmedizinische Fachangestellte

• Friseurin

• Industriekauffrau

• Tiermedizinische Fachangestellte

• Hotelfachfrau

• Kosmetikerin

 

Bewerber:

• Verkäufer

• Kfz-Mechatroniker

• Kaufmann – Bürokommunikation

• Kaufmann im Einzelhandel

• Fachlagerist

• Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung

• Elektroniker – Energie-/Gebäudetechnik

• Tischler

• Automobilkaufmann

• Fachinformatiker – Systemintegration

 

Struktur der Bewerbenden

Es haben sich mehr junge Frauen (+2,5 Prozent) als im Vorjahr bei der Berufsberatung für eine Ausbildungsstelle gemeldet, während es bei jungen Männern einen Rückgang gab (-6,4 Prozent). Entsprechend ist der Anteil weiblicher Bewerbenden von 38,4 auf 40,9 Prozent gestiegen und bei den männlichen Bewerbenden von 61,5 auf 59,1 Prozent gesunken.

324 junge Menschen hatten eine ausländische Nationalität. Das waren 13 (-3,9 Prozent) weniger als im Vorjahr. 54 Prozent davon waren Personen im Kontext Fluchtmigration.

Der Anteil Jugendlicher, die im aktuellen Berichtsjahr 2019 die Schule verlassen haben, hat im Laufe der Jahre auf 44,5 Prozent zugenommen. Entsprechend ist auch der Anteil von jüngeren Bewerber*innen auf 54,9 Prozent gestiegen. 24,9 Prozent der Ausbildungssuchenden waren jünger als 18 Jahre und 30,0 Prozent waren 18 beziehungsweise 19 Jahre alt.

Die überwiegende Zahl der Jugendlichen, die sich bei der Berufsberatung meldeten, hatte einen Mittleren Schulabschluss (ehemals Realschule 36,1 Prozent) oder einen Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ehemals Hauptschule 34,3 Prozent). Eine Fachhochschul- oder Hochschulreife besaßen 23,1 Prozent.

 

Verbleib der Bewerbenden

Mit 46,8 Prozent mündete nahezu die Hälfte der jungen Menschen, die mit Hilfe der Arbeitsagentur eine Ausbildungsstelle gesucht haben, in eine Berufsausbildung ein. Die andere Hälfte der Jugendlichen hat mit einem Schulbesuch, Studium, Freiwilligendienst (12,4 Prozent) sowie einer Fördermaßnahme (2,2 Prozent) begonnen oder selbst eine Ausbildung sowie Beschäftigung (27,2 Prozent) gefunden.

 

Ausbildungsstart 2020

„Das Auswahlverfahren für 2020 ist in vollem Gang. Uns liegen bereits über 2.000 Ausbildungsstellen vor. Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass sich Jugendliche erst sehr spät auf die Ausbildungssuche machen und sich bei uns melden. Der Ausbildungsmarkt ist zwar grundsätzlich ein Bewerbermarkt, doch man sollte sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. Die Berufswahl und Ausbildungssuche erfordern Zeit und gute Vorbereitung. Ich empfehle ein ausführliches Beratungsgespräch in der Berufsberatung, um möglichst alle Aspekte eines Berufes zu berücksichtigen und auch interessante Alternativen kennen zu lernen. Je früher das passiert, umso besser sind die Chancen, den gewünschten Ausbildungsplatz zu bekommen“, empfiehlt Dusch.

 

Terminvereinbarung

Einen Termin zur Berufs- und Studienberatung sollten Jugendliche schnellstmöglich unter der kostenfreien Hotline 0800 4 5555 00 oder im Internet unter www.arbeitsagentur.de/eservices vereinbaren.

Von kab

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