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Lübeck In der Yorckstraße wird seit Wochen gebaut
Lokales Lübeck In der Yorckstraße wird seit Wochen gebaut
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18:54 24.06.2019
Die Voraussetzungen für den Neubau eines Mehrfamilienhauses in der Yorckstraße 25 in Lübeck sind geschaffen. Quelle: Lutz Roeßler
St. Jürgen

Es ist eine riesige Baugrube, die unmittelbar am Nachbarhaus Yorckstraße 23 endet. Die Haustür – nun an der Baugrube gelegen – ist verrammelt, hier geht niemand ein oder aus. Muss auch nicht, wie Thomas Wendt und Frank Ode betonen, die für die Investoren Thomas Görß und Marco Fibelkorn die künftigen Wohnungen vermarkten. Denn: Die Bauherren haben die Nummer 23 gleich mitgekauft, wenn der Neubau steht, gelangen die Bewohner der Nummer 23 durch einen der neuen Eingänge in ihre Wohnungen. Aktuell müssen sie durch den Keller ihr Haus betreten oder verlassen.

Baubeginn nach vielen Protesten

Bis Ende 2020 sollen die 29 Eigentumswohnungen fertig werden, die zum Teil schon vor Baubeginn verkauft waren. Kein Wunder, ist die Lage in der Yorckstraße, nur einen Katzensprung entfernt von der Wakenitz, doch zu den bevorzugten Wohnlagen Lübecks zu rechnen. Und unter anderem deshalb regten sich starke Anwohner-Proteste, denn die Investoren wollten nicht nur einen fünfgeschossigen Riegel neben die bestehende Bebauung setzen, sondern noch dazu einen Querriegel parallel zur Wakenitz, der den Blick auf den „Amazonas des Nordens“ verstellt und nach Meinung der Anwohner den Charakter des Viertels zerstört hätte.

Kein Denkmalschutz für altes Eishaus

Auch wegen der Altbebauung auf dem Grundstück gab es Probleme. Hier befand sich das Eishaus, aus dem heraus in früheren Zeiten gefrorenes Wakenitzwasser an die Bevölkerung verteilt wurde. Zudem stand hier bis März 2018 ein Garagenhof. Die Eishalle, so forderte die Bürgerschaft, sollte von der Denkmalpflege begutachtet und möglicherweise unter Schutz gestellt werden. Zudem wurde vermutet, dass im Gebäude Fledermäuse ihr Quartier aufgeschlagen hätten. Letzteres konnte durch einen Gutachter ausgeschlossen werden, die Begutachtung des Gebäudes durch den Denkmalschutz fand jedoch nicht statt.

Einigung auf ein Gebäude

Die Investoren einigten sich mit Bürgermeister Bernd Saxe darauf, auf den Querriegel zu verzichten, dafür aber das parallel zur Yorckstraße entstehende Hauptgebäude zu vergrößern. Das Grundstück ragt bis an den Zaun der Kita St. Aegidien in der Seydlitzstraße heran. Die Bauvoranfrage der Investoren wurde genehmigt, ebenso der Abriss. Nur wenige Tage nach der Einigung, am 2. März vergangenen Jahres, rückten Bagger an, um Eishalle und Garagenhof abzureißen. Sehr zur Überraschung der Anwohner.

29 Eigentumswohnungen

Vor sechs Wochen jedenfalls war Baubeginn. Es entsteht – betreut vom Lübecker Architekturbüo Falk – ein optisch zusammenhängendes Gebäude mit vier Eingängen und einer Tiefgaragenzufahrt. Dabei greift die Fassadengestaltung die Parzellenstruktur des Viertels auf. Die 29 Wohnungen sind zwischen 58,47 und 119,81 Quadratmeter groß, haben allesamt Balkon, Terrasse oder Loggia, sind hochwertig ausgestattet und dementsprechend nicht ganz günstig. „55 Prozent der Wohnungen sind bereits jetzt verkauft“, sagt Thomas Wendt, der gemeinsam mit Frank Ode von der LBS Immobilien GmbH für den Vertrieb verantwortlich zeichnet.

Sind mit Arbeiten an den Fahrstuhl-Schächten beschäftigt: Erol Grdovac (l.) und Vasil Blagoev von der Firma Meier Bau. Quelle: Lutz Roeßler

Aktuell sind die Mitarbeiter der Firma Meier Bau aus Schwarzenbek mit dem Betonieren der Fahrstuhl-Schächte beschäftigt. In etwa einer Woche, schätzt Polier Marko Rossow, „wird wohl die Bodenplatte gegossen.“ Bis die Wohnungen in der Yorckstraße bezugsfertig sind, wird noch einige Zeit vergehen: Die Übergabe an die Erwerber ist für Ende 2020 geplant.

Sabine Risch

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