Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Beton-Labyrinth für Rollstuhlfahrer: UKSH prüft Anregungen
Lokales Lübeck Beton-Labyrinth für Rollstuhlfahrer: UKSH prüft Anregungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:56 26.11.2019
Der neue Rollstuhlzugang zum Haupteingang des UKSH in Lübeck steht in der Kritik. Quelle: Holger Kröger
St. Jürgen

Viel Aufregung um eine Menge Beton: Der Rollstuhlzugang beim Neubau des UKSH in Lübeck steht in der Kritik. Zu steil sei das Gefälle für Rollstuhlfahrer, außerdem lösten die hohen Wände, die man sitzend nicht überblicken kann, ein beklemmendes Gefühl aus. „Wir nehmen die Anregungen sehr ernst“, sagt Oliver Grieve, Sprecher des UKSH.

Dekra und Stadt Lübeck haben Bauantrag genehmigt

Grieve verweist allerdings darauf, dass für den Bau ein vollkommen regulärer Bauantrag gestellt wurde, den die Hansestadt Lübeck und die Prüforganisation Dekra geprüft und genehmigt haben. „Ich gehe ehrlich gesagt nicht davon aus, dass da baurechtlich etwas nicht in Ordnung ist“, sagt Grieve. „Aber aufgrund der vielen Anregungen machen wir das trotzdem. Und wenn tatsächlich Fehler enthalten sind, dann ändern wir das natürlich.“

Außerdem sei bei der Planung und Entscheidung für den Rollstuhlzugang auch die Schwerbehindertenvertretung des UKSH mit einbezogen worden. Dazu habe ein Fachmann für barrierefreies Bauen das Projekt begleitet.

Sozialverband Deutschland: „Ungewöhnlicher Bau“

Christian Schultz vom Sozialverband Deutschland war zwar selbst noch nicht beim UKSH vor Ort, aber: „In der Tat ist es ungewöhnlich, dass eine barrierefreie Auffahrt so lang und mit so vielen Kurven versehen ist“, sagt Schultz. Er bringt die Idee eines kleinen „Rolli-Hubliftes“ ins Spiel, um die Steigung zu überwinden. Die Beschwerden von Betroffenen, die ein zu steiles Gefälle monieren, müsse man ernst nehmen.

Bei einem kompletten Neubau würde Christian Schultz von einer „Fehlplanung“ sprechen, bei Nachbauten an bestehenden Gebäuden „wäre ich mit meiner Aussage vorsichtiger“.

Weitere Eingänge ins UKSH für Rollstuhlfahrer

Im Falle des Rollstuhlzugangs ist es eine Mischung. Denn der Neubau wurde an das Bestandsgebäude angedockt, und deswegen ist man in der Bauplanung nicht komplett frei. „Medizinische Abläufe müssen auf derselben Ebene stattfinden. Das ist alles durchdacht und war nicht anders möglich. Einfach aufschütten, um das Gefälle verschwinden zu lassen, war keine Option“, sagt Grieve.

Ob der Weg durch das graue Labyrinth noch verschönert werden soll – etwa durch Begrünung – ist noch nicht klar. „Die Baumaßnahmen sind bis 2022/23 geplant. Im Augenblick hat dies für uns nicht Priorität, aber vielleicht später.“

Außerdem macht Grieve darauf aufmerksam, dass Rollstuhlfahrer auch über andere Wege das UKSH erreichen können. „Der Zugang zum Bestandsgebäude ist behindertengerecht und hat kein Gefälle.“ Dazu gebe es rechts neben dem Rollstuhlzugang einen weiteren Eingang zum Bestandsgebäude. „Und wenn man am Brustzentrum vorbeigeht“, sagt der UKSH-Sprecher, „dann ist da auch ein Fahrstuhl, der einen direkt ins Empfangsgebäude des Neubaus bringt.“

Lesen Sie auch:

Von Hannes Lintschnig

Sie ziehen mit Scherzen gegen Schmerzen zu Felde: die Lübecker Klinik-Clowns, die mit einem kleinen Festakt im Hansemuseum ihrem Schirmherrn Björn Engholm dankten und zum 80. Geburtstag gratulierten.

26.11.2019

Innensenator Ludger Hinsen (CDU) überlegt, einen zweiten mobilen Blitzer zu mieten. „Traffistar“, seit Anfang 2018 im Einsatz, habe sich als „eierlegende Wollmilchsau“ entpuppt, sagt der Lübecker Senator.

26.11.2019

Winteraktion bei EVA Kosmetikstudio: Mit „Golden Skin Glamour“ gibt Anti-Aging-Expertin Svetlana Puhl dem Teint Kraft und Kondition.