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Lübeck Jugendschutz auf der Travemünder Woche: „Kenn Dein Limit!“
Lokales Lübeck Jugendschutz auf der Travemünder Woche: „Kenn Dein Limit!“
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18:25 16.07.2019
Das Bündnis für Jugendschutz – Matthias Rösing (v. l.), Annette Eickhölter und Pablo Arribas – setzt auch in diesem Jahr wieder auf Gespräche mit den Jugendlichen. Quelle: 54° / Felix König
Travemünde

 „Die Polizei ist daran interessiert, dass es während der Travemünder Woche fröhlich zugeht“, sagt Polizeihauptkommissar Matthias Rösing, Leiter des 3. Polizeireviers. Gemeinsam mit Pablo Arribas vom Ordnungs- und Verkehrsdienst sowie Annette Eickhölter vom Kinder- und Jugendschutz der Hansestadt zeichnet er verantwortlich für das Bündnis, das zum zehnten Mal auf der Meile auftritt.

Feiern – ja, aber mit klarem Kopf!

„Auf der Travemünder Woche wird tüchtig gefeiert, das soll auch so sein“, sagt Annette Eickhölter. Aber: Es geht darum, dass Kinder und Jugendliche einen klaren Kopf behalten, ihr Limit kennen und dass Einzelhandel und Gewerbe für den Jugendschutz sensibilisiert werden. Mit einem achtköpfigen Team sind Jugendschutz und Ordnungsdienst vor Ort, „wir haben ein Auge auf die Jugendlichen, bieten einen Alkoholtest an und kontaktieren gegebenenfalls die Eltern, die wir bitten, ihre Kinder am Leuchtturm abzuholen“, sagt Arribas. Die Polizei hingegen ist mit zwei Zweier-Teams vor Ort.

Junge Leute sprechen mit jungen Leuten

Zusätzlich gibt es wieder die Aktion „Kenn Dein Limit!“ – ein sogenanntes „Peer“-Projekt, bei dem junge Leute mit jungen Leuten über Alkohol sprechen. Interessante Beobachtung: „Wir greifen etliche Jugendliche auf, die zu Hause Probleme haben. Das wird auf der Travemünder Woche oft wie durch ein Brennglas sichtbar.“

Zahlen

Die Mischung aus offener Ansprache und Kontrolle scheint wirksam zu sein. In Zahlen: 2015 wurden 84 Jugendliche überprüft, 29 von ihnen hatten „riskant“ getrunken (bei bis zu 16-Jährigen 0,5 Promille, bei Älteren ein Promille). 2016 waren es 34 von 127 Kontrollierten, 2017 zehn von 15, 2018 zwölf von 39, wie Stadtsprecherin Nicole Dorel auf Anfrage mitteilt.

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  Allerdings seien die Zahlen wenig aussagekräftig. Zum einen schwanke die personelle Einsatzstärke von Jahr zu Jahr, und wie Eickhölter erklärt, spiele auch eine Rolle, wie das Wetter sei, ob gerade Zeugnisvergabe gewesen oder die Ferien schon vor Längerem begonnen hätten.

Verantwortung der Älteren

Annette Eickhölter hat einen großen Wunsch: „Dass junge Erwachsene aufhören, Minderjährigen Alkohol zu besorgen!“

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