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Lübeck Bürger sollen beim Lübecker Hafen mitreden
Lokales Lübeck Bürger sollen beim Lübecker Hafen mitreden
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13:06 02.04.2019
Die Hafenbehörde geht von einer Umschlagsmenge von 25,7 Millionen Tonnen im Jahr 2030 im gesamten Hafen aus.
Die Hafenbehörde geht von einer Umschlagsmenge von 25,7 Millionen Tonnen im Jahr 2030 im gesamten Hafen aus. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Lübeck

Die städtische Hafenbehörde Lübeck Port Authority (LPA) arbeitet an einem Hafenentwicklungsplan 2030. Alles, was die Fachleute über die Zukunft des Seeverkehrs wissen, wurde eingearbeitet. Was jetzt noch fehlt, ist die Meinung der Bürger. Und die sind nicht immer glücklich mit der Entwicklung im Hafen.

„Wir wollen einen Dialog starten“, erklärt LPA-Chef Guido Kaschel, „das Ziel ist, Vertrauen zu schaffen und unsere strategischen Überlegungen vorzustellen.“ Hafen – damit würden viele Lübecker vor allem die städtische Hafengesellschaft LHG verbinden. Im Hafen würden ganz verschiedene Wirtschaftsunternehmen agieren, sagt Kaschel: „Genau das ist die Stärke des Hafens.“

Gewaltige Investitionen stehen an. Die Firma Lehmann will in Dänischburg eine große, neue Kaianlage bauen – mit einem Schiffsliegeplatz, vier 14 Meter hohen, je 8600 Quadratmeter großen Lagerhallen und 2100 Metern Gleisanlagen, die zum Rangierbahnhof Dänischburg führen. Gearbeitet werden soll dort täglich von 6 bis 22 Uhr. Das hat Anwohner auf den Plan gerufen, die Lärm und viel Verkehr befürchten.

Guido Kaschel ist Chef der Lübeck Port Authority (LPA). Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Für 63,3 Millionen Euro baut die LPA den Skandinavienkai aus. Das Land übernimmt davon 17,3 Millionen Euro. Die Stadt zahlt 51 Millionen Euro. Lübecks größter Terminal wächst um 16 Hektar. Seit Mai 2018 rollen die Bagger. Anfang 2021 soll alles fertig sein.

Auf mehreren Veranstaltungen in den Stadtteilen erläutert die LPA die künftigen Pläne. Am 4. April geht es ab 17 Uhr in der Thomas-Mann-Schule um die Zukunft in St. Gertrud. LPA-Mitarbeiter werden auch bei den Konferenzen in Travemünde, Schlutup, St. Lorenz Nord und Kücknitz dabei sein. Die Hafenbehörde gründet zudem einen Arbeitskreis mit 37 Teilnehmern aus der Hafenwirtschaft, von Seglervereinen, mit Fischern und Umweltverbänden. Von Juni bis Dezember wird dieser Arbeitskreis die Hafenbehörde beraten. Bürger können auch teilnehmen – sie werden per Losverfahren ausgesucht. Weitere Informationen finden Bürger und Verbände auf der Internetseite von www.uebermorgen.luebeck.de

Kai Dordowsky