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Lübeck Bürohaus auf Betonpfählen
Lokales Lübeck Bürohaus auf Betonpfählen
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16:23 11.03.2018
St. Lorenz Nord

Wer nah am Wasser baut, muss besondere Vorkehrungen treffen. Der Grund am Ufer der Trave ist nicht sehr fest. Wohl deshalb hat das Grundstück an der Einsiedelstraße leergestanden, seit vor Jahrzehnten dort ein Hafenschuppen abbrannte. Die Altus Bau GmbH hat für ihren neuen Firmensitz Aufwand und Kosten – gut vier Millionen Euro – nicht gescheut: 100 Stahlrohre haben die Arbeiter zu Baubeginn 14 Meter tief in den Boden gebohrt und mit mehr als 2000 Kubikmetern Beton ausgegossen. Auf diesen Pfählen steht das dreigeschossige Gebäude jetzt sicher. Der Boden liegt zehn Zentimeter höher als das Hochwasser von 1872, sicherheitshalber.

Der alte Firmensitz liegt nur 200 Meter entfernt. Die Lage war nicht der Grund, warum der Geschäftsführende Gesellschafter Thomas Becker einen neuen Ort für die Zentrale suchte, sondern nur die Größe. „Wir wollen expandieren“, sagt er. „Wir brauchen die schnelle Autobahnanbindung. Die haben wir hier über die Lohmühle.“ 60 bis 70 Prozent des Umsatzes, sagt er, mache Altus in Hamburg, den Rest in Lübeck und Umgebung. Zu den bekannteren Projekten in Lübeck gehört ein Teil des „Trave“-Neubaukomplexes an der Tannenbergstraße in Kücknitz. Auch im neuen Gründungsviertel ist das Unternehmen aktiv. Aus Lübeck wegzuziehen komme für Altus nicht in Frage. „Die Mitarbeiter kommen von hier. Wenn der Firmensitz woanders läge, wäre das fatal für das ganze Unternehmen“, sagt Becker.

So traf es sich gut, dass das Grundstück am Ufer noch frei war. Altus wird 1200 der 2000 Quadratmeter Bürofläche belegen und den Rest weitervermieten. Aber obwohl das Unternehmen das Haus baut und selbst Hauptnutzer sein wird, ist es nicht Bauherr und Eigentümer. Das ist Karl-Wolfgang Eschenburg, Inhaber der traditionsreichen Holzhandlung Havemann & Sohn, die seit 200 Jahren im Besitz seiner Familie ist. Inzwischen verdient er sein Geld hauptsächlich mit Immobilien. In seiner Ansprache erinnerte Eschenburg an die historischen Bezüge des Ortes. Bei den Bauarbeiten seien Gleise der 1873 eingeweihten Eisenbahnstrecke EutinLübeck gefunden worden, die nach dem Bau des neuen Hauptbahnhofs 1908 als Industriegleise weitergenutzt wurden.

Die Architektur des Gebäudes ist schlicht und funktional. Nach Aussage des Architekten Olaf Fahrenkrug vom Lübecker Büro Ziebell + Partner nimmt es bis zu einem gewissen Grad den Charakter der historischen Hafenschuppen auf. An den Giebelseiten würden die Betonwände mit Klinkern verblendet. Die Längsseiten sollen roten Putz tragen. Auf der Stadtseite, die zugleich die Südseite ist, geben bodentiefe Fenster den Blick auf die Altstadtkulisse frei. Außerdem wird es eine Dachterrasse geben.

Ursprünglich war an diesem Standort ein Ärztehaus geplant, in dem Altus zwei Etagen belegen wollte. Dieses Vorhaben war aber von der Stadtverwaltung nicht genehmigt worden.

Von Hanno Kabel

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