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Lübeck Buntes Turnier für die Gleichberechtigung
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21:10 29.07.2013
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Lübeck

Es war die zweite Auflage des Fan- Turniers gegen Homophobie (gegen Homosexuelle gerichtete Feindseligkeit) anlässlich des bevorstehenden Christopher Street Day (CSD), ausgerichtet vom Roten Stern Lübeck — und lautstark unterstützt von vielen Vereinen und den Lübecker Linken.

„Bestes Wetter, eine Vielzahl an Vereinen, von den VfB Lübeck Black Stars über DJK und FC Sternschanze bis hin zu Gästen des FC St. Pauli, und ein faires Turnier, das dem Ansinnen, Vielfalt statt Einfalt zu zeigen, mehr als gerecht wird“, zog Sascha Luetkens, Vorsitzender des Verbandes der Lübecker Linken, eine positive Bilanz.

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Bürgerschaftsmitglied Ragnar Lüttke hatte die Schirmherrschaft übernommen und stellte fest: „Im Sport, besonders im männerdominierten, scheint es keine Homosexuellen zu geben. Gerade dies ist auch ein Grund dafür, warum bis heute Homosexualität im Fußball immer noch ein Tabu und homophobe Beschimpfungen die ultimative Beleidigung sind.“ Dies spiegele eine Gesellschaft, in der Homosexuelle zwar still geduldet, aber nicht gleichberechtigt seien.

Sebastian Ising, Wahlkampfleiter der Linken, ergänzte: „Auch wenn Homosexuelle in den vergangenen Jahrzehnten Einiges erreicht haben, so bleibt die völlige juristische und gesellschaftliche Gleichstellung weiterhin ein Traum, der ihnen von den etablierten Parteien verwehrt wird.“ Gerade die aktuelle Berliner Koalition habe sich da sehr unrühmlich hervorgetan.

„Es gilt, möglichst breit Flagge zu zeigen. Nicht nur während der CSD-Saison, sondern jeden Tag, um gesellschaftliche Entwicklungen wie in Frankreich oder Russland zu verhindern“, fordert Luetkens.

Gemeinsam mit dem Lübecker CSD-Verein und Roter Stern Lübeck habe man beim Turnier Flagge gezeigt. „Wer von einer offeneren, freieren Gesellschaft ohne Homophobie, Sexismus und Rassismus träumt, für und mit dem kämpfen für gleiche Rechte aller“, so Luetkens weiter.

LN

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