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Lübeck CDU-Landtagsabgeordnete: „Abgang perfekt inszeniert“
Lokales Lübeck CDU-Landtagsabgeordnete: „Abgang perfekt inszeniert“
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15:00 30.06.2019
Anette Röttger, CDU-Landtagsabgeordnete aus Lübeck, spricht von einer „perfekten Abgangs-Inszenierung“. Gemeint ist die Ankündigung von Theaterdirektor Christian Schwandt, den Job nächstes Jahr an den Nagel zu hängen. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Die CDU-Landtagsabgeordnete Anette Röttger bezeichnet den für 2020 angekündigten Rücktritt des Theaterdirektors Christian Schwandt als „perfekte Abgangs-Inszenierung“. Röttger: „Wir sollten uns davon nicht treiben lassen. Nur gemeinsam und im Schulterschluss wird uns eine gute Lösung gelingen.“

Daran arbeite die CDU-geführte Landesregierung. „Lautes Rufen ist wenig hilfreich, wenn es um die Verteilung knapper Mittel im gesamten kulturellen Bereich geht“, sagt die Landespolitikerin. Schwandt hatte seinen Rücktritt zu Ende Juli 2020 mit der unzureichenden, finanziellen Ausstattung des Theaters durch das Land begründet und damit heftige Debatten ausgelöst.

FDP: Aufsichtsrat hat versagt

Die FDP verortet die Verantwortung für die Lage beim Theater-Aufsichtsrat. „Die Symbolpolitik einer Bürgerschaftssitzung in Kiel lenkt vom Versagen im Aufsichtsrat ab“, erklärt FDP-Kulturpolitiker Ulf Hansen, „viel zu lange hat man sich dort auf eine Alimentierung durch den Landeshaushalt verlassen.“ Wenn die Bekenntnisse zum Theater ernst gemeint seien, „dann wird sich in den anstehenden Haushaltsberatungen sicher eine Mehrheit für eine ausreichende Finanzierung finden“, ist Hansen überzeugt.

Grüne fordern gleiche Zuschüsse für Lübeck und Kiel

Die Grünen haben auf ihrer Mitgliederversammlung einen Antrag beschlossen, dass das Land die Bühne in der Beckergrube besser unterstützen soll. Aktuell sollen die Zuschüsse um 2,5 statt um 1,5 Prozent erhöht werden. Mittelfristig soll das Land das Lübecker, das Kieler und das Landestheater gleich hoch und auskömmlich finanzieren.

Anstehende Investitionen beim Lübecker Theater sollen vom Land zugesichert werden. Dabei geht es laut den Grünen um neun bis zehn Millionen Euro für Hydraulik, Wärmeschutz oder Beleuchtung. Außerdem müsse die „Tarifbindung der Beschäftigten“ erhalten bleiben.

dor

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