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Lübeck CDU fordert weitere Parkhäuser an Lübecks Altstadtrand
Lokales Lübeck CDU fordert weitere Parkhäuser an Lübecks Altstadtrand
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17:52 27.08.2019
420 straßenbegleitende, öffentliche Parkplätze gibt es derzeit in der Altstadt – hier ein Foto aus der Mühlenstraße. Mit dem neuen Verkehrskonzept sollen diese Stellplätze reduziert werden. Außerdem sollen die Parkplätze für Anwohner mittel- bis langfristig halbiert werden. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

Weniger parkende Autos in der Altstadt – das ist das erklärte Ziel des neuen Verkehrskonzeptes für die Innenstadt. Die CDU macht sich Sorgen, dass die geplante Verknappung von Anwohnerparkplätzen und öffentlichen Stellplätzen an den Straßenrändern zu erheblichen Konflikten führen wird – zu Konflikten zwischen Anwohnern, Besuchern und Touristen.

Einheimische und Besucher brauchen genügend Parkraum

„Es ist für Besucher und Einheimische wichtig, dass genügend Parkraum zur Verfügung steht“, sagt Christopher Lötsch, Vorsitzender des Bauausschusses, „und zwar dann, wenn er gebraucht wird – werktags, zu den Öffnungszeiten der Geschäfte und im Dezember zum Weihnachtsmarkt.“ Die CDU begrüßt deshalb den Beschluss des Bauausschusses, dass das marode Parkhaus am Holstentor mit genauso vielen Stellplätzen (525) wie bisher neu gebaut wird – wenn auch in einer schlichteren und billigeren Variante.

Die Pläne für eine verkehrsberuhigte Innenstadt bedeutet auch weniger Parkplätze am Straßenrand. Die CDU entwickelt ein Alternativkonzept.

Aber das reiche nicht. „Wenn wir das straßenbegleitende Parken von Anwohner und Gästen in der Altstadt verhindern wollen, müssen wir an den Rändern der Altstadtinsel ausreichend Parkmöglichkeiten anbieten“, sagt Lötsch. Die CDU hat dazu ein Positionspapier erarbeitet.

Danach sollen zusätzliche Parkhäuser in der Nähe des Mühlentellers sowie des Burgfeldes geprüft werden. Außerdem soll untersucht werden, ob an der Kanalstraße Parkdecks entstehen können. Und im Umfeld der Musik- und Kongresshalle (MuK) sollen alle Varianten vom Parkdeck über ein Parkhaus bis zur Tiefgarage geprüft werden.

Viele Anwohner weichen dann an MuK oder Kanalstraße aus

Wie die Konkurrenz um Stellplätze in Zahlen aussieht, hat die CDU aus den offiziellen Unterlagen herausgefiltert. 4500 Anwohnerparkausweise seien bei der Stadt beantragt. 3700 Stellplätze stehen in Parkhäusern und auf Parkplätzen zur Verfügung, 420 davon an den Straßenrändern. Wenn die Stadt das Angebot an Stellflächen für Anwohner wie Besucher wie geplant halbiert, würden viele Anwohner auf die Parkplätze an der MuK oder der Kanalstraße ausweichen – oder künftig auch in die Parkhäuser.

„Schon jetzt können Anwohner mit Parkausweisen, die keinen straßenbegleitenden Parkplatz in der Innenstadt finden, die Parkplätze in der Kanalstraße und an der MuK ohne Zusatzkosten nutzen“, erklärt Bernhard Simon, Finanzexperte der CDU. Es käme zu einer „inakzeptablen Konkurrenz zwischen Anwohnern sowie Besuchern aus den Stadtteilen, dem Umland und Touristen“, warnt Simon. Und der Bauausschussvorsitzende Lötsch fragt: „Wo sollen dann die Besucher parken?“

Verwaltung geht davon aus, dass die Kapazitäten reichen

Die Verwaltung geht laut Rahmenplan Innenstadt davon aus, dass die Kapazitäten ausreichen, auch wenn die Anwohnerstellplätze mittel- bis langfristig halbiert werden. Sollte sich abzeichnen, dass es doch nicht reicht, „ist über den Bau von neuen Parkmöglichkeiten nachzudenken“, heißt es im Rahmenplan, „an der Kanalstraße und auf dem Parkplatz an der MuK könnten Parkdecks geschaffen werden und die Planungen für ein Parkhaus am Gustav-Radbruch-Platz könnten umgesetzt werden.“

Von Kai Dordowsky

Fünf Varianten für das Parkhaus am Lübecker Holstentor wurden den Politikern vorgeschlagen. Die wollen aber ein schlichtes, neues Parkhaus mit genauso vielen Stellplätzen: 525 statt der geplanten 395. Die KWL sagt im Interview, ob das geht.

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