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Lokales Lübeck Tausende feiern beim Campus Open Air Lübeck
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11:53 28.05.2019
Zum Auftakt kam die Band „Jack Pott“ aus Bad Schwartau auf die große Bühne. Die vier Jungs schmetterten mit Schlagzeug, Gitarre, Bass und Synthesizer tanzbare Punkmusik über den Platz. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
St. Jürgen

Tausende junge Leute haben auf dem Gelände von Universität und Technischer Hochschule das Campus-Open-Air gefeiert. Auf den Flächen vorm Audimax genossen die Besucher Bands verschiedener Genres, Singer-Songwriter, Poetry Slam und viel Festival-Atmosphäre. Das Konzept der Studierenden mit Street Food Market und zwei Bühnen kam gut an.

Viel los vor der kleinen Bühne bei den Auftritten der Singer Songwriter und beim Poetry Slam. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

„Ich freue mich am meisten darauf, die Leute hier zu begeistern und, dass alle eine richtig gute Zeit haben“, sagt Valerie Burmester (24) vom Orga-Team während Singer-Songwriter Musiker Christian Freimuth mit Gesang und Gitarre auf der kleinen Bühne erste leise Töne anspielt. Ein paar Schritte weiter steht Helen Pekker am „Info & Merch“-Stand. „Das Kern-Orga-Team sind 16 Leute“, erklärt sie, „aber weitere 250 Studierende helfen noch freiwillig mit.“ Alle sind am Shirt mit der Aufschrift COAL (Campus Open Air Lübeck) zu erkennen.

Festival mit vielen Fans in der Hansestadt

Auf der großen Bühne bereiten sich die vier Musiker von „Jack Pott“ auf ihren Auftritt vor. „Für uns ist das schon ’ne große Hausnummer, dass wir hier spielen“, sagt Alex Pott (Vocals, Synthesizer), „wirklich klasse.“ Als die vier Jungs aus Bad Schwartau mit Schlagzeug, Gitarre, Bass und Synthesizer ihre tanzbare Punkmusik über den Platz schmettern, füllt sich die Fläche vor der Bühne. Studierende, Angehörige der Hochschulen und auch Familien sind dabei. Viele haben sich auf der Treppe zum Audimax niedergelassen und sich mit Bier, Cocktails oder alkoholfreien Getränken versorgt.

Richard Stahlkopf (28) und Maria Rangous (25) tranken Aperol Spritz auf dem Platz vorm Audimax. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Richard Stahlkopf (28) und Maria Rangous (25) haben sich für Aperol-Spritz entschieden. „Ich kenne keinen der Musiker heute“, sagt der Medizinstudent, „das ist aber auch egal.“ Für ihn sei das Beste am Campus-Open-Air, einfach nur da zu sein, nette Leute zu treffen und neue Bands kennenzulernen. Die Kommilitonin pflichtet ihm bei. „Gute Stimmung, gutes Wetter, gute Musik, was will man mehr?“ Beide waren schön öfter dabei und freuen sich auch diesmal auf das Programm.

Organisiert wird das COAL von Studierenden der Universität zu Lübeck, die Schirmherrschaft übernimmt der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA). Christian Ehlers vom Orga-Team erklärt, wie die jungen Leute so eine Großveranstaltung stemmen. „Die Studierenden zahlen Semesterbeiträge. Ein Anteil davon wird für Veranstaltungen wie diese genutzt“, sagt der 23-Jährige. „So gelingt es uns, das Festival vorzufinanzieren. Anschließend versuchen wir, die Kosten über Sponsoren und Einnahmen zu decken.“ Im vergangenen Jahr kamen rund 8000 Besucher zum Campus Open Air. Ehlers hofft, dass es diesmal wieder so viele werden.

Leonora Calopresti (21), Franka Löwe (21), Jan Schmage (23) und Lina Renner (21, von links) liegen und sitzen im Carlebach-Park. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Viele der Festival-Fans nutzen am frühen Abend auch die Rasenflächen des Carlebach-Parks. Mit Decken, Getränken und Picknicksachen genießen sie die sommerliche Stimmung, den Start ins Wochenende und die Vorfreude auf bestimmte Bands. Auch Lina Renner (21), Jan Schmage (23), Leonora Calopresti (21) und Franka Löwe (21) haben es sich im Grünen gemütlich gemacht. „Ich werde mir ,Blackout Problems’ anhören“, sagt Renner und nennt damit einen der Favoriten. Laut Veranstalter gehört die Alternative-Rock-Band mit „Good Weather Forecast“ zu den „Headlinern“ des Events. Bei Redaktionsschluss war das Fest noch in vollem Gange. Gefeiert werden sollte bis weit nach Mitternacht.

Das Musikfestival ist ursprünglich als Dankeschön der Studierenden an die Bürger entstanden. Die Lübecker hatten 2010 massiv den Kampf der Uni ums Überleben unterstützt. Die damalige Landesregierung wollte den Medizin-Studiengang in Lübeck schließen.

Cosima Künzel

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