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Lübeck Politiker: Verwaltung soll weiter nach Jugendtreff suchen
Lokales Lübeck Politiker: Verwaltung soll weiter nach Jugendtreff suchen
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18:00 09.06.2019
Das Chaos um die Grenzdokumentationsstätte in Schlutup hat die Politiker aufgeschreckt. Die Verwaltung soll weiter nach einem neuen Jugendtreff suchen, der gemeinsam mit dem Museum im ehemaligen Zollhaus sitzt. Quelle: LN-Archiv
Schlutup

 19 Immobilien und Standorte haben die Mitarbeiterinnen von Kultur- und Bildungssenatorin Kathrin Weiher (parteilos) in den vergangenen Monaten in Schlutup unter die Lupe genommen, haben mit Behörden und privaten Vermietern gesprochen. Am Ende blieben vier mögliche Standorte für die Verlagerung des Awo-Jugendtreffs übrig.

Kegelhalle oder Netzewiese am Hafen

Der Umbau der Kegelhalle des TSV Schlutup sei mit erheblichen Umbauten verbunden, berichtete Christiane Möller, Kinder- und Jugendbeauftragte der Hansestadt, den Politikern. Drei Freiflächen, auf denen ein Jugendtreff neu gebaut werden könnte, würden entweder von der KWL oder der Hafenbehörde LPA beansprucht oder seien schwer bebaubar.

Die Verwaltung kam zum Schluss, dass der Jugendtreff am besten im Zollhaus und damit Nachbar des Grenzmuseums bleibe und einen unbefristeten Vertrag erhält. Zugleich soll geprüft werden, ob das Gebäude nicht erweitert werden könnte.

Bruno Hönel, Fraktionschef der Grünen: „Die Verwaltung hat versagt.“ Quelle: Lutz Roeßler

Doch mit dieser Lösung sind die Lübecker Jugendpolitiker überhaupt nicht einverstanden. SPD, CDU, Grüne und Liberale fordern die Verwaltung auf, weiter nach einem Platz für die Jugendlichen zu suchen. Grenzmuseum und Jugendtreff könnten nicht länger unter einem Dach leben.

„Schwache und fadenscheinige Argumente“

Die Grünen werfen der Verwaltung vor, bei der Suche nach einem neuen Standort für den Schlutuper Jugendtreff versagt zu haben. Fraktionschef Bruno Hönel: „Im letzten Jugendhilfeausschuss konnte kein geeigneter Standort präsentiert werden. Begründet wurde dies mit schwachen und teils fadenscheinigen Argumenten.“ Die Grünen lehnen es ab, alles so zu lassen, wies es ist. Hönel: „Die Unterbringung beider Einrichtungen im Zollhaus ist aufgrund von Platzmängeln und Streitigkeiten zwischen den Akteuren ungeeignet.“

Daniel Kerlin (FDP): „Das Grenzmuseum ist ein Alleinstellungsmerkmal.“ Quelle: HFR/FDP

Die Liberalen wollen ebenfalls, dass für den Awo-Jugendtreff ein neuer Standort gesucht wird. „Dabei bekennen wir uns klar zur Jugendarbeit, die an einem anderen Standort gestärkt werden muss“, sagen die FDP-Politiker Thomas Rathcke und Daniel Kerlin. Die Grenzdokumentationsstätte im Zollhaus soll sich erweitern können. „Die heutigen Räume sind für die Projektarbeit, Seminare und Vorträge zu klein“, erklärt Fraktionschef Rathcke. Aus Sicht von Jugendpolitiker Kerlin ist das Grenzmuseum ein Alleinstellungsmerkmal der Hansestadt: „Das sollte man nicht leichtfertig ungenutzt lassen.“

Die Grünen sehen die Verantwortung für die verworrene Situation um das Grenzmuseum auch bei SPD und CDU. Fraktionschef Hönel: „Ich fordere SPD und CDU auf, ihre massiven Differenzen in der Frage zur Zukunft von Grenzdokumentationsstätte und Awo-Jugendtreff zu klären, damit wir endlich interfraktionell an konstruktiven Lösungen arbeiten können, die keinen der Akteure benachteiligt.“

Dagmar Hildebrand (CDU): „Die aktuelle Situation ist schwierig und nicht zukunftsfähig.“ Quelle: HFR/CDU

Tatsächlich hat die SPD lange mit dem von CDU-Politikerinnen aufgebauten Museum gefremdelt. Die CDU hat jahrelang um Fördergelder und städtische Zuschüsse gekämpft. Jetzt erklären SPD und CDU, dass Jugendtreff und Grenzdokumentationsstätte zu „zwei starken Standorten für Schlutup entwickelt werden sollen.“ Die aktuelle Lage sei nicht zukunftsfähig.

„Einrichtungen nicht gegeneinander ausspielen“

Die jugendpolitischen Sprecher Dagmar Hildebrand (CDU) und Jörn Puhle (SPD) sind bereit, mehr als die bereits im Haushalt eingestellten 200000 Euro auszugeben, sollte ein neuer Standort für den Jugendtreff gefunden werden. „Beide Einrichtungen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, sagen die Ortsvorsitzenden Carsten Grohmann (CDU) und Harald Quirder (SPD).

Nach der Sommerpause, zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 22. August, soll Weihers Verwaltung liefern.

Kai Dordowsky

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