Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Grillen am Grünstrand: Lösung zur nächsten Saison?
Lokales Lübeck Grillen am Grünstrand: Lösung zur nächsten Saison?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:13 14.09.2018
Das Grillen am Grünstrand ist vor allem Anliegern der Kaiserallee ein Dorn im Auge. Quelle: Thomas Krohn
Travemünde

Grillen am Grünstrand: Zahlreiche Anlieger sind genervt von der Geruchsbelästigung. Der Ortsrat will das Brutzeln verbieten lassen. Jetzt soll der Kurbetrieb zur nächsten Saison eine Lösung erarbeiten.

Das Thema beschäftigt weiterhin Politik und Verwaltung. Nachdem Wirtschaftssenator Sven Schindler (SPD) das Grillverbot auf dem Grünstrand im Juni 2017 aufhob, wurde die Fläche am Ende der Kurpromenade von Travemündern und Auswärtigen als Ausflugsziel und Brutzel-Platz für Würstchen und Fleisch entdeckt. Vor allem während der vergangenen Saison zogen fast täglich Rauch und Duftwolken über das Areal und die angrenzende Kaiserallee. Nicht zur Freude aller Anlieger, denn die Beschwerden über die Geruchsbelästigung häuften sich. Das rief den Ortsrat auf den Plan. Er beschloss in seiner August-Sitzung, das Grillen verbieten zu lassen. Innensenator Ludger Hinsen (CDU), der bei der Versammlung anwesend war, versprach, das Thema im Senat vorzutragen (die LN berichteten). „Wir haben bis heute keine Antwort erhalten“, bedauert Ortsrats-Chef Gerd Schröder (CDU).

Jetzt wird der Kurbetrieb in die Pflicht genommen. „Der Bürgermeister hat uns beauftragt, zur nächsten Saison eine Lösung zu erarbeiten“, sagte Kurdirektor Uwe Kirchhoff während der jüngsten Ortsratssitzung. Dabei gebe es eine Bandbreite von einer grundsätzlichen Genehmigung bis zum totalen Verbot. Der Grünstrand sei als Liegewiese Teil der städtischen Grünflächen und falle damit nicht unter die Strandsatzung, nach der Grillen an den Travemünder Stränden verboten sei. „Ich habe selbst festgestellt, dass vor allem abends an den Wochenenden die Kaiserallee blau vom Qualm der Grills ist. Deshalb kann ich die Anlieger gut verstehen“, so Kirchhoff. Wie eine Lösung des Problems aussehen könnte, weiß der Kurdirektor noch nicht. „Ich bin deshalb dankbar für Hinweise und Vorschläge aus der Bevölkerung. Wer eine Idee hat, kann sich in der Kurverwaltung melden“.

Kirchhoff kündigte zudem an, vor dem Hintergrund, dass 2020 in Travemünde 7500 Ferienbetten zur Verfügung stünden, die touristische Infrastruktur auf den Prüfstand stellen zu wollen. Dabei müsse auch die extrem angestiegene Zahl der Tagesgäste berücksichtigt werden. „Wir hatten in diesem Jahr drei Mal mehr Besucher als 2017 und allein 160 000 Euro Einnahmen durch den Verkauf von Tageskarten“. Dazu notierte sich der Kurdirektor einige Anregungen aus dem Ortsrat: das Aufstellen von mehr Fahrradbügeln an der Promenade, die Verlängerung der Holzstege am Strand bis ans Wasser, die Ausweisung von jeweils zwei Behindertenparkplätzen an den Strandzugängen entlang der angrenzenden Straßen, den Bau von zusätzlichen Duschen und Toiletten sowie das Aufstellen von mehr Abfallbehältern in ganzen Stadtteil.

Thomas Krohn

Bau wird durch Unterstützung der Possehl-Stiftung und des Bauvereins realisiert. Die Stadt stellt die Fläche kostenlos zur Verfügung. Die Initiative Brolingplatz muss nur die laufenden Kosten tragen.

14.09.2018

Alleine schafft sie es nicht: Die acht Tonnen schwere „Seekuh“ wird zu Wasser gelassen – mithilfe eines Krans. Der Katamaran ist in Lübeck gebaut worden. Ein Müllsammel-Schiff zum Zusammenbauen.

14.09.2018

Das Landgericht Lübeck hat in der Strafsache gegen Detlef H., Ex-Leiter des Weißen Rings in Lübeck, entschieden, nur ein Hauptverfahren zu eröffnen. Die Staatsanwaltschaft zieht dagegen vor das OLG.

13.09.2018