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20:34 30.11.2013
Hat Freude an seiner Arbeit: Goldschmied Dominik Thurau. Quelle: Risch
Lübeck

Schon als 16-Jähriger hatte er ein klares Berufsziel: Goldschmied. Doch der von ihm „ausgeguckte“ Lehrherr Frank Nicolaisen sagte ihm, er möge mit 18 noch einmal wiederkommen. Der junge Lübecker Dominik Thurau ging und absolvierte erst einmal in Hamburg eine Uhrmacher-Ausbildung. Und wurde anschließend erneut vorstellig bei „Panzerknacker“, der Goldschmiede von Nicolaisen und Claudia Teichmann, die ihn nun einstellten. Eine gute Entscheidung, wie unlängst eindrucksvoll bestätigt wurde.

Denn der 23-jährige Dominik Thurau, seit Januar Goldschmiede-Geselle, konnte jetzt mit seinem Gesellenstück gleich zweimal punkten: Er wird am 7. Dezember in Dortmund im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck, der die Festrede hält, als Bundessieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ausgezeichnet. Zudem gewann Thurau in der Kategorie „Die gute Form im Handwerk“. Gerechnet habe er überhaupt nicht damit, „aber ich habe mich natürlich tierisch gefreut“, erzählt der 23-Jährige.

Sein Gesellenstück ist ein Medaillon aus 750er Gelbgold, das in seinem Innern eine fein gravierte Silbermünze enthält, die von der Größe her auch als Einkaufs-Chip verwendet werden könnte. Was allerdings ein teurer Spaß werden könnte, wenn man den Chip im Einkaufswagen vergisst. Für Lehrherr Frank Nicolaisen ist das Gesellenstück von Dominik Thurau „schon eher ein Meisterstück, denn viel mehr geht nicht“. Nicht nur die ungewöhnliche Form des Medaillons — es ist weder rund noch eckig, sondern eher blattförmig —, sondern auch die handwerkliche Ausfertigung inklusive kompliziertem Konter-Scharnier sei schon ungewöhnlich. Er freue sich „besonders, dass die Form gewürdigt wird.“

Thurau hat es sich nicht leicht gemacht — und etwas Besonderes geschaffen. „Wenn man schon mal die Gelegenheit hat, frei zu gestalten, dann sollte man sie auch nutzen“, sagt er. Sein Medaillon hat einen Wert von rund 6500 Euro. Das Geld für das Material hat er sich von seinen Eltern geliehen, die ihn auch nach Dortmund begleiten. Noch ist das Gesellenstück in Westfalen, später wird es eine Zeit lang im Betrieb ausgestellt. „Und ab und an werde ich es rausholen, dann darf meine Freundin es tragen“, sagt der junge Goldschmied.

Natürlich wird er nächste Woche seinen guten Anzug tragen, denn schließlich trifft man nicht alle Tage den Bundespräsidenten. Die Moderation in Dortmund hat Michaela Padberg vom WDR. Eine richtig wichtige Veranstaltung, bei der Thurau einer derjenigen ist, die im Mittelpunkt stehen.

sr

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