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Lokales Lübeck Das sind die wildesten Tattoos der Lübecker
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14:23 25.08.2019
Ricardo Morales zeigt das feurige Tattoo auf seinem rechten Oberschenkel: eine Stierkampf-Szene. Quelle: 54° / Felix König
Lübeck

Martin Niels (34) zieht sein Shirt aus und sagt: „Vier Stunden Schmerzen.“ Auf Brust und Bauch des Mannes sind die Umrisse eines Teufels zu sehen. Es ist der Anfang des „Bodysuits“, für das er 20 Stunden einplant. Nach der ersten Etappe folgt eine Pause von vier Wochen. „Die Haut muss sich beruhigen, sonst entzündet sie sich“, sagt Niels. Er kennt sich aus. Er ist der Shop-Manager von Kingstreet Tattoo & Piercing.

Ein Teufel auf der Brust

Der 34-Jährige hat viele Tattoos auf seinem Körper verteilt, neben Teufeln auch Totenköpfe. „Weil ich der kleine Teufel bin“, sagt er grinsend. Er mag die Band Iron Maiden, eine britische Musikgruppe, die 1975 gegründet wurde. Und er hat sich zum Ziel gesetzt, seinen ganzen Körper mit Tattoos bedecken zu lassen. „Mal sehen, wann ich soweit bin.“

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Auch Lübeck geht unter die Haut

Peter Piplak (47) mag auch Masse. Der 47-jährige Vater von fünf Kindern hat neun Tattoos über den ganzen Körper verteilt. Das zehnte Motiv ist in Arbeit. Das älteste Motiv ist ein Panther, den er sich als 17-Jähriger ausgesucht hat. Das jüngste Tattoo zeigt an seinem Unterarm die Lübecker Stadtsilhouette vor brennendem Himmel. Dazu die Buchstaben IPW von Independent Pro Wrestling in Lübeck. Piplak mag nicht nur Wrestling, sondern auch Fußball. Auf seinem Unterschenkel prangt daher ein Bullterrier, der in Verbindung mit einem Offenbacher Verein steht.

Er liebt Polen und Piroggen

Piotr Bienko (27) hat ein Faible für Polen. Er ist in der Nähe von Stettin geboren, liebt Piroggen und hat sich vor sechs Jahren einen polnischen Adler samt Flagge auf die Brust tätowieren lassen. „Ich wollte schon als Junge immer ein Tattoo haben, so wie mein Onkel“, sagt er. Wo seine Heimat ist, das ist für ihn „trotzdem schwer zu sagen“. Denn in Lübeck hat er inzwischen Familie und Freunde gefunden, spielt im Fußballverein VfL Vorwerk und fühlt sich wohl. Aber Polen bleibe Polen, meint er.

Figur aus einer Zeichentrickserie

Auch André Ott (19) hat erst ein Tattoo, und das ist noch in Arbeit. Vier Stunden muss er warten, bis Nico Wagner den ersten Teil der Figur aus einem japanischen Zeichentrickfilm fertig hat. „Das wird EVA 01“, sagt der 19-Jährige und erzählt von der Anime-Fernsehserie aus dem Jahr 1995. Die erfolgreiche Produktion bilde die Basis für viele später erschienene Mangas, Spiele, und Filme. „Ich bin absoluter Fan davon“, verrät Ott.

Der Traum von der Seefahrt

Frank Stieghorst liebt maritime Motive. „Mein Vater war Seemann, er ist früh gestorben, und die Tattoos erinnern mich immer an ihn“, sagt der Inhaber von „Nautik Ink“. Sein großflächigstes Motiv ist ein Kapitän am Steuerrad mit Möwen und Segelschiff dazu. Ursprünglich wollte der 49-Jährige mal Schiffsmechaniker werden. „Bin aber irgendwie abgedriftet“, sagt er. Jetzt ist er nicht nur Geschäftsmann, sondern auch Mitveranstalter der Balticbay Tattoo Convention.

Sein erstes Motiv hat sich der Lübecker als junger Mann mit Nadel und Skriptol selber in den Arm gestochen. „Hat sich böse entzündet“, erinnert er sich. Später ist Stieghorst zu Profis gegangen und trägt inzwischen unzählige Tattoos auf dem ganzen Körper. „Auf den Armen wünsche ich mir inzwischen was Neues, bunter“, erzählt er und wendet sich dafür an Lars Hintze (43) von „Be.Different.“

Zeichen für Unendlichkeit

Der Lübecker hat sich auf Laser-Tattoo-Entfernung spezialisiert. Aber nicht, weil der Trend ein Ende hat. „Im Gegenteil“, meint Hintze, „die meisten Leute lassen sich ihre Tattoos aufhellen, um etwas Neues drüber zu machen.“ Laut Hintze sind die symmetrischen Muster oberhalb des Steißbeins (vulgo „Arschgeweih“) inzwischen out. Angesagt ist die liegende Acht als Zeichen für Unendlichkeit. Gerne schreiben die Leute Namen dazu. Und wenn die nicht mehr passen, muss Hintze wieder ran.

Großvater verehrte den Stierkampf

Ricardo Morales (54) lässt sich von Trends nicht beeinflussen. „Meine Tattoos spiegeln meine Lebensgeschichte und Persönlichkeit wider“, betont der Lübecker. Daher prangt auch ein großflächiger Stierkampf auf seinem rechten Oberschenkel. Vor sechs Jahren hat er sich für das Motiv entschieden. Morales ist Spanier, und schon sein Großvater liebte den Stierkampf.

Von Cosima Künzel

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