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Lübeck Diakonie bietet in Lübeck Beratung für Teilhabe
Lokales Lübeck Diakonie bietet in Lübeck Beratung für Teilhabe
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18:14 26.11.2018
Wollen mehr Teilhabe ermöglichen: Berater Moritz Stahl (l.), Landesverband-Koordinatorin Christiane Schlüter, Berater Helmut Müller-Lornsen. Quelle: Friederike Grabitz
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Lübeck

Für Menschen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen und deren Angehörige gibt es ein neues Angebot: Mitarbeiter der Diakonie helfen ihnen, Zugang zu Bildung, zum Arbeitsmarkt, zu medizinischer Unterstützung oder sozialer Teilhabe zu finden.

„Wir beraten unabhängig“, sagt Christiane Schlüter, Teilhabe-Koordinatorin im Diakonie-Landesverband. Das sei wichtig. „Wir hatten einen Klienten, dem die Krankenkasse erst kein behindertengerechtes Fahrrad genehmigen wollte“, erzählt sie. Nach der Beratung habe er das Fahrrad bekommen. „Ob Betroffene das Haus verlassen und selbstbestimmt leben können, ist oft abhängig davon, ob sie Hilfe bekommen“, sagt Mitarbeiter Moritz Stahl.

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Viele wüssten nicht, dass sie Hilfe beantragen könnten, sagt Stahl. Zielgruppe seien beispielsweise auch Patienten mit der Diagnose für eine chronische Erkrankung oder Eltern suchtkranker Jugendlicher. Die Anlaufstelle, die mit zwei Mitarbeitern vorübergehend ein Büro am Flughafen hat, baut nun Netzwerke auf, um Betroffene zu erreichen. Zudem sucht sie ehrenamtliche Peer-Berater, gern auch mit eigener Handicap-Erfahrung.

Nach dem Bundesteilhabegesetz soll jeder Kreis und jede kreisfreie Stadt eine „ergänzende, unabhängige Teilhabeberatung“ (kurz EUTB) anbieten. Die Beratungsstelle verfügt über jährlich rund 100 000 Euro Budget, davon kommen sieben Prozent vom Diakonischen Werk, den Rest finanziert das Arbeitsministerium. Sie arbeitet mit einer zweiten Beratungsstelle vom Verein zur Förderung der Teilhabe in Lübeck zusammen.

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung Lübeck hat ihr Büro Am Flugplatz 4. Sie ist zu erreichen unter Telefon 043 31/59 34 95 oder per E-Mail an eutb-hl@diakonie-sh.de. Das Angebot wird ergänzt um die kostenlose App „Teilhabeberatung“.

Friederike Grabitz

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