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Lübeck Die Bauchmuskel-Challenge
Lokales Lübeck Die Bauchmuskel-Challenge
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18:10 30.03.2017
Trainerin Susanne Bullerjahn (l.) unterstützt Nadine Wapner bei der richtigen Ausführung der Kraftübungen.
Trainerin Susanne Bullerjahn (l.) unterstützt Nadine Wapner bei der richtigen Ausführung der Kraftübungen. Quelle: Foto: Olaf Malzahn
Lübeck

Eines vorweg: Frauen sind niemals zufrieden. Schon gar nicht mit sich selbst. Egal ob Größe 56 oder 36, zu verbessern gibt es immer etwas. Und so kommt es mir gerade recht, dass mein Fitnessstudio in den letzten Wochen immer wieder folgende Veranstaltung ankündigt: „I shape you“ mit Fitnessguru Boris Kren. Für den Fall, dass jemand ihn nicht kennt, liegt eine Ausgabe der Men's Fitness mit seinem Konterfei auf dem Titel direkt am Tresen. Sein Körper ist schonmal spitzenmäßig.

Die Ergebnisse der ausgewählten Teilnehmer im Heft machen mir Mut. Da lese ich von Anna aus Rennerod, die in den acht Wochen des Programms über acht Kilo verlor. Eine Maike schaffte in der gleichen Zeit sogar 13 Kilo. Nicht schlecht, zumal neben dem Gewichtsverlust auch einige Muskeln aufgetaucht sind.

Ich mache gern und oft Sport und würde behaupten, mich gesund zu ernähren. Alles in allem finde ich mich okay. Nur was sich beharrlich versteckt, ist der klitzekleinste Ansatz von Bauchmuskeln. Oder wie meine Trainerin immer sagt: „Jeder hat ein Waschbrett, es liegt nur noch zu viel Wäsche drauf.“ Bei mir ist es definitiv noch mindestens ein halber Korb! Und warum sollte jemand wie Boris Kren mir nicht dabei helfen, die Sachen nach und nach verschwinden zu lassen? Ich melde mich also an. Schaden kann's nicht.

Als der Abend langsam näherrückt, freue ich mich auf die Vorstellung. Natürlich habe ich vorher schon im Internet hin und her gegoogelt und mich über Boris Kren informiert. Auf Youtube gibt es zahlreiche Videos, in denen er sich nicht selten mehreren Hundert Menschen an einem Abend präsentiert. In Lübeck sind es gerade 20. Der Norden braucht wohl etwas mehr Motivation. Dennoch gibt sich Boris Kren euphorisch. Ihm sei es egal, ob vier oder 400. Die Hauptsache sei schließlich, etwas verändern zu wollen.

In privater Atmosphäre geht es in den kommenden zwei Stunden um Ernährungsmythen, Basics über das Sportprogramm, die Bestandteile einer gesunden Ernährung und wie viel sie eigentlich ausmacht – wahnsinnige 70 Prozent. Heißt für mich: Wenn ich mich nicht daran halte, kann ich Sport machen, bis der Arzt kommt . . .

Der Abend ist nicht nur informativ, er ist vor allem eins: sehr unterhaltsam. Der Fitnesscoach punktet mit Fachwissen, seine Art es zu präsentieren, gleicht eher der eines Stand-up-Comedians, der sein Publikum immer wieder zum Lachen bringt. Dabei bleiben aber auch essentielle Dinge nicht auf der Strecke. Regelmäßig essen zum Beispiel und dabei weder Kohlenhydrate, Eiweiße noch Vitamine vergessen. Am Nachmittag fallen die Kohlenhydrate allerdings weg. Boris ergänzt: „Es sei denn, du machst abends noch Sport. Falls du also sagst, ,Schatz, ich hatte Nudeln‘, weiß dein Mann Bescheid!“ Der Saal lacht – mal wieder.

Am Ende der Vorstellung stehen zwei Fragen im Raum. Erstens: Mitmachen oder nicht? (Hab ich für mich ziemlich schnell mit Ja beantwortet). Zweitens: Welche Variante ist die passende? Vorgestellt hat Kren nämlich verschiedene. Für die ganz Hungrigen fünf Mahlzeiten am Tag, für die mit weniger Zeit eher drei. Und dann noch eine mit individueller Ernährungsberatung, wenn das Ziel eine deutliche Körperfettreduzierung sein soll.

Bingo, sage ich! Jetzt nur noch messen und ein Vorher-Foto knipsen, sagt Boris. Und letzteres am besten auf den Nachttisch stellen. Ist effektiver als am Kühlschrank. Das auf mich abgestimmte Ernährungsprogramm stellt mir mein neuer Coach zusammen. Drei Mahlzeiten am Tag, zur Auswahl stehen jeweils zwei Gerichte. Das Ganze dauert acht Wochen. Eine überschaubare Zeit, wenn ich damit am Ende endlich mein Ziel erreichen kann. Leicht wird es allerdings nicht, das wissen wir beide. „Du brauchst Durchhaltevermögen.“ Hab ich, denke ich – zumindest jetzt noch . .

Ob es so bleibt, lesen Sie in den kommenden acht Wochen jeweils am Wochenende in Ihren LN. Kommentieren und motivieren ausdrücklich erwünscht!

Schreiben Sie mir: nadine.wapner@ln-luebeck.de

Das „Shape-Programm“

Im Norden bietet das Lübecker Studio Fit in Form das „Shape“-Programm an (shape: englisch für gestalten). Bevor es losgeht, wird der Körperfettanteil eines jeden Teilnehmers ermittelt und ein individueller Trainingsplan erarbeitet.

Trainiert wird in kleinen Gruppen zweimal pro Woche an den Geräten. Außerdem wird eine zusätzliche Cardio-Einheit empfohlen. Für die acht Wochen des Programms erhält jeder Teilnehmer einen Ernährungsplan.

Preise: 139 Euro für Nichtmitglieder. Mitglieder zahlen einmalig 99 Euro. Bei Interesse per Telefon bei Gesa Jörgensen im Fit in Form melden: 0451/57757.

 Nadine Wapner

Nachgefragt bei Boris Kren:

LN: Was genau unterscheidet Ihr Programm von anderen auf dem Markt, beispielsweise dem von Sophia Thiel oder Detlef D. Soost?
Kren: In aller erster Linie meine persönliche Zielsetzung. Ich verfolge das Ziel, auch wenn das Programm online angeboten wird, mit jedem einzelnen Teilnehmer des Professional Pakets wirklich telefonieren zu können. So kann ich zu 100 Prozent gewährleisten, jedem den bestmöglichen Ernährungsplan zu liefern.

LN: Was halten Sie von der altbewährten Erfolgsformel, Kohlenhydrate zu reduzieren oder wegzulassen?
Kren: Kohlenhydrate sind dafür da, den Körper und vor allem unsere Muskulatur optimal mit Energie zu versorgen – für eine erhöhte Aktivität. Wenn man also den Fettstoffwechsel richtig in Gang bringen möchte, hat es überhaupt keinen Sinn, gute Kohlenhydrate wie Vollkornnudeln, Reis oder Mehrkornbrot zu reduzieren oder ganz wegzulassen. Ganz im Gegenteil, 90 Prozent meiner Seminarzuhörer und Online-Kunden „klagen darüber“, dass sie – seit sie mich kennen – wesentlich mehr essen müssen als vorher. Glücklicherweise nehmen sie trotzdem ab.

LN: Welcher Ernährung-Sünde verfallen Sie gelegentlich?
Kren: Tatsächlich werde ich schwach, wenn meine Frau in der Küche steht und Muffins macht. Aber meist kontrolliert einmal pro Woche.

LN: Wie motivieren Sie sich jeden Tag neu und welche Tipps geben Sie Teilnehmern, falls der innere Schweinehund doch mal wieder zum Vorschein kommt?
Kren: In meiner Welt dreht sich alles um Ziele im Leben. Eines meiner größten Ziele ist, meinen Kindern und meiner Familie Sicherheit bieten zu können. Dies ist mit Abstand mein größter Motivationsfaktor. Wenn ich mit Menschen zu tun habe, frage ich oftmals nach ihren Zielen und versuche herauszufinden, wie sehr sie ihren Zielen verbunden sind. Oft stellt sich heraus, dass zwar ein Ziel vorhanden ist, aber keine Verbundenheit. Das ist dann mein Ansatz.

LN: Welches Erlebnis war Ihr schönstes als Trainer?
Kren: Das Tollste für mich als Coach ist es immer, wenn ich am Ende einer Projektzeit die Erfolge und Resultate mit den Teilnehmern feiern kann.

 ndne