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Lübeck Die Cougars rutschen ans Tabellenende
Lokales Lübeck Die Cougars rutschen ans Tabellenende
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11:13 02.09.2012
Von Volker Oertel
Es ging um alles oder nichts bei diesem Spiel...

Geschafft und unglücklich war Lübecks Headcoach Mark Holtze nach dem Abpfiff des in Hamburg mit drei Pünktchen verlorenen Duells um den GFL-Erhalt. Er meinte nach dem Abrutschen ans Tabellenende: „Man kann uns nicht vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben. Aber wir haben in entscheidenden Phasen leider entscheidende Fehler gemacht. Nun müssen wir halt unsere Chance am letzten Spieltag gegen Berlin wahren, um die Relegation noch zu umgehen.“

Nach dem Kickoff erwischten die Gastgeber vor 1675 Fans den besseren Start und legten durch einen von Quarterback Tory Cooper selbst erlaufenen Touchdown nebst Zusatzkick von Timo Erbs ein 7:0 vor. Doch das schockte die „Berglöwen“ nicht. Fünf Minuten später stand es 7:7. Nach einem 20-Yard-Pass von Andrew Hill marschierte der kanadische Receiver Mike Kresowaty mit dem Lederei weitere 40 Yards in die Devils-Endzone. Anschließend erkickte Daniel Töllner den Ausgleich.

Im zweiten Abschnitt ging das Schicksalsspiel ähnlich munter hin und her. Und das gefiel den 200 Cougars-Fans in der Adolf-Jäger-Kampfbahn, die nach 18 Minuten sogar die 10:7-Führung durch ein 30-Yard-Fieldgoal durch Töllner bejubeln durften. Doch 39 Sekunden vor der Halbzeitpause sorgte Cooper per 40-Yard-Pass auf Philipp Heider für den zweiten Hamburger Touchdown, wobei die Cougars-Cornerbacks gegen die tiefstehende Sonne alt aussahen. Erbs war’s egal. Er trat den Ball zum 14:10 durchs Gestänge.

Auf der Tribüne war der Lübecker Anhang dennoch gut drauf. Allen voran Torsten Schwinge als ASC-Vorsitzender, der meinte. „Das ist ein kurzweiliges und erfreulich faires Derby – trotz aller Brisanz. Jetzt müssen die Jungs nur aufpassen, dass sie sich nach der Pause nicht gleich den Schneid abkaufen lassen.“ Doch genau das geschah: In der zweiten Minute des dritten Drittels ließ sich die Cougars-Defense erneut durch einen 40-Yard-Pass von Cooper auf Julian Banks überrumpeln, so dass nach dem dritten Hamburger Touchdown und dem dritten Erbs-Zusatzkick ein 21:10 auf der Anzeigetafel stand.

180 Sekunden später kam’s noch dicker: Nach einem Töllner-Punt durfte Devils-Receiver Banks die „Pille“ an der 20-Yard-Linie aufnehmen und sie über 80 Yards zum 27:10 in die Gäste-Endzone tragen. Auch wenn der anschließende Erbs-Kick misslang, befürchtete Schwinge: „ Das war’s dann wohl.“

Doch die „Berglöwen“ bäumten sich noch einmal auf und verkürzten durch Mike Davis und einen Töllner-Kick zumindest auf 17:27.

Das vierte Viertel begann mit einem Hill-Fehlpass ähnlich unglücklich wie das dritte: Die Devils nutzten diesen Ballgewinn durch einen weiteren Touchdown-Pass auf Banks zum 33:17, verpatzten anschließend aber die Two-Point- Conversion, so dass erneut Kresowaty mit einem 75-Yard-Lauf das 23:33 aus Lübecker Sicht markieren konnte. Und als Runningback Mike Davis 5:22 Minuten vor Ultimo sogar noch das 29:33 erlief, mutierte plötzlich der entnervte Devils-Chefcoach Max von Garnier an der Seitenlinie zum „Rumpelstilzchen“. Auch der 80-Yard-Lauf von Banks nebst dem Erbs-Kick zum 40:29 war noch nicht das Ende   vom Lied. Davis fing nämlich noch einen Hill-Pass zum 35:40 in der Hamburger Endzone, ehe Locklan Gilbert per Two-Point-Conversion sogar den 37:40-Anschluss herstellte. Doch in der hektischen Schlussphase wollte der Ausgleich nicht mehr fallen.

Nun fällt die Entscheidung über den sicheren GFL-Erhalt oder den Gang in die Relegation gegen den Zweitliga-Nordmeister am kommenden Sonnabend im Fernduell zwischen Devils (in Dresden) und Cougars (gegen Berlin Adler).

oel

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