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Lokales Lübeck Die Lübecker Schau der guten, alten Kisten
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15:39 19.07.2019
Immer für einen Hingucker gut: Reges Interesse beim 32. Lübecker Oldtimer-Tag. Quelle: 54° / Felix Koenig
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St. Gertrud

 Geschätzte 5000 Menschen haben jetzt den 32. Lübecker Oldtimertag besucht. 150 der alten, guten Vehikel waren aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen gekommen. Sogar für Teilnehmer aus Dänemark, Schweden und Norwegen waren die Wege nicht zu weit. Auf die Beine gestellt wurde die Schau vom TÜV Nord und dem Lübecker Oldtimer-Club (LOC).

Eine Carrera-Bahn für die Kinder

Bestimmt der längste und größte Oldtimer war der legendäre Lübecker Stadtwerke-Bus. Und dann waren da natürlich auch die eigentlichen Stars auf dem Parkplatz von Lidl: Der schnittige Fiat-Spider, schwere Opel-Limousinen, ein alter Benz mit blank gewienertem Kühler und blinkendem Stern, aber auch Motorroller standen sozusagen Spalier vor den Augen der neugierigen Besucher. Es gab Livemusik, und in der Tüv-Prüfhalle war eine Carrera-Bahn für die Kinder aufgestellt. Für die gebotene Sicherheit sorgten Teilnehmer des DRK, und von der Feuerwehren Bliestorf und Schlutup gab es praktische Übungen zum Zugucken, einen Getränkewagen und ein Grillzelt.

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Es gibt auch Jungtimer

Der LOC ist kein Verein. Es ist ein loser Stammtisch von 16 Liebhabern, die sich regelmäßig treffen, um zu fachsimpeln. „Dann stehen Ausfahrten, technische Annahmeprobleme oder Ersatzteilbeschaffung, Pflege, Wartung und Oldtimerzulassungen auf der Tagesordnung“, sagt LOC-Chef Hans-Joachim Süllau. Jeden zweiten Dienstag im Monat trifft sich die Veteranen-Truppe beim TUS Lübeck in der Schlutuper Straße. „Auch Jungtimer, also Besitzer von etwa 20 Jahre alten Autos, sind bei uns gern gesehen“, sagt Süllau, der noch Nachwuchs für den Stammtisch sucht. Im Winter, wenn nicht die Zeit für Oldtimer ist, werden Erste-Hilfe-Kenntnisse aufgefrischt oder auch mal die Lufthansa-Technik in Hamburg besucht. „Mir gefällt der lockere, ungezwungene und freundliche Umgang unter Gleichgesinnten“, bekennt der Oldtimer-Fan, der einen 69 Jahre alten „Ford Prefect“ sein Eigen nennt.

Die sonst strengen Tüv-Mitarbeiter gaben geduldig Auskunft, sie konnte man über technische Auflagen, Zulassungen und Richtlinien befragen. Ach so, natürlich war bei den Oldtimerfreunden auch zu erfahren, wann ein Auto überhaupt ein Oldtimer ist: „Es muss 30 Jahre alt sein, und es muss sich in einem Originalzustand befinden“, so Süllau, der sich schon auf das nächste Oldtimertreffen in Lübeck beim TÜV Nord im Juli 2020 freue.

Rüdiger Jacob

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