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Lokales Lübeck Die Pinien-Wurst aus Lübeck
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07:12 27.05.2019
Bei Fabian Heissing (r.) gibt es die erste vegane Pinien-Wurst der Welt. Björn Zuev hat sie erfunden. Quelle: Lena Modrow
Innenstadt

Eine Wurst, die pikant schmeckt, völlig frei von tierischen Produkten ist und auch noch gut in einen Hot Dog passt – so etwas hat Fabian Heissing, der Betreiber des Imbisses H7, schon länger gesucht. Bei vielen vegetarischen Würsten, die er seit der Eröffnung des Pavillons am Holstentor getestet hatte, passte immer irgend etwas nicht – der Geschmack oder auch die Zutaten. „Wenn da ein großer Teil Hühnereiweiß aus ungeklärter Herkunft enthalten ist, kann ich das nicht guten Gewissens anbieten.“

Hot Dogs aus der Region

Denn Heissing setzt auf Qualität und Nachhaltigkeit; Wurst und Brötchen seiner Hot Dogs kommen von lokalen Produzenten, die Toppings sind aus eigener Herstellung. Zwar schnitzte für die Vegetarier und Veganer in der Vergangenheit auf Anfrage eine „Zucchini in Wurstform“. „Aber vielen fehlte einfach das ‚Wurst-Feeling‘“, so Heissing.

Pinien-Wurst als Attraktion

Björn Zuev entwickelt mit seiner Frau Ludmilla Produkte aus Piniensamen. Quelle: Lena Modrow

Idee kam bei der Wildbratwurst

„An einem Abend im Herbst letzten Jahres aß ich bei Fabian eine Wildbratwurst“, erzählt Zuev. „Und da kamen wir ins Gespräch.“ Der 35-Jährige erzählte, dass er Koch ist und Pinienkern-Produkte kreiert. Da kam Heissing eine Idee. Er sagte: „Ich gebe dir ein Jahr Zeit, eine Pinien-Wurst zu entwickeln.“

Testwurst nach wenigen Monaten

Die Pinien-Wurst gibt es im Imbiss H7 am Holstentor-Pavillon. Quelle: Lena Modrow

Pinie und geheime Zutaten

Pinienflocken, Pinienöl und noch ein paar geheime Gewürze und nicht-tierische Zutaten braucht es. Schließlich, nach dem zweiten Testlauf, konnte Heissing die Wurst schon zur neuen Saison in das Sortiment des H7 nehmen. „Das ist die erste vegane Wurst der Welt, die aus Pinienkernen besteht“, sagt Zuev. Er hat recherchiert: Bisher gab es nur in Frankreich eine Fleischvariante, der Pinienkerne lediglich beigemischt worden sind.

Wurst aus glücklichen Pinien

Dank der Tatsache, dass Pinienzapfen fast gar nicht von Parasiten befallen werden, müssen die Pinienkerne kaum bis gar nicht behandelt werden und sind daher nicht belastet. Zuev bezieht sie aus einem Staatsforst im russischen Altai-Gebirge, wo er sich auch schon die Ernte angesehen hat und mittlerweile sogar eigene Mitarbeiter beschäftigt. „Daraus ergibt sich Wurst aus glücklichen Pinien ohne Massenkernhaltung“, scherzt Fabian Heissing. Und dieses Qualitätsmerkmal könnte auch schon bald für das nächste Produkt gelten, das die beiden entwickeln wollen – nämlich ein veganes Burger-Pinien-Patty.

Lena Modrow

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