Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Die „ewige“ Baustelle von Travemünde
Lokales Lübeck Die „ewige“ Baustelle von Travemünde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:15 08.05.2014
Derzeit rollen in der Fehlingstraße nur die Bagger. Doch das soll sich bald ändern: Ende Mai, so versprechen es die Entsorgungsbetriebe, sollen die Kanalarbeiten nach zwei Jahren beendet sein. Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat
Travemünde

Lärm, Staub und immer wieder Umwege: Die Anwohner in der Travemünder Fehlingstraße haben in den vergangenen zwei Jahren einige Einschränkungen hinnehmen müssen. Viele sind genervt. Doch jetzt schöpfen sie Hoffnung: Ende Mai soll die Dauerbaustelle in Travemünde endlich der Vergangenheit angehören. „Gott sei Dank“, atmen Hans und Marion Fasshold erleichtert auf. Denn derzeit können sie die Baufahrzeuge vom Wohnzimmer aus sehen und hören. Eine enorme Belastung. „Morgens um sieben Uhr fangen die Leute an. Wenn wir Glück haben, sind sie um vier Uhr nachmittags weg“, erzählen die beiden.

Auf der Terrasse sitzen sie schon lange nicht mehr. „Und auch die Fenster und die Autos brauchen wir nicht zu putzen, sie stauben sofort wieder ein“, erzählt Hans Fasshold.

Die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) haben in der Fehlingstraße in drei Bauabschnitten eine Trennung der Schmutz- und Regenwasserleitungen in der Kanalisation vorgenommen. Die Kosten für die Baumaßnahme tragen allein die Entsorgungsbetriebe. „Die Anwohner wurden von Anfang an darüber informiert, dass die Arbeiten rund zwei Jahren dauern“, erzählt Sprecherin Cornelia Tews. Für das Unternehmen wäre eine kürzere Bauzeit in diesem Bereich auch nicht möglich gewesen. „Um den Tagesbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen, arbeiten wir abschnittsweise. Neben der Verlegung der Leitungen bedarf es außerdem jeder Menge Reparaturarbeiten“, so Tews. Erschwerend kommt hinzu, dass in der Hochsaison von Juni bis September nicht gebaut werden darf. Derzeit laufen nun die letzten Feinarbeiten. Im dritten Abschnitt wird in diesen Tagen die Oberfläche wieder hergestellt, dann soll alles fertig sein.

Für das Ehepaar Fasshold eine Erlösung. „Wir machen drei Kreuze, wenn alles durch ist“, sagen sie. Doch es gibt auch einige wenige Anwohner, denen die Baustelle künftig fehlen wird. Ein paar Häuser weiter leben die Brüder Julius (4) und Philip (6). Während Philip auf einem kleinen Spielbagger über die Straße rollt, thront sein kleiner Bruder hoch oben auf einem aufgeschütteten Sandberg. In der Hand hält er eine kleine Schaufel, mit der er eifrig im Sand buddelt. „Die Kinder sind ganz begeistert von den Baggern vor der Tür“, weiß Mutter Katrin Sobieksi, „sie sind sicher enttäuscht, wenn die Baustelle weg ist.“ Doch die 31-Jährige selbst freut sich, wenn die schweren Geräte Ende Mai endlich abrücken. „Dann läuft wenigstens der Verkehr wieder normal“, so die junge Mutter.

„Fenster und Autos brauchen wir nicht zu putzen, sie stauben gleich wieder ein.“
Anwohner Hans Fasshold

Maike Wegner

Die Kreuzung von Wallbrecht- und Walderseestraße auf Marli ist gestern eine Stunde gesperrt worden.

08.05.2014

Zehn Schüler der Schule Tremser Teich verschönern ihren Schulhof.

08.05.2014

Abgemahnt werden Fahrzeuge ohne Kennzeichen. Manchmal wurden die Nummernschilder jedoch gestohlen.

08.05.2014