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Lübeck 13 Millionen Euro für Lübecks Schulen
Lokales Lübeck 13 Millionen Euro für Lübecks Schulen
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16:32 26.09.2019
Mit 13 Millionen Euro können die Lübecker Schulen aus dem Digitalpakt des Bundes rechnen. Das berichten die Lübecker Landtagsabgeordneten. Quelle: dpa
Lübeck

Die Hansestadt erhält 13 Millionen Euro aus dem Digitalpakt des Bundes. Das berichten die vier Lübecker Landtagsabgeordneten Wolfgang Baasch, Kerstin Metzner und Thomas Rother (alle SPD) sowie Anette Röttger (CDU).

170 Millionen Euro fließen nach Schleswig-Holstein

Im Februar hätten sich Bund und Länder auf den Digitalpakt für Schulen geeinigt, „endlich setzt das Land die Vereinbarung um“, erklären die SPD-Landtagsabgeordneten. Insgesamt überweist die Berliner Große Koalition 170 Millionen Euro an Schleswig-Holstein, Lübeck erhält davon 13 Millionen Euro.

„Wir sind vorbereitet“, sagt Bürgermeister Jan Lindenau (SPD): „Wir haben fast alle Schulen bereits mit WLan ausgestattet.“ Ein Konzept für die Umsetzung der Digitalisierung in den Schulen sei schon erarbeitet worden.

Digitale Medien halten schon länger Einzug in die Klassenzimmer. Quelle: Lutz Roeßler

„Damit kann die Digitalisierung in den Schulen den Schub bekommen, der lange überfällig ist“, sagen Baasch, Metzner und Rother: „ Die Gelder könnten für gute Anbindung ans Internet oder Stellen im IT-Support verwendet werden.“ Die SPD-Abgeordneten kritisieren allerdings die lange Dauer des Verfahrens: „Die Stadt hat die entsprechenden Medienentwicklungspläne seit über einem Jahr in der Schublade, bis August sollten alle Schulen ans WLan angeschlossen sein.“ Vor einem halben Jahr habe der Landtag darüber diskutiert. Das Bildungsministerium habe sich seither sehr viel Zeit gelassen.

Jede Schule kann mindestens 45 000 Euro bekommen

Die Abgeordneten loben allerdings, dass die Kieler Bildungsministerin Karin Prien (CDU) die Anregung der SPD, die Verteilung der Mittel an den Schülerzahlen zu orientieren, aufgenommen habe. „Als Sockel erhalten die Schulen mindestens 45 000 Euro“, sagen die Abgeordneten.

Geld für digitale Präsentationstechniken

„Das gibt den Schulträgern nun die Sicherheit vor Ort“, sagt die CDU-Abgeordnete Anette Röttger, „die Richtlinie für den Geldfluss wird nächste Woche veröffentlicht und tritt rückwirkend zum 17. Mai in Kraft.“ Ab sofort könnten die öffentlichen Schulen Geld aus dem Digitalpakt stellen. Das Geld sei in erster Linie für den Aufbau und die Erweiterung digitaler Infrastruktur vorgesehen. Röttger: „Das meint stabiles WLan und die Nutzung digitaler Präsentationstechniken an Schulen.“  

Von Kai Dordowsky