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Lübeck Die nächsten drei Jahre eine Baustelle
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18:38 01.10.2019
Zentimetertief steht das Regenwasser auf der Baustelle der Albert-Schweitzer-Schule auf Marli. Die Bauarbeiten für den Umbau und die Erweiterung kosten 16,5 Millionen Euro, knapp 6,3 Millionen Euro gibt das Land dazu. Quelle: Wolfgang Maxwitat
St.Gertrud

Architektin Christiane Leiska vom Büro PLP aus Hamburg und Braunschweig redete nicht um den heißen Brei herum. „Baulärm, Dreck, Umwege, Bälle in der Baugrube, verbeulte Zäune“ würden auf die 529 Schüler und 50 Lehrer der Albert-Schweitzer-Schule in den kommenden drei Jahren zukommen. Als Lohn winke ein „ganz modernes Schulgebäude mit einer anderen Dachform, anderen Fenstern und einem innovativen Brandschutzkonzept“, sagte Leiska, „alle Flure können möbliert und genutzt werden.“

Grundsteinlegung

Diese schöne neue Welt ist am Tag der Grundsteinlegung nur mühevoll vorstellbar. Es schüttet aus Kübeln, die Feiergesellschaft drängt sich unter Pagodenzelten, und auf der frischen Bodenplatte sammelt sich das Regenwasser. Die Zweit-, Dritt- und Viertklässler sowie ihre Musiklehrer, die die kleine Feier stimmungsvoll und bewegungsintensiv einleiten, sind anschließend klatschnass. „Holt euch ne Wurst“, entlässt Schulleiter Jan-Eric Becker die Sängerinnen und Sänger ins Trockene.

6430 Quadratmeter neue Nutzfläche

„Die Grundschule rückt an die Gemeinschaftsschule heran, es wird nur einen Eingang geben“, beschreibt Architektin Leiska die Pläne, „wir bauen eine Mensa, einen Musikraum und Arbeitsräume für die Lehrer.“ In einem zweiten Bauabschnitt, für den Hunderte Schüler hin- und herziehen müssen, entstehen naturwissenschaftliche Fachräume, Kunst- und Werkräume. Im Oktober 2022 soll alles fertig sein.

Mit 16,5 Millionen Euro ein Großbauprojekt der Hansestadt

Insgesamt ziehen die Baufirmen 6430 Quadratmeter neue Räume hoch. Wenn das alles fertig ist, wird die alte Grundschule abgerissen. Sie macht Platz für eine neue Sporthalle, die im Preis nicht drin ist. Grund- und Gemeinschaftsschule erhalten abgetrennte Schulhöfe. Die Parkplätze vor dem Haupteingang werden am Rand der Sporthalle geschaffen. Die Fahrradständer werden an einer Stelle konzentriert.

Mit 6,5 Millionen Euro ist die Albert-Schweitzer-Schule ein Großbauprojekt der Hansestadt. Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos) rechnet im Januar mit einem Zuwendungsbescheid des Landes über knapp 6,3 Millionen Euro. Geld, das die Stadt dringend braucht. Denn auch bei diesem Bauvorhaben explodieren die Baukosten.

1956 gegründet

Die Albert-Schweitzer-Schule auf Marli wurde 1956 eröffnet. Das Gebäude ist mittlerweile stark sanierungsbedürftig. 2010 wurde sie von einer Grund- und Hauptschule in eine Grund- und Gemeinschaftsschule umgewandelt. 2013 bis 2016 wurde die „zukunftsorientierte Schule von morgen“ geplant. Zu Beginn des Schuljahres 2014 wurden Unterrichtscontainer aufgestellt. Seit Februar 2010 leitet Jan-Eric Becker die Schule.

Mit dem Umbau und der Erweiterung würde nicht nur das Defizit an Klassen- und Fachräumen behoben, sagte Hagen: „Hier entsteht ein zukunftsorientierter Schulstandort, der Lernen und Lehren nach den modernsten pädagogischen Konzepten ermöglicht.“ Das Besondere: An der Planung waren nicht nur Fachleute beteiligt. In Stadtteilkonferenzen und Zukunftswerkstätten konnten sich Lehrer, Schüler, Eltern und Anwohner in das Projekt einbringen.

„Ein großer Tag für Marli“

„Wir haben lange auf diesen Moment gewartet“, erklärte Schulleiter Becker, der im Februar 2010 das Amt übernahm und so manche Kröte schlucken musste. 2013 begannen die Planungen für die Erweiterung. Zwischendurch mussten Klassenräume gesperrt werden, weil das Dach einzustürzen drohte. Später wartete die ganze Schule ein Jahr lang auf Bauarbeiter. „Aber jetzt bekommen wir ein schönes und modernes Schulgebäude“, sagte Schulleiter Becker, „das ist ein großer Tag für die Schule und für Marli.“

Von Kai Dordowsky

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