Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Einblicke in vergangene Industriekultur
Lokales Lübeck Einblicke in vergangene Industriekultur
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:10 27.08.2014
Stellten das neue Standardwerk des Industriemuseums vor: Birgit Rohde (v. l.), Renate Menken, Helga Martens, Wolfgang Pötschke, Wolfgang Muth und Frank Krakow. Quelle: Heiko Pump
Kücknitz

„Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und war besonders von den aussagekräftigen Bildern beeindruckt.“ So hat Renate Menken das neue Standardwerk des Industriemuseums Geschichtswerkstatt Herrenwyk gelobt. Damit brachte die Vorsitzende der Possehl-Stiftung das zum Ausdruck, was das neu aufgelegte Buch zum Ziel hat: Einen bedeutenden Teil Lübecker Geschichte spannend zu erzählen und mit eindrucksvollen Bildern zu dokumentieren.

Das Standardwerk zeigt, wie die Menschen während der Zeit des Hochofenwerkes in Kücknitz gelebt und gearbeitet haben. Es dokumentiert die Geschichte des Werkes im Jahr 1905, zeigt die verschiedenen Werksanlagen und die sozialen Einrichtungen. Dazu beleuchtet es das Leben der Arbeiter und ihrer Familien in der Kolonie. Das Buch endet mit einem traurigen Blick auf den Konkurs des Hochofenwerkes im Jahr 1981.

Notwendig wurde die Neuauflages des Standardwerks, weil die alte Version von 1985 nach ihrer letzten Auflage 1993 nicht mehr nachgedruckt werden konnte. Der Grund: Die Druckvorlage war im Zuge der Digitalisierung im Verlag Max Schmidt-Römhild verlorengegangen. Dieser Verlust sollte sich als nicht allzu schmerzlich herausstellen. Während der Vorgänger eher wissenschaftlich und bilderarm daherkam, ist die 160-seitige Neuauflage in einem handlichen Format mit knappen und gut verständlichen Texten ausgestattet, die aber im Wesentlichen durch ihre Bilder aus der damaligen Zeit beeindruckt. „Wir wollten Geschichte und Geschichten anhand von Fotos erzählen“, sagte Museumsleiter Dr. Wolfgang Muth, der die Fotos aus seinem Archiv zusammengetragen und die Texte verfasst hat.

Das gelungene Layout und Design stammt von Birgit Rohde, gedruckt wurde wieder bei Schmidt-Römhild. „Die digitale Vorlage ist gut gespeichert“, versicherte Frank Krakow vom Verlags- und Druckhaus.

Initiator der Neuauflage von „Leben und Arbeiten in Herrenwyk, Lübecker Industriekultur“, so der Titel des Standardwerkes, ist der Förderverein des Industriemuseums Geschichtswerkstatt Herrenwyk.

Deren Vorsitzende Helga Martens zeigte sich ebenso begeistert von dem Buch, wie auch Wolfgang Pötschke, der Vorsitzende der Sparkassenstiftung. „Ohne die finanzielle Unterstützung der beiden Stiftungen, hätten wir das Buch nicht herausbringen können“, so Martens. Die Gesamtkosten betragen rund 8000 Euro. Von der Possehl-Stiftung kamen 3800 Euro, die Sparkassenstiftung beteiligte sich mit 3100 Euro. Neben diesen finanziellen Beiträgen stecken unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit in dem Buch. Das interessante Werk gibt es zum Preis von 15 Euro ab sofort im Buchhandel und im Industriemuseum.

hp

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wiwag lässt 36 Gymnasiasten eine Woche lang eine Firma führen. Planspiel der Kaufmannschaft startet bald.

27.08.2014

50 Boule-Spieler aus Schweden zu Gast in Lübeck.

27.08.2014

Der Grüne Kreis hat in Buntekuh einen schmucken Kleingarten gestaltet. Dort finden auch Veranstaltungen statt.

27.08.2014