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Lübeck Endgültig: Flughafen-Ausbau kann starten
Lokales Lübeck Endgültig: Flughafen-Ausbau kann starten
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15:36 20.12.2018
Nach zehn Jahren vor Gericht: Der Flughafen Lübeck kann jetzt ausgebaut werden. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

Startklar: Der Lübecker Flughafen kann ausgebaut werden. Jetzt ist das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Schleswig (OVG) vom 28. Februar rechtskräftig. Das bestätigt das Land. Gegen das Urteil wurde keine Beschwerde eingelegt. Das Gerichtsverfahren hat zehn Jahre gedauert. Nun steht der Ausbau endgültig fest.

„Das ist ein guter Tag für die Region“, freut sich Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP). Und vor allem: „Das ist eine wichtige Weichenstellung für die Betreiber, um ihre ehrgeizigen Pläne Schritt für Schritt zu verwirklichen.“ Denn der Flughafen gehört mittlerweile dem Unternehmer Winfried Stöcker. Er hatte angekündigt, den Airport zum Medizin-Drehkreuz machen zu wollen.

Vier Eigentümer

In den zehn Jahren zwischen Klage und Urteil hat sich Lübecks Flughafen-Welt völlig verändert. 2009 flogen noch die Billigflieger Ryanair und Wizz Air ab Blankensee. Das neuseeländische Unternehmen Infratil war damals Eigentümer des Airports. Doch Infratil stieg im Oktober 2009 aus. Die Stadt verkaufte den Flughafen an einen Deutsch-Ägypter, der pleite ging und einfach verschwand. 2014 wurde der Airport an einen Chinesen verkauft, mit dem der Flughafen ebenfalls Insolvenz anmelden musste. Im Sommer 2016 übernahm Unternehmer Winfried Stöcker aus Groß Grönau den Airport.

Blick zurück: Am 27. Februar 2009 hat das Land den Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Flughafens vorgelegt. Die Nachbargemeinde Groß Grönau klagte dagegen. Formal richtete sich die Klage gegen das Land. Auch die Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm und ein Privatmann reichten Klage ein. Zehn Jahre später wurde das Urteil gefällt. Am 28. Februar 2018 entschieden die Richter des OVG: Der Flughafen darf ausgebaut werden. Lediglich die Zeiten für Nachtflüge wurden eingeschränkt. Für die Nachbarn bedeutet das ein bis zwei Stunden Nachtruhe mehr. Niemand legte Beschwerde gegen das Urteil ein. Damit ist der Ausbau des Flughafens seit dem 18. Dezember 2018 rechtskräftig. Allerdings: Es gibt keine Frist, wann der Flughafen-Ausbau starten muss. Der Planfeststellungsbeschluss ist wie eine Baugenehmigung, sie verpflichtet nicht zum Ausbau. Erst wenn jahrelang nichts passiert, könnte jemand die Aufhebung des Airport-Ausbaus beantragen.

Der Ausbau im Detail: Die Start- und Landebahn darf um 155 Meter auf 2257 Meter verlängert werden. An beiden Enden wird sie mit Wendehammern versehen. Konkret: Die Start- und Landebahn wird um 95 Meter gen Osten und 60 Meter gen Westen in Richtung Groß Grönau verlängert. In diesem Zuge wird die Landungslinie um 120 Meter ebenfalls in Richtung Westen verlegt.

Josephine von Zastrow

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