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Lübeck Engholm fordert Neuorientierung der Werte
Lokales Lübeck Engholm fordert Neuorientierung der Werte
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12:52 04.05.2019
Björn Engholm (rechts) referierte bei der Veranstaltung „Begegnung in Wort und Ton“ der SPD-Ortsvereine Kücknitz und Travemünde zum Thema Europa. Quelle: Thomas Krohn
Travemünde

Europa – Begegnung in Wort und Ton“, lautete die Überschrift einer Veranstaltung, zu der die SPD-Ortsvereine Travemünde und Kücknitz am Freitagabend in das Gesellschaftshaus eingeladen hatten.

Als Gastredner war ein prominenter Lübecker Sozialdemokrat gekommen: Björn Engholm. Der ehemalige Ministerpräsident und Kanzlerkandidat kritisierte, dass sich das ganze Leben in Europa an der Ökonomie orientiere und rief dazu auf, dieser Entwicklung entgegenzutreten.

Müssen einen kritischen Dialog führen“

Glaube, Kultur, Künste, Sinne und eine kluge Gestaltung des Allgemeinwesens – diese Werte zögen sich durch die Geschichte Europas, führte Engholm vor den etwa 60 Besuchern aus. Bis heute gebe es keinen Kontinent, der eine solche Fülle von Kultur und Künsten anbiete wie Europa.

Allerdings: „Mit der Ratio, dem Verstand, ist es heute nicht mehr so weit her.“ Kritisches Denken finde kaum noch statt. „Wenn wir Europa wieder beleben wollen, müssen wir den kritischen Dialog führen und raus aus der Eintönigkeit des geistigen Lebens“, sagte der Sozialdemokrat.

„...damit die Menschen gut und in Würde leben können“

Der 79-Jährige forderte zudem eine Neuorientierung der Werte: „Sie müssen wieder großgeschrieben werden.“ Zu den Werten gehöre auch die Würde des Menschen. „Es kann nicht sein, dass etwa der Lkw-Fahrer auf der einen Seite der Grenze den Mindestlohn erhält und der Kollege gegenüber in Rumänien mit 3,50 Euro abgespeist wird. Das ist unwürdig.“

Engholm erinnerte an Helmut Schmidt, der einen ökonomischen Zusammenhalt in Europa gefordert habe. Kleinere Staaten, die meinten, in der Gemeinschaft allein leben zu können, würden es künftig sehr schwer haben. „Einigkeit in Europa ist eine Grundvoraussetzung, damit die Menschen gut und in Würde leben können“, so der Sozialdemokrat abschließend.

Enrico Kreft zitiert Willy Brandt

Enrico Kreft aus Lübeck, schleswig-holsteinischer SPD-Spitzenkandidat für die Europawahl, zitierte aus früheren Reden von Willy Brandt und Helmut Schmidt zum Thema Europa. So habe Brandt als Europaabgeordneter bereits 1979 gefordert, dass die Gemeinschaft mehr für die schwachen Regionen unternehmen müsse.

Schmidt sagte in einer Rede vor dem SPD-Bundesparteitag 2011, dass die Europäische Union nicht zu einem bloßen Staatenbund verkommen dürfe, sondern eine sich dynamisch entwickelnde Gemeinschaft werden müsse.

Käsespießen, Wein, Bier und Wasser

Durch den Abend führte der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Pito Bernet. Für die musikalische Umrahmung sorgte Katharina Schwerk von der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie, die selbst komponierte Popsongs vortrug und sich dazu auf dem Klavier begleitete. Bei Käsespießen, Wein, Bier und Wasser wurde nach den Vorträgen noch in gemütlicher Runde beisammengesessen.

RND/Thomas Krohn

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