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Lübeck Gewalt gegen Zugbegleiter: Täter wird in Lübeck gefasst
Lokales Lübeck Gewalt gegen Zugbegleiter: Täter wird in Lübeck gefasst
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15:33 12.02.2020
Am Lübecker Hauptbahnhof endete am Dienstag die Fahrt für einen 26-Jährigen, der einen Zugbegleiter geschlagen hatte, ohne Ticket, Geld und Ausweis unterwegs war. Quelle: Agentur 54°
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Es war am Dienstagmorgen, 7.30 Uhr: im Regionalexpress von Neubrandenburg in Richtung Lübeck konnte der 26-Jährige bei der üblichen Fahrausweiskontrolle kein Ticket vorlegen. „Da der Mann angab, kein Geld und auch keinen Ausweis mitzuführen, wurde er von der Weiterfahrt ausgeschlossen“, sagt Sven Klöckner von der Bundespolizeiinspektion Kiel.

Plötzlich die Faust ins Gesicht geschlagen

Also sollte der 26-Jährige am Bahnhof Schönberg den Zug verlassen. Allerdings war er da bereits so in Rage geraten, dass er mehrfach gegen die Scheiben des Zuges schlug, sich plötzlich zum Zugbegleiter umdrehte und ihm mit der Faust ins Gesicht schlug. Der Attackierte verlor das Gleichgewicht und fiel zu Boden. Klöckner: „Aufmerksame Reisende bekamen den Vorfall mit und schritten beherzt ein. Somit konnte Schlimmeres vermieden werden.“

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Kollegin des Verletzten informierte Bundespolizei

Während der gewalttätige Mann den Bahnsteig verließ, setzte der an der Stirn verletzte Zugbegleiter die Fahrt fort und erstattete Strafanzeige bei der Bundespolizei. Eine aufmerksame Zugbegleiterin meldete sich knapp eine Stunde später bei der Bundespolizei: Sie hatte den 26-Jährigen aufgrund der Täterbeschreibung im Zug nach Lübeck entdeckt.

Den Täter erwarten Strafverfahren

Eine Streife der Bundespolizei stellte den jungen Mann dann wenig später am Lübecker Hauptbahnhof. Da er sich nicht ausweisen konnte, wurde er mit auf die Wache genommen. „Bei der Identitätsfeststellung stellte sich heraus, dass der Mann zur Aufenthaltsermittlung der Staatsanwaltschaft Lübeck ausgeschrieben war“, so Klöckner. Zudem müsse er nun mit Strafverfahren wegen Körperverletzung und Erschleichen von Leistungen rechnen.

Zugbegleiter ist krank geschrieben

Der attackierte Zugbegleiter musste nach Angaben der Bundespolizei wegen seiner Verletzung einen Arzt aufsuchen und ist für mehrere Tage krankgeschrieben.

Von Sabine Risch