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Lübeck Bahnlärm: Lübeck fordert leise Brücken
Lokales Lübeck Bahnlärm: Lübeck fordert leise Brücken
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14:28 31.05.2019
Die Züge, die über die Eisenbahnbrücken an der Kanaltrave donnern, verursachen großen Lärm. Die Bürgerschaft fordert vom Bund eine Entdröhnung der 90 bis 100 Jahre alten Bauwerke. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

 Wenn die Feste Fehmarnbeltquerung in Betrieb genommen wird, rechnet Lübeck aktuell mit 377 statt 183 Zügen pro Tag, die durch die Hansestadt rollen. Knapp 50 Millionen Euro meldet die Stadt deshalb beim Bund für Lärmschutzmaßnahmen an.

377 Züge –unter ihnen 800 Meter lange Güterzüge –werden täglich durch Lübeck rollen, wenn die Feste Fehmarnbeltquerung fertig ist. Quelle: Kai Dordowsky

Doch die Bürgerschaft will mehr. Einstimmig wurde beschlossen, dass auch die beiden direkt nebeneinander liegenden Eisenbahnbrücken über die Kanaltrave entdröhnt werden sollen. „Diese Brücken in der Nähe des Wohngebietes Roter Löwe machen den meisten Lärm“, berichtet SPD-Verkehrspolitiker Ulrich Pluschkell, „damit haben viele Menschen ein Problem.“ Bisher sah der Forderungskatalog nur die Entdröhnung einer Brücke an der Warthestraße vor.

Die Kommunalpolitiker wollen, dass die Eisenbahnbrücken über die Kanaltrave entweder umgebaut oder sogar neugebaut werden. Entdröhnung bedeutet, dass beispielsweise nachträglich Matten unter den Schotter gelegt oder Gleisschwellen mit elastischem Material besohlt werden. Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos) versicherte den Politikern: „Das werden wir aufgreifen.“

CDU-Politiker Bernhard Simon fordert von Bausenatorin Joanna Hagen: „Kleckern Sie in den Gesprächen mit der Bahn nicht, klotzen Sie.“ Quelle: Lutz Roeßler

Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis macht den Lübeckern allerdings wenig Hoffnung: „Eine Veränderung der Brücke ist seitens der DB nicht geplant. Sie ist auch aufgrund der regelmäßigen Inspektionen nicht auffällig.“

Mit großer Mehrheit beschloss die Bürgerschaft außerdem, dass auch die Bahnstrecke von Hauptbahnhof nach Bad Kleinen in den Lärmschutz aufgenommen wird. „Wir müssen auch die Schutzbedürfnisse der Bewohner von St. Gertrud und St. Jürgen berücksichtigen“, sagt Detlev Stolzenberg, Fraktionschef der Unabhängigen.

„Der Lübecker Süden darf nicht abgehängt werden“, erklärt Bernhard Simon (CDU), „wir erwarten von der Verwaltung, dass sie für Schutzmaßnahmen kämpft.“ Die Bahnstrecke nach Bad Kleinen unterliegt allerdings einem anderen Planfeststellungsverfahren. Aus Sicht der Lübecker Politiker und der Verwaltung ist es unabdingbar, dass „im gesamten Stadtgebiet das gleiche Lärmschutz-Niveau gilt“, sagt Bausenatorin Hagen.

Ob Lübeck etwas in Sachen Lärmschutz bewegen kann, entscheidet sich in Berlin. „Der gesamte Forderungskatalog der Region soll vor der parlamentarischen Sommerpause dem Bundestag vorgelegt und als Gesamtpaket beschlossen werden“, erklärt die Stadtverwaltung.

Lange Güterzüge sorgen für lange Staus an den Schranken des Bahnübergangs Ratzeburger Allee. Quelle: Holger Kröger

Die CDU drängt auch weiterhin auf eine große Lösung für den Bahnübergang Ratzeburger Allee. „Minimale Verbesserungen bei der Zugsteuerung sind zu wenig für die Bürger im Süden und für das Uniklinikum“, sagt CDU-Politiker Simon. 10 000 Bürger sowie Patienten, Besucher und Mitarbeiter des UKSH seien vom Rest der Stadt abgeschnitten, wenn die Bahnschranken wegen langer Güterzüge extrem lange geschlossen seien.

Die Bauverwaltung verhandelt mit der Bahn über die Verlagerung von Signalen, so dass die Schließzeiten der Schranken um 40 Sekunden verringert werden können. Das sei zu wenig, kritisiert Simon: „Wir müssen im Gespräch mit der Bahn die perfekte Lösung anstreben.“

Kai Dordowsky

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