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09:55 29.12.2018
Zum Festmahl und zum Anstoßen: Sekt ist ein absoluter Klassiker zum Rutsch ins neue Jahr. Im Rewe-Markt in der Beckergrube sortiert Vitali Janke zusätzliche Flaschen in die Regale. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Innenstadt

Weihnachten ist vorbei und wie jedes Jahr steht schon der nächste Feiertag vor der Tür: der Rutsch ins neue Jahr. Und eines bleibt gleich: Am 31. Dezember steht bei den meisten Lübeckern ein Festessen auf dem Tisch. Doch ist das Jahr für Jahr das gleiche Essen? Nicht unbedingt, denn im Vergleich zum traditionellen Weihnachtsmahl variieren die Gerichte am Silvester-Abend.

Der Klassiker: Raclette oder Fondue. In vielen Haushalten glimmt der Topf mit heißer Brühe oder der heiße Stein mit den Pfännchen auf dem Tisch – so wie bei Tatjana Rasche. „Dieses Jahr essen wir Raclette, wobei wir sonst Fondue essen“, sagt sie. Allerdings könne man es nicht pauschalisieren, dass nur das eine oder das andere zu Silvester auf den Tisch kommt. „Ich glaube, dass eher die älteren Menschen strikt bei den traditionellen Gerichten bleiben.“ Bei der jüngeren Generation sei es eher ein Buffet, das auf der Party vernascht werde, sagt Rasche.

Dips, Fladenbrot und Salate dürfen dabei nicht fehlen. Und die gibt es bei Naciye Kubat im Özka Supermarkt in der Dr.-Julius-Leber-Straße. Die geröstete Auberginen-Creme sowie den Dattel-Chili-Dip verkaufe sie kurz vor Silvester am häufigsten. Aber auch die selbst gemachten Böreks, eine aus Yufka-Teig gerollte Back-Spezialität, sowie Fladenbrot werden gern gegessen. Bei ihr selbst gibt es eine gefüllte Pute mit Gemüse und Kartoffel, ein traditionelles Silvester-Gericht aus der Türkei. „Anstelle der Berliner essen wir eher Baklava“, sagt Kubat. Dabei handelt es sich um in Zucker eingelegtes Gebäck aus Blätterteig.

Anstatt der Berliner werden in der Türkei Baklava zu Silvester vernascht. Bei Naciye Kubat vom Özka Supermarkt in der Dr.-Julius-Leber-Straße werden diese noch selber gemacht. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Bei den meisten dagegen ist der Berliner vermutlich Pflicht. Mit den unterschiedlichen Glasuren wird das frittierte Gebäck am Montag die Backwarenvitrinen im Rewe-Markt in der Beckergrube füllen. „Wir haben dann zwei bis drei Brotsorten, einige Brötchen und Baguette – doch der Großteil des Sortiments wird aus Donuts und Berlinern bestehen“, sagt Marktleiter Vitali Janke. Sekt und alles was man zum Feiern braucht, sei im Markt zu Genüge auf Vorrat gelagert. Denn am Montag werde es mit Sicherheit hektisch, weiß Janke. Gleiches gilt für die Filialen der Stadtbäckerei Junge. Neun unterschiedliche Berliner-Sorten würden an Silvester angeboten, sagt Sprecher Gerd Hofrichter.

Anstatt eines traditionellen Karpfens kommen heute eher Lachs und Forelle zu Silvester auf den Tisch. Monika Tiedemann verkauft diesen im Fisch-Delikatessen-Laden Krützfeld in der Hüxstraße. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Auch Fischfreunde kommen auf ihre Kosten. „Früher war das traditionelle Fischgericht zu Silvester der Karpfen. Das ist heute nicht mehr so“, sagt Monika Tiedemann. Heutzutage verkauft sie im Fisch-Delikatessen-Geschäft Krüztfeld in der Hüxstraße eher Lachs – entweder den norwegischen Zuchtlachs oder den kanadischen Wildlachs.

Fabian Boerger

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