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Lübeck Feuerquallen auf dem Rückzug
Lokales Lübeck Feuerquallen auf dem Rückzug
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20:10 17.08.2018
Die rote Flagge als Zeichen für Badeverbot wehte gestern nur noch am Priwall, für Travemünde und Ostholstein gab es Entwarnung. Quelle: Fotos: Dpa
Travemünde/Ostholstein

„Heute haben wir bei unseren Kontrollfahrten kaum noch Feuerquallen im Meer gesichtet“, sagte gestern der Wachführer der DLRG-Hauptwache Travemünde, Jan Cramer. „Aber abgerissene Tentakel mit noch aktiven Nesselzellen, an denen sich Badegäste verbrennen können, treiben noch im Wasser“, sagte Cramer. Vorerst konnte die DLRG gestern aber eine Teilentwarnung geben. Am Strand von Travemünde wurde das Badeverbot aufgehoben, am Priwall wehten aber weiter die roten Flaggen.

Am Priwall galt gestern noch immer Badeverbot, in Travemünde und der ostholsteinischen Küste hat sich die Lage aber vorerst etwas entspannt. Insgesamt rund 700 Badegäste hatten in den vergangenen Tagen Beschwerden nach der Berührung mit Feuerquallen.

Noch am Donnerstag hatten DLRG-Rettungsschwimmer in Travemünde etwa 120 Badegästen nach Kontakt mit Feuerquallen Erste Hilfe leisten müssen. An den Stränden weiter nördlich zwischen Timmendorfer Strand und Scharbeutz hatten weitere 600 Badegäste über Beschwerden geklagt, nachdem sie mit den Nesseltieren in Berührung gekommen waren. Doch auch dort hat sich die Lage gestern entspannt. Zwar wurde für die Strände im südlichen Ostholstein am Vormittag noch eine amtliche Warnung wegen Feuerquallen herausgegeben, nach umfassender Kontrolle der Strände konnte diese kurze Zeit später aber wieder aufgehoben werden. Kreissprecherin Carina Leonhardt erklärte: „Die Küste wurde komplett abgefahren, im Wasser fanden sich nur noch vereinzelte Tiere, zudem hält ein ablandiger Wind die Quallen vom Strand fern.“

Eine Vorhersage für die nächsten Tage ist schwierig: „Das Auftauchen von Feuerquallen ist strömungs- und windabhängig“, sagt Klaus Holger Hecken, Einsatzleiter Küste der DLRG Schleswig-Holstein. Bei Unsicherheiten rät er Badegästen, die örtlichen Rettungsschwimmer anzusprechen. Sollten Badende bereits mit einer Feuerqualle in Berührung gekommen sein, raten Fachleute, die Haut mit Essigwasser, notfalls mit Meerwasser abzuspülen. Um die Nesselfäden zu entfernen, sollten diese mit feinem Sand oder Rasierschaum bedeckt werden. Dann ließen sich die Fäden abschaben.

Als Grund für das derzeitige Massenaufkommen von Feuerquallen in der Lübecker Bucht gilt der hohe Nährstoffeintrag. Er fördert das Planktonwachstum und so die Vermehrung der Quallen. Auch die Erwärmung der Ostsee infolge des Klimawandels begünstigt nach Ansicht von Wissenschaftlern die Quallenvermehrung.

lj

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