Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Feuerwehr zieht totes Wildschwein aus Stadtgraben
Lokales Lübeck Feuerwehr zieht totes Wildschwein aus Stadtgraben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:47 09.04.2018
Feuerwehrleute ziehen das tote Wildschwein mit einer Teleskopstange und einem Seil aus dem Stadtgraben ans Ufer. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Nachdem am 3. April bereits ein totes Wildschwein aus der Trave geborgen werden musste, waren die Feuerwehrleute der Wache 2 am Montagmorgen am Stadtgraben aktiv. Sie zogen das Tier mit einer Teleskopstange und einem Seil ans Ufer. Die Entsorgungsbetriebe entfernten den Kadaver.

Beim ersten Fund am vergangenen Dienstag mussten Taucher den Kadaver am Geniner Ufer in Lübeck bergen. Es hatte keine offensichtlichen Anzeichen für Krankheiten gehabt. Dennoch warnten die Jagdbehörde der Hansestadt Lübeck und der Amtstierärztliche Dienst vor dem Hintergrund der Afrikanischen Schweinepest davor gewarnt, Wildschweine zu füttern.

Der Wildschweinebestand hat in den letzten Jahrzehnten in vielen Regionen Europas erheblich zugenommen. Erkennbar ist dies auch an den Jagdstrecken. In der Hansestadt Lübeck wurden im zurückliegenden Jahr mit 598 Tieren so viele Wildschweine erlegt wie nie zuvor.

Angst vor der Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest, die bereits in einigen osteuropäischen Ländern grassiert, bedeutet nicht nur für den Wildschweinebestand eine erhebliche Gefahr, sondern ist auch für Hausschweine besonders gefährlich. Eine Impfung gegen diese Viruskrankheit wird auf absehbare Zeit nicht möglich sein. Da der zugenommene Wildschweinebestand die Übertragung der Afrikanischen Schweinepest fördert, sind zum 14. März 2018 die Jagdzeiten für Wildschweine geändert worden.

Seit diesem Zeitpunkt ist in Schleswig-Holstein die Jagd auf Wildschweine ganzjährig erlaubt. Ausgenommen sind lediglich Elterntiere, die für die Aufzucht ihrer Jungen notwendig sind.

Der Jagdbehörde ist bekannt, dass in einigen Bereichen der Hansestadt Lübeck durch Anwohner Wildschweine gefüttert worden sind. Es wird daher ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Füttern von Wildschweinen nicht zulässig ist und ein Zuwiderhandeln mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann. Gartenbesitzer werden aufgerufen, im Garten keine Speisereste zu entsorgen und Gartenabfälle unzugänglich für Wildschweine zu kompostieren.

Für Nachfragen stehen die Jagdbehörde, Herr Bold, Tel.: (0451) 122- 1516 oder Herr Hentschel, Tel.: (0451) 122- 1210 oder der amtstierärztliche Dienst, Frau Dr.Tischbirek, Tel.: (0451)122- 1213, zur Verfügung.

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!