Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Flughafen Lübeck: Ab 2020 geht es nach Italien
Lokales Lübeck Flughafen Lübeck: Ab 2020 geht es nach Italien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:03 21.08.2019
Ab April 2020 wird wieder ab Lübeck geflogen – zur Freude von Flughafen-Chef Jürgen Friedel (l.), Johanna Schmidt-Holländer und Oliver Gröpper (beide Neubauer Touristik). Quelle: Josephine von Zastrow
Lübeck

Auf nach Italien: Ab Lübeck starten 2020 zwei Flüge nach Neapel und nach Palermo. Allerdings: Es sind Charterflüge mit Pauschalreisen, keine Linienflüge. Angeboten werden diese von Neubauer Touristik.

Zwei Flüge nach Italien

Die genauen Daten: 8. April 2020 bis 15. April 2020 nach Neapel sowie 13. Mai bis 20. Mai nach Palermo. Kosten: ab 729 Euro aufwärts, inklusive Flug und Hotel. Ansonsten stellen sich die Gäste die Reise individuell zusammen, von Badeurlaub bis Rundreise. Geflogen wird mit einem A-320-Maschine mit 175 Sitzplätzen. Buchbar sind die Reisen über Neubauer Touristik in Flensburg oder online unter momento.reisen

Kleiner Anfang am Airport

Es ist ein kleiner Anfang. Aber: „Es ist die Wiederbelebung des Lübeck Flughafens“, sagt Airport-Chef Jürgen Friedel. Denn vor vier Jahren hob der letzte Passagierflieger ab. Es war ein Linienflug der Billigfluggesellschaft Wizz Air. „Wir starten erst einmal mit zwei Terminen“, sagt Oliver Gröpper, Geschäftsführer von Neubauer Touristik. Aber es sollen mehr werden. „Wenn das Interesse spürbar ist, dann werden wir in der zweiten Jahreshälfte 2020 noch weitere Reisen anbieten.“

Auf und ab in Blankensee

Am 6. August 1917 startete der Betreib am Flughafen Lübeck in Blankensee. Im Jahr 2000 kam der irische Billigflieger Ryanair, der dem Airport Passagierrekorde bescherte. 2005 wurden 715 000 Fluggäste gezählt. Die Zeit der Linienflieger endete 2016, als auch Wizz Air ging.

Vier Mal hat die Stadt den Airport verkauft– an Neuseeländer, einen Deutsch-Ägypter, einen Chinesen und schließlich an den Euroimmun-Gründer Winfried Stöcker. Der Unternehmer hat seinen Firmensitz in der Nähe des Flughafens, in der Nachbargemeinde Groß Grönau. Bis 2018 liefen Gerichtsverfahren gegen den Ausbau des Airports. Ende 2018 entschied das Oberverwaltungsgericht: Der Flughafen-Ausbau kann starten.

2020 gibt es noch weitere Flüge

Der Airport setzt jetzt auf die Kooperation mit Reiseveranstaltern wie Neubauer. „Es wird weitere Ankündigungen für 2020 geben“, verspricht Friedel. Außerdem soll es am Flughafen auch wieder Linienflüge geben – mit Lübeck Air. Diese Airline betreibt der dänische Anbieter von Charterflügen Air Alsie. Allerdings wird das noch dauern.

Kleiner Flughafen mit Charme

Kleiner Flughafen mit Charme, darauf setzt der Lübecker Airport. „Es gibt viel Menschen, die große Flughäfen meiden“, sagt Friedel. Zu unübersichtlich, zu wuselig, zu lange Wege. In Lübeck beginne der Urlaub indes bereits am Airport. „Hier sind die Parkplätze direkt vor der Tür“, stimmt Gröpper zu. 150 sind direkt vor dem Terminal-Gebäude, weitere 800 Langzeit-Parkplätze sind in der Nähe. Aktuell sind sie kostenlos. Aber: Das wird nicht so bleiben. Doch Friedel betont: „Die Preise werden weit unterhalb von denen der großen Flughäfen liegen.“

Mehr zum Lübecker Flughafen

Interaktiver Zeitstrahl: Chronik und Geschichte des Lübecker Flughafens

Themenseite: Alles zum Lübecker Flughafen

Flughafen Lübeck: Ab 2020 geht es nach Italien

IHK-Vollversammlung: Das ist das neue Konzept für den Flughafen in Lübeck

Fotos: Diese 20 Reiseziele wünschen sich Lübecker am meisten

Fotos: Fantastische Luftaufnahmen über Stormarn und Hamburg

Fotos: 100 Jahre Flughafen – die Feier

Für 15 Millionen Euro: Terminal wird modernisiert

Aktuell wird der Airport hübsch gemacht: 15 Millionen Euro investiert Eigentümer Winfried Stöcker in das Terminal. Bis April soll es umgestaltet sein. Derzeit wird das Gebäude völlig entkernt und neu gemacht. Zudem werden drei große Stahlhallen angebaut – sie sind jeweils 25 mal 5 Meter groß. Der Bauantrag ist gestellt, derzeit wird auf die Baugenehmigung gewartet.

Neubau des Terminals kommt später

Der Clou der Hallen: Sie können wiederverwertet werden. Denn der Flughafen plant einen kompletten Neubau des Terminals. Wenn der kommt, dann werden die Stahlhallen zu Hangars. Sie werden dann im Süden des Geländes platziert und dienen als Parkplätze für Flugzeuge.

Entwässerung des Airport-Areals

Aktuell wird zudem auf dem Airport-Areal gebaut: Die Entwässerung wird neu gemacht. Kosten: acht Millionen Euro. Die Hälfte davon zahlt die Stadt. Insgesamt übernimmt die Stadt 5,5 Millionen Euro an Kosten. So wurde es vertraglich vereinbart, als die Stadt den Airport verkauft hat. Die ersten Arbeiten an der Entwässerung sind Ende 2020 abgeschlossen. Bis alles fertig ist, dauert es bis Ende 2022.