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Lübeck Frauenhäuser: Neue Plätze reichen nicht
Lokales Lübeck Frauenhäuser: Neue Plätze reichen nicht
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15:49 23.11.2018
Zeitweise mussten Frauen, die vor häuslicher Gewalt flohen, im Büro des Autonomen Frauenhauses untergebracht werden. Quelle: HFR
Lübeck

Das Autonome Frauenhaus in St. Gertrud hat in diesem Jahr bis Ende Oktober 173 Frauen mit 224 Kindern aufgenommen. „155 Frauen mit 255 Kindern mussten wir enttäuschen und an weitere Häuser in Deutschland verweisen“, erklärt Sprecherin Anke Kock. Nach Schätzung der Linken mussten beide Frauenhäuser – das Autonome in St. Gertrud und das der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Innenstadt – mehrere Hundert Frauen und Kinder abweisen, weil keine Plätze frei waren.

Anke Kock (l.) vom Autonomen Frauenhaus schilderte der Landtagsabgeordneten der Grünen, Aminata Toure, bei einem Besuch im März die Lage. Quelle: Olaf Malzahn

Politik und Verwaltung haben in diesem Jahr die Zahl der Plätze in den Zufluchtsstätten von zusammen 55 auf nunmehr 69 aufgestockt. Von den 14 zusätzlichen Plätzen bekommt jede Zufluchtsstätte sieben. „Das ist angesichts der Zahlen ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt Katjana Zunft, Kreisvorsitzende der Linken und Bürgerschaftsmitglied, „wir müssen dafür sorgen, dass mehr Schutzplätze entstehen.“

Katjana Zunft (Linke) fordert mehr Fluchtplätze. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Das Autonome Frauenhaus lobt die schnelle Reaktion der Kommunalpolitik auf den akuten Notstand, mahnt aber beim Land vergleichbare Entscheidungen an. Anke Kock: „Eine landesweite Platzaufstockung ist mehr als überfällig.“

Nach Angaben des Bereichs Soziale Sicherung im letzten Sozialausschuss haben sich das Land und die kommunalen Spitzenverbände darauf geeinigt, dass in Schleswig-Holstein 30 zusätzliche Frauenhausplätze eingerichtet werden sollen. Von den 14 Plätzen in Lübeck werden bis zu fünf Plätze vom Land finanziert.

Kai Dordowsky

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