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Lübeck Freilichtbühne: Kinder feiern „Wickie“
Lokales Lübeck Freilichtbühne: Kinder feiern „Wickie“
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21:10 08.07.2015
Ein lustiges Trio: „Snorre“ (Benjamin Jansen, von links), „Wickie“ (Maren Meyer) und „Halvar“ (Martin Resch) diskutieren vor der großen Fahrt, ob der kleine, rotblonde Wikingerjunge mitfahren darf. Er ist bescheiden und ein wenig furchtsam, hat aber immer tolle Ideen. Quelle: Fotos: Cosima Künzel
Innenstadt

Emma sitzt vorne und jubelt. Die Sechsjährige ist ein kleiner „Wickie“-Fan und auf der Freilichtbühne kann sie ihren Helden jetzt ganz nah erleben. „Er ist gut, lustig und hat tolle Ideen“, sagt das Mädchen, das mit rund 1000 weiteren Zuschauern die Vorpremiere in den Wallanlagen feiert. Premiere ist am Sonnabend.

Erzählt wird im Open-Air-Theater die Geschichte von dem rotblonden Wikingerjungen, der zeigt, dass Kraft und Mut gar nicht so wichtig sind im Leben. „Es macht mir großen Spaß, ,Wickie‘ zu spielen, gerade weil er nicht so ein Haudrauf ist“, verrät Schauspielerin Maren Meyer. „Er ist bescheiden, schüchtern und manchmal auch ein bisschen feige.“ Dass dieser kleine Kerl trotzdem das Zeug zu einem Helden hat, beweist die 27-Jährige mit der roten Perücke im Verlauf des Stückes und spielt sich schnell wie der Nordwind in die Herzen der Kinder.

Auf der Freilichtbühne erleben sie, wie die Mannschaft ihre nächste Fahrt plant und „Wickie“ im Vorfeld Ängste plagen. Doch dank pfiffiger Ideen kann er nicht nur mit an Bord, sondern hilft den anderen aus mancher Klemme. „,Wickie‘ hat eine tolle Erfindung mit einem Fischernetz gemacht“, verrät die kleine Emma, „dazu muss man nicht stark sein, aber schlau.“

Zwei Plätze weiter sitzt Lotta (6). Sie findet „Snorre“ (Benjamin Jansen) klasse. „Der redet so komisch und kann nicht pfeifen“, erklärt das Mädchen mit Blick auf den Schauspieler im pinkfarbenen Hemd. Jansen ist zum ersten Mal auf der Freilichtbühne dabei und genießt die Atmosphäre. „Wenn man rauskommt auf die Bühne — diese Stimmung und alle rufen: ,Wickie‘. Das ist der Knaller.“ An der Rolle gefällt ihm, dass sich „,Snorre‘ im Bereich der Schadenfreude prächtig amüsiert“ und ein lustiger Polterkopf ist, den „Wickie“ eigentlich „doch ganz gut leiden“ kann. Schauspieler Martin Resch hingegen war schon als Kind begeistert von „Halvar“. „Der Klotzkopf ist die perfekte Rolle für mich.“

Regisseur Sven W. Pehla hat das Stück auf der Freilichtbühne zum ersten Mal inszeniert und hebt die „sehr, sehr gute Stimmung“ im Team hervor. „Wir sind seit drei Jahren eine eingeschworene Gemeinschaft, das ist toll“, sagt er im „Faxe“-Kostüm. Weil das Ensemble mit „Mein Freund Wickie“ und dem Sommer-Krimi „Der unheimliche Mönch“ ein strammes Programm vor sich hat, haben sie schon im April mit den Proben begonnen. Und das Ergebnis mögen auch Erwachsene. Karin Schulz (58) hat ihr Enkelkind begleitet und lobt die Vorstellung. „Es gibt auch so manchen Scherz, der für Erwachsene gedacht ist und mir gefallen hat.“ Erzieherin Anja Hannappel (50) ist mit dem Montessori Kindergarten Reinfeld nach Lübeck gekommen und hat vorher die „Wickie“-Bücher mit den Kleinen angeschaut: „Eine gute Vorbereitung.“ Und als die kleinen und großen Gäste am Ende gehen, klingen noch länger „Wickie-Wickie-Rufe“ durch die Wallanlagen.

Das Programm in den Wallanlangen für kleine und große Helden

25 Vorstellungen von „Mein Freund Wickie“ werden in diesem Sommer auf der Freilichtbühne in den Wallanlagen, Wallstraße 20, gezeigt.
Inklusive der beiden Schulvorstellungen vor der Premiere. Das Theaterstück für Kinder soll den kleinen Gästen Mut machen und zeigen, dass nicht Muskeln und Gewalt wichtig sind. Vielmehr können schlaue Einfälle und Köpfchen einen Jungen zum Helden werden lassen.


Gespielt wird von Sonnabend, 11. Juli, bis Sonntag, 30. August. Immer freitags, sonnabends und sonntags um 15 Uhr.


• Mehr Infos über die Freilichbühne und das Programm unter www.freilichtbühne-luebeck.de
Für Erwachsene gibt es einen Sommer-Krimi
Zehn Kriminalstücke stehen ebenfalls auf dem Programm der Freilichtbühne. Den Klassiker aus der legendären Edgar-Wallace-Reihe („Der unheimliche Mönch“) hat Regisseur Sven W. Pehla bearbeitet und inszeniert. „Der Krimi ist eine besondere Herausforderung für mich“, verrät Pehla voller Vorfreude.
„Der unheimliche Mönch“ ist von Freitag, 24. Juli, bis Sonnabend, 22. August, zu sehen und erzählt die Geschehnisse um das Herrenhaus von Monkshall. Nachts hörten die Bewohner immer das Gleiche: erst Orgelspiel und dann einen entsetzlichen Schrei. Manche sehen auch eine Gestalt in schwarzer Mönchskutte — und plötzlich gibt es einen Toten. Scotland Yard steht vor einem seiner größten Fälle.
Der Sommer-Krimi bringt Erwachsene jeden Freitag und Sonnabend, 20 Uhr, zum Gruseln. Karten gibt es im Internet, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter Telefon 04194/7564.

Cosima Künzel

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