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Lübeck Hansehalle wird ausgebaut
Lokales Lübeck Hansehalle wird ausgebaut
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16:32 02.10.2018
Mit knapp 2300 Plätzen ist die Hansehalle die größte Sporthalle im Süden Schleswig-Holsteins. Quelle: Felix König
St. Lorenz Nord

 Sieht Lübeck bald Spitzenhandball der 1. Bundesliga? Der VfL Lübeck-Schwartau strebt den Aufstieg in die Elite-Liga an. Das setzt die Stadt unter Druck. Die muss jetzt nachziehen und die Hansehalle als Heimspielstätte des Handball-Zweitligisten bundesliga-tauglich ausbauen. 2,25 Millionen Euro wird das kosten. Die Bürgerschaft hat der Ausgabe jetzt einstimmig ihren Segen gegeben. „Das ist total toll“, freut sich Michael Friedrichs, Chef der Zweitliga-Handballer, „auf dem Weg in die 1. Liga ist der Umbau der Hansehalle unumgänglich.“

VfL-Geschäftsführer Michael Friedrichs: „Der Umbau ist unumgänglich.“ Quelle: Agentur 54°

Die Deutsche Handball-Liga (HBL) und der Sportsender Sky stellen Anforderungen an eine erstliga-taugliche Spielstätte, die die Hansehalle derzeit nicht erfüllt. Die Verwaltung von Sportsenatorin Kathrin Weiher (parteilos) hat in einer Vorlage die Mängel aufgelistet. Die Beleuchtung ist zu schwach. 1500 Lux fordert die HBL für das Spielfeld, 600 bis 900 Lux schaffen die alten, mit Quecksilberdampf gefüllten Leuchten, die demnächst ohnehin verboten werden. Die Stadt hat bereits 300000 Euro für den Austausch in ihren Haushalt eingeplant.

Sportsenatorin Kathrin Weiher (parteilos): „Das ist eine Riesenchance.“ Quelle: Wolfgang Maxwitat

Auf dem Hallenboden sind Linien für verschiedene Sportarten – neben Handball auch Volleyball, Basketball und Badminton. Geht nicht, sagt die HBL, es dürfen nur Handball-Linien vorhanden sein. Also muss die Stadt einen Extra-Hallenboden anschaffen, der bei jedem Heimspiel extra verlegt wird. Dieser Boden muss auch gelagert werden, was bei den ohnehin knappen Räumlichkeiten zum Problem wird. Im gesamten Foyer- und Tribünenbereich muss laut Stadt der über 25 Jahre alte PVC-Fußboden erneuert werden. Auch die Berichterstatter brauchen mehr Platz. Die HBL fordert einen separaten Presseraum mit mindestens zehn Arbeitsplätzen sowie einen Multifunktionsraum für Pressekonferenzen. Für Fernseh-Übertragungen müssen zudem neue Kamera-Podeste gebaut werden.

Die Verwaltung schlägt deshalb den Ausbau der Hansehalle vor, indem das Foyer in Richtung Parkplatz verlängert wird. Die Bauverwaltung ist einverstanden, merkt aber an, dass dadurch Parkplätze verloren gehen. Die Kosten werden auf 2,25 Millionen Euro geschätzt. 300 000 Euro schießt die Possehlstiftung zu. 273 000 Euro steuert der VfL Lübeck-Schwartau bei. 215 000 Euro erhofft sich die Stadt aus einem Förderprogramm des Bundes. Den Löwenanteil von über eine Million Euro soll das Land zuschießen – aus einem Fördertopf für Sportstätten mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung. Das Geld sei sicher, versichert Friedrich Thorn, Bereichsleiter Schule und Sport bei der Hansestadt: „Wir hoffen, dass wir im Sommer 2019 mit den Umbauten starten können.“ Sportsenatorin Kathrin Weiher (parteilos) bestätigte im Hauptausschuss der Bürgerschaft: „Wir bekommen weit über eine Million Euro Zuschuss, das ist eine Riesenchance.“ Neben den 300 000 Euro für die neue Beleuchtung muss die Stadt noch weitere 162 500 Euro aufbringen.

Modernisierung und Ausbau der Hansehalle sind der erste Schritt. VfL Lübeck-Schwartau und die Stadt liebäugeln mit einem noch viel größeren Wurf – dem Bau einer neue Arena neben der MuK. Der VfL hat eine Machbarkeitsstudie dazu erstellt, deren Entwurf jetzt der Stadtverwaltung übergeben wurde. „Langfristig wird die ausgebaute Hansehalle mit ihren rund 2300 Plätzen nicht reichen“, erklärt Dr. Marc Weinstock, geschäftsführender Gesellschafter der DSK/Big-Gruppe und Mitglied des VfL-Beirates, dessen Unternehmensgruppe die Studie erstellt hat. Das Gutachten hat ergeben, dass Lübeck genug Einzugsbereich hat, um eine moderne Arena zu füllen. Das könnten die Handballer aber nicht alleine, stellt Weinstock klar. Dazu brauche es die Zusammenarbeit mit der MuK und viele Kongresse. Weinstock: „Das Potenzial ist vorhanden.“

Kai Dordowsky

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