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Lübeck Giftiger Rauch auf A 20 bei Lübeck: Lkw-Fahrer verhindert Unglück
Lokales Lübeck Giftiger Rauch auf A 20 bei Lübeck: Lkw-Fahrer verhindert Unglück
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17:34 13.06.2019
Die Gefahrgutspezialisten untersuchen den Anhänger. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Ein rauchender Lkw-Anhänger hat am Donnerstagvormittag für einen Großeinsatz der Feuerwehr auf der A 20 gesorgt. Vor allem die Gefahrgutspezialisten waren gefragt, da der Anhänger mit säurehaltigen alten Fahrzeugbatterien beladen war. Auf seinem Weg zu einem Entsorgungsunternehmen war dem Fahrer gegen 10.15 Uhr auf der Autobahn 20 in Höhe Lübeck-Genin aufgefallen, dass es aus seinem Anhänger rauchte.

Geistesgegenwärtig steuerte er umgehend den Parkplatz „Auf dem Karkfeld“ an. Dort koppelte er sofort den mit den Batterien beladenen Anhänger ab und brachte seine Zugmaschine in einiger Entfernung in Sicherheit. Nach dem Notruf wurde aufgrund der Ladung sofort die Berufsfeuerwehr Lübeck mit zwei Wachen und den dazugehörigen Freiwilligen Feuerwehren sowie der Löschzug Gefahrgut alarmiert.

Ein Großaufgebot von Gefahrgutspezialisten war auf dem Parkplatz Karkfeld an der A 20 bei Lübeck im Einsatz. Ein mit alten Fahrzeugbatterien beladener Lkw-Anhänger qualmte.

Anhänger wurde zu Entsorgungsunternehmen gebracht

Als die Einsatzkräfte vor Ort ankamen, qualmte es immer noch leicht unter der Plane des Anhängers. Umgehend wurde durch Polizei und Feuerwehr der gesamte Parkplatz geräumt, um eine weitere Gefährdung für Menschen und Fahrzeuge auszuschließen. In Vollschutzanzügen näherten sich zwei der insgesamt 65 Einsatzkräfte des Löschzuges Gefahrgut dem Anhänger und öffneten die Plane. Nachdem der Rauch entwichen war, konnte glücklicherweise festgestellt werden, dass sich kein weiteres Feuer entwickelt hatte.

Nach intensiven Beratungen zwischen Spediteur, Feuerwehr und Polizei entschied die Einsatzleitung schließlich, das Gespann in Begleitung von Polizei und Feuerwehrkräften zum Hof eines Lübecker Entsorgungsunternehmens zu bringen. Dort sollte die säurehaltige Ladung fachgerecht entladen werden. Der Parkplatz war durch den Einsatz über zweieinhalb Stunden voll gesperrt. Der Verkehr auf der A 20 selbst war jedoch nicht beeinflusst.

Brand hätte giftige Rauchwolke verursacht

Das äußerst schnelle und umsichtige Handeln des Fahrers, welches sowohl von der Feuerwehr wie auch der Polizei besonders gelobt wurde, soll eine weitere chemische Reaktion und ein größeres Feuer der mit Säure gefüllten Ladung verhindert haben. Ein solcher Brand hätte eine riesige, mit Schadstoffen belastete Rauchsäule zur Folge gehabt, so der Pressesprecher der Feuerwehr Lübeck, Lars Walther.

Mike Orend

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