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Lübeck Gegen Antisemitismus: Rapper Ben Salomo kommt nach Lübeck
Lokales Lübeck Gegen Antisemitismus: Rapper Ben Salomo kommt nach Lübeck
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15:50 08.11.2019
Rapper Ben Salomo wird am Donnerstag das Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium besuchen. Quelle: Christopher Civitillo
St. Lorenz Nord

Jüdisch sein und als Rapper auftreten – wie geht das zusammen? Ben Salomo soll den Neuntklässlern des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums eine Antwort auf diese Frage geben. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Guck mal, der Jude!“ der Friedrich-Naumann-Stiftung wird er kommende Woche mehrere Lübecker Schulen besuchen. Ben Salomo ist mit vielen unterschiedlichen kulturellen und religiösen Einflüssen aufgewachsen. Er wurde 1977 unter dem bürgerlichen Namen Jonathan Kalmanovich in der israelischen Stadt Rechovot geboren. Im Alter von vier Jahren siedelte er mit seinen Eltern in das damalige West-Berlin um und wuchs in den Hinterhöfen der Stadt unter arabischen und türkischen Einwanderern auf. 1997 begann er, Hip-Hop-Musik zu machen. Im Mai 2018 allerdings zog er sich wegen der starken judenfeindlichen Tendenzen aus der Deutschrap-Szene zurück.

Kampagne „#ClapForCrap“ kommt nach Lübeck

Im Rahmen der Kampagne „#ClapForCrap“ tourt Ben Salomo mit mehr als 50 Veranstaltungen 2019 und 2020 durch die Bundesrepublik. Auch am Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium wird er von seinen persönlichen Erfahrungen in der deutschen Rap-Szene und dem Alltag berichten und Erscheinungsformen von Diskriminierung und Judenhass diskutieren. Die Kampagne soll zu mehr Zivilcourage ermutigen. Wem mitten im Alltag ein diskriminierender Spruch begegnet, dem schlägt die Kampagne eine Antwort vor: „#ClapForCrap“. Entweder als Hashtag unter einen diskriminierenden Post, oder als konkrete Geste: ein lautes, langsames und ironisches Klatschen.

Abendveranstaltung für interessierte Eltern

Die Kampagne richtet sich aber nicht nur an Jugendliche: Für interessierte Eltern, Geschwister, Kollegen und Neugierige gibt es am Donnerstag in einer Abendveranstaltung ebenfalls die Gelegenheit, Eindrücke über das Problem des modernen Antisemitismus in der heutigen Jugendkultur zu gewinnen. Interessierte sind am Donnerstag, 14. November, um 19 Uhr in die Aula des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Von Sophie Schade

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