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Lübeck 18,5 Millionen Euro für St. Marien und das Stadttheater
Lokales Lübeck 18,5 Millionen Euro für St. Marien und das Stadttheater
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17:27 14.11.2019
14 Millionen Euro erhält Lübeck vom Bund für die Sanierung der Marienkirche. Die Sanierung des Gewölbes, der Pfeiler und der historischen Totentanz-Orgel verschlingt insgesamt 28 Millionen Euro. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Lübeck

14 Millionen Euro für St. Marien und 4,5 Millionen Euro für das Stadttheater: Der Bund öffnet seine Schatulle für zwei Lübecker Sorgenkinder. Die Marienkirche muss für insgesamt 28 Millionen Euro instandgesetzt werden, das Theater für neun Millionen Euro. Die Millionenförderung hat der Haushaltsausschuss des Bundestags beschlossen.

St. Marien und Theater können saniert werden

Großer Erfolg für Lübeck

Große Erleichterung in der Hansestadt. Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) spricht von einem großen Erfolg für Lübeck. Robert Pfeifer, Pastor der Kirchengemeinde St.Marien: „Es ist immer wieder eine großartige Erfahrung, dass wir gemeinsam für Lübeck so viel erreichen können.“ Auch die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm, die sich in Berlin für die Lübecker Sanierungsfälle eingesetzt hat, reagiert begeistert: „Dass es gelungen ist, eine so hohe Summe vom Bund zu bekommen, ist eher ungewöhnlich. Die Vorarbeiten haben sich gelohnt.“ Kirchengemeinde und Bürgermeister hatten sich gemeinsam an Bundespolitiker mit der Bitte um Hilfe gewandt.

Sanierung der Marienkirche kostet Millionen

In der Marienkirche muss unter anderem das Gewölbe für rund 7,1 Millionen Euro saniert werden. 4,7 Millionen Euro kostet ein Gerüst im Innern der Kirche, 3,3 Millionen Euro werden für Wand- und Pfeilerflächen sowie 3,8 Millionen Euro für die Rekonstruktion der historischen Totentanz-Orgel fällig.

Nach Angaben der CDU-Bundestagsabgeordneten Prof. Claudia Schmidtke sind von den 14 Millionen Euro des Bundes für das Jahr 2020 bereits 1,15 Millionen Euro in den Bundeshaushalt eingestellt, die restlichen 12,85 Millionen Euro seien als Verpflichtungsermächtigungen bis 2026 beschlossen worden. Schmidtke: „Damit entlastet der Bundestag die Spenden-Initiative des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg ‚Sieben Türme will ich sehen‘ in erheblichem Maße.“ Schon im vergangenen Jahr hatte der Bundestag die Sanierung von St. Marien mit 700 000 Euro unterstützt. Schmidtke: „Die Begleitung der Sanierung über sechs Jahre ist ein außergewöhnlicher Beitrag des Bundes für einen ebenso außergewöhnlichen Sakralbau.“

Die übrigen 14 Millionen Euro sollen durch Kirche, Kirchengemeinde, Stiftungen und Spenden finanziert werden. Bürgermeister Lindenau: „Als Schirmherr der Aktion ,Sieben Türme will ich sehen’ freue ich mich über jede Unterstützung der Lübeckerinnen und Lübecker.“

Arbeit des Theaters gesichert

Erleichterung auch beim Theater. Durch die Finanzierung des Bundes sei die Arbeit des Theaters und auch des Orchesters in Zukunft gesichert, erklärt Anne-Dore Brütt-Schwertfeger, Vorsitzende der Gesellschaft der Theaterfreunde. „Mit dieser Zusage können die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen in Angriff genommen und die hohe Qualität des Theaters für die Zukunft gesichert werden“, sagt Lindenau. Der Bund leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Kultur in Lübeck und Schleswig-Holstein, sagt die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD).

Für neun Millionen Euro muss die Spielstätte in der Beckergrube energetisch instandgesetzt werden. Der Brandschutz und die Elektroanlagen müssen erneuert und die Bühnentechnik modernisiert werden. Bürgermeister Lindenau will jetzt auf Landesebene für weitere Unterstützung für das Stadttheater werben: „Kulturpolitik ist nicht nur eine Aufgabe der Kommune, wie die großzügige Unterstützung des Bundes zeigt.“

Doch nicht nur Lübecks Kirchtürme, auch ein Leuchtturm der Kultur im Norden kann sich über Unterstützung freuen: Das Theater Lübeck, dessen Sanierungsstau in den vergangenen Monaten stark diskutiert wurde, erhält 4,524 Millionen Euro, wovon 500.000 bereits 2020 im Haushalt eingestellt worden sind und weitere 4,024 Millionen Euro bis 2023 ausgezahlt werden sollen.

Von Kai Dordowsky

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