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Lübeck Seemannsmission lud zum „Sea Sunday“
Lokales Lübeck Seemannsmission lud zum „Sea Sunday“
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15:14 21.07.2019
Bischöfin Kirsten Fehrs bei der Predigt beim Gottesdienst am Meer auf der 130. Travemünder Woche. Quelle: Hannes Lintschnig
Lübeck

Die Plätze vor der Stadtwerke-Bühne im Brügmanngarten waren bei strahlendem Sonnenschein gut gefüllt, einige Besucher mussten sich mit einem Stehplatz begnügen. Die „Deutsche Seemannsmission in Lübeck“ hatte am Sonntagvormittag zu einem maritimen Gottesdienst „Sea Sunday“ unter dem Motto „Blick frei! Auf den Hafen und auf die Welt der Seeleute“ geladen.

Die LN berichten täglich auf der Travemünder Woche. All unsere Geschichten zur großen Party (und Segelregatta!) an der See finden Sie auf unserer Themenseite. Auf unserem Liveticker der Travemünder Woche können Sie das Geschehen vor Ort verfolgen.

„Der Glaube ist bei Seeleuten groß“

Musikalisch eingeleitet wurde der besondere Gottesdienst vom Posaunenchor der Kirchengemeinden Scharbeutz/Gleschendorf, bevor Christoph Ernst, Generalsekretär der deutschen Seemannsmission ein Grußwort hielt. „90 Prozent der Waren werden über den Seeweg transportiert. Doch die Seeleute bleiben meist unsichtbar. Deswegen setzen wir uns für die Würde der Seemänner ein.“

Matthias Ullrich von der Hafenbehörde Lübeck appellierte daran, den Hafen mehr ins städtische Bewusstsein zu rufen. „Die Hansestadt Lübeck ist eine Hafenstadt und keine Stadt mit Hafen.“

Die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs, die in diesem Jahr „Die Stimme der Seemannsmission“ ist, begann ihre Predigt mit einem Dank an die musikalische Begleitung und freute sich insbesondere über den Shantychor Möwenschiet, der einige Seemannslieder zum Besten gab. Fehrs hat bei Bordbesuchen mit einigen Seefahrern gesprochen und kennt die Sorgen und Nöte an Bord. „Einsamkeit ist etwas, was wohl jeder Seemann kennt: Monatelang weg von der Familie, schwere Arbeit, und manchmal ist man der einzige aus seinem Heimatland an Bord“, sagte Fehrs, die den Erlebnissen der Seefahrern zugehört hat. „Der Glaube ist bei Seeleuten groß. Religionen in ihrer ganzen Vielfalt leben an Bord auf engstem Raum gemeinsam. Wir können von Seeleuten viel lernen.“

Bischöfin: „Seenotrettung first“

Kirsten Fehrs erinnerte auch noch einmal an die Situation im Mittelmeer, wo „jeden Tag Menschen ertrinken“. „Seenotrettung first! Die Kriminalisierung von Seenotrettern macht Seeleute fassungslos. Seefahrer und Reeder fordern: Schickt Rettungsboote ins Mittelmeer“, sagte Fehrs im Beisein von Stefan Schmidt, Flüchtlingsbeauftragter der Landesregierung und Ex-Kapitän des Lübecker Flüchtlingschiffes „Cap Anamur“. „Angst ist ein schlechter Ratgeber: Sie macht das Herz und das Denken eng!“

Nach einem gemeinsamen Fürbittengebet und dem Vaterunser endete der maritime Gottesdienst mit einem musikalischem Ausklang.

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