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Lübeck Grillen am Grünstrand wird eingeschränkt
Lokales Lübeck Grillen am Grünstrand wird eingeschränkt
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20:57 28.03.2019
Das Grillen auf dem Travemünder Grünstrand wird in dieser Saison eingeschränkt. Quelle: dpa
Travemünde

Weltfremd und nicht umsetzbar seien die von Wirtschaftssenator Sven Schindler (SPD) für die bevorstehende Sommersaison geplanten Regeln für das Grillen auf dem Grünstrand, lautete die Kritik von Grünen, Unabhängigen, FDP und Linken. „Es gab Tage, an denen Rauchschwaden durch die Kaiserallee zogen“, forderte Ulrich Krause (CDU) neue Regeln. 30 bis 40 Grills seien an manchen Tagen auf der Grünfläche betrieben worden. Schindlers Plan sieht vor, dass auf dem Grünstrand zwei feste Grillstationen und vier weitere Grillplätze eingerichtet werden. Nur dort ist dann noch das Grillen erlaubt, aber nur täglich von 9 bis 21 Uhr.

„Was macht denn ein Sicherheitsdienst, wenn die Bürger ihren Grill nach 21 Uhr nicht löschen?“, wollte André Kleyer (Grüne) wissen. Nach 21 Uhr würden die Menschen dann eben nicht mehr grillen, sondern saufen. „Dort wird nicht gesoffen und es werden keine Drogen konsumiert“, stellte Senator Schindler klar, „um 21 Uhr ist das Fleisch fertig und dann können die Menschen bis 22 oder 23 Uhr in Ruhe essen.“

Das sagen Politiker

Der Grünstrand werde von Bürgern genutzt, „die keine Villa mit Garten haben“, erklärte Katjana Zunft (Linke), „wir können nicht in deren Rechte wegen ein paar Beschwerden eingreifen.“ Ein privater Sicherheitsdienst ändere doch nichts an der Geruchsbelästigung, sagte Thomas Rathcke (FDP), Schindlers Regeln seien gut gemeint, aber nicht gut gemacht.

„Es gibt kein kontrolliertes Grillen“, machte Antje Jansen (GAL) klar. Als unausgegorene Idee kritisierte Heiko Steffen (AfD), dass ein privater Wachdienst öffentliche Regeln auf öffentlichen Flächen durchsetzen soll. Thorsten Fürter (Grüne) sprach von einer „Michel-Politik“: „Der Senator will Ruhe in der Stadt.“ Axel Flasbarth (Grüne): „2018 war ein Jahrhundertsommer, den kann man nicht zur Grundlage für eine solche Regelung machen.“

Grüne und Linke, die sich doch ständig für Klima- und Tierschutz einsetzen würden, würden zulassen, dass die Luft verpestet wird und billiges Schweinefleisch auf den Grillteller kommt, kritisierte Oliver Prieur (CDU). Detlev Stolzenberg bemängelte, dass Menschen gegeneinander ausgespielt würden. „Auch auf dem Grünstrand müssen Regeln eingehalten werden“, sagte Stolzenberg, „aber ein privates Wachunternehmen schießt über das Ziel hinaus.“

Die Anträge, auf Regeln zu verzichten und keinen privaten Sicherheitsdienst zu beauftragen, wurde mit Mehrheit abgelehnt. In diesem Jahr wird das eingeschränkte Grillen erprobt.

Kai Dordowsky

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