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Lübeck Grippewelle bremst Lübecks Stadtverkehr aus
Lokales Lübeck Grippewelle bremst Lübecks Stadtverkehr aus
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20:27 15.02.2019
Auf den dynamischen Anzeigetafeln informiert der Stadtverkehr über den außergewöhnlich hohen Krankenstand. Quelle: Kai Dordowsky
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Lübeck

Immer mehr Schleswig-Holsteiner liegen flach, die Zahl der Grippefälle und Infektionen steigt. In Lübeck bringt eine hohe Zahl von Krankmeldungen den Stadtverkehr ins Stocken. 40 von 300 Busfahrern haben sich krank gemeldet, liegen mit Grippe, hartnäckigen Erkältungen oder Magen-Darm-Infekten flach. „In der Größenordnung hatten wir das noch nie“, sagt Stadtverkehr-Sprecherin Gerlinde Zielke. Die Folge: Am Freitag fielen 72 von 1400 Fahrten aus, betroffen waren neun Linien. Für Sonnabend hofft Zielke darauf, dass wieder alle Busse fahren. Ein Ende der Krankheitswelle sei derzeit noch nicht abzusehen.

Wann die Grippe Saison hat

Die Grippesaison dauert üblicherweise von Anfang Oktober bis Mai an. Als Grippewelle hingegen wird der Zeitraum mit einem erhöhten Aufkommen des Influenza-Virus bezeichnet, der laut der Arbeitsgemeinschaft Influenza meist im Januar beginnt und dann drei bis vier Monate andauert.

„Bis zu 30 Ausfälle am Tag können wir ersetzen“, sagt Zielke, der Ausfall jetzt war aber zu hoch. Auch Mitarbeiter aus der Verwaltung, die Bus fahren können, mussten sich ans Steuer setzen. Bereits am Donnerstag seien wegen der Erkrankung vieler Fahrer Verbindungen ausgefallen.

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Bei der Deutschen Bahn gab es am vergangenen Wochenende Zugausfälle aufgrund von Krankheit

Auch bei der Deutschen Bahn hatte es am vergangenen Wochenende einige Zugausfälle aufgrund von Erkrankungen gegeben. „Es gab viele kurzfristige Krankmeldungen“, sagt Sprecher Egbert Meyer-Lovis, die aber nicht unbedingt alle auf Grippe zurückzuführen seien. Es sei aber Besserung in Sicht: „Dieses Wochenende sind wir wieder wie gewohnt besetzt.“ Im Nahverkehr Schleswig-Holstein ist der Krankenstand laut Sprecher Dennis Fiedel der Krankenstand normal, der Betrieb sei bisher nicht gefährdet.

„Die Grippewelle ist bei uns angekommen“

„Die Grippewelle ist eindeutig bei uns angekommen“, bestätigt Professor Helmut Fickenscher, Leiter des Instituts für Infektionsmedizin in Kiel. Von Woche zu Woche verdoppelten sich die Zahlen der Influenza-Fälle. Hinweise darauf, dass die Grippeviren in diesem Jahr besonders schwere Krankheitsverläufe verursachten, gebe es aber bisher nicht.

Schleswig-Holstein liegt mit Grippefällen unter dem Bundesschnitt

Laut Susanne Glasmacher vom Robert Koch-Institut sind zwar weniger Menschen an dem Virus erkrankt als 2018, „aber die Grippewelle hat auch gerade erst begonnen“. Die Zahlen für Schleswig-Holstein und Hamburg lägen aber noch unter dem Bundesschnitt.

Das Norovirus ist in Lübeck stark verbreitet

Bei den meldepflichtigen übertragbaren Erkrankungen in Schleswig-Holstein sticht die Zahl der am Norovirus Erkrankten ins Auge. So sind in der Statistik vom 11. Februar 334 Menschen aus Lübeck gelistet, die an dem Magen-Darm-Virus erkrankt sind. Im Mittel der letzten fünf Jahre sind es lediglich 68. Aber auch das sei laut Helmut Fickenscher aus Kiel kein Grund zu großer Sorge.

Lesen Sie hier, wie die Grippe Lübeck das Leben schwer macht.

Kai Dordowsky und Josephine Andreoli

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