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Lübeck GroKo-Desaster im Umweltausschuss
Lokales Lübeck GroKo-Desaster im Umweltausschuss
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17:26 20.03.2019
Die Stadt will 95 000 Euro für ein Gutachten zu den 650 Hektar Grünanlagen in Lübeck ausgeben. SPD und CDU wollten das verhindern, scheiterten aber im Umweltausschuss. Quelle: Cosima Künzel
Lübeck

95 000 Euro will die Bauverwaltung für ein strategisches Zukunftskonzept für die öffentlichen Grünanlagen ausgeben. „Wir brauchen ein politisches Votum, welche Ziele und Maßnahmen in den nächsten zehn Jahren verfolgt und umgesetzt werden sollen“, erklärte die zuständige Expertin Michaela Maurer den Politikern im Umweltausschuss.

Die Stadt muss sich um 351 Parkanlagen, 173 Spielplätze und fünf Friedhöfe kümmern. 1,3 Millionen Euro im Jahr wären nötig, um alle Anlagen ordentlich zu pflegen. Tatsächlich stehen der Bauverwaltung 400 000 Euro im Jahr zur Verfügung.

Ursula Wind-Olßon, Umweltpolitikerin der CDU: „Wir sollten erst einmal kleinere Brötchen backen.“ Quelle: LN-Archiv

Ursula Wind-Olßon (CDU) warb dafür, „erst einmal kleine Brötchen zu backen“. Es sei der falsche Weg, erst ein „tolles Konzept“ einzukaufen und dann zu wenig Geld für die Umsetzung zu haben. Marek Lengen (SPD) will zunächst die Meinung der Bürger einsammeln „und nicht gleich Architekten beauftragen“. Christoph Otte (SPD): „95 000 Euro sind ein ziemlicher Betrag für ein Gutachten.“

Marek Lengen, Umweltpolitiker der SPD, will die Meinung der Bürger auf den Informationsveranstaltungen einsammeln. Quelle: LN-Archiv

Verbale Unterstützung kam von Rüdiger Hinrichs (Freie Wähler): „Wir sind zu schnell dabei, Gutachten zu vergeben.“ Heiko Steffen (AfD) kritisierte, „dass das Konzept den Zeitgeist bedient und finanzielle Ressourcen unnötig bindet“.

Umweltsenator Ludger Hinsen (CDU) und Ausschussvorsitzende Silke Mählenhoff (Grüne) sahen die Felle der Verwaltung davonschwimmen und intervenierten leidenschaftlich. Es gehe doch auch um Klimaschutz, sagte Hinsen. Bei einer Vertagung würde niemand mehr den Umweltausschuss ernst nehmen. Mählenhoff sprach von einem „Armutszeugnis, dass wir uns mit 95 000 Euro quälen“.

Die GroKo beantragte trotzdem die Vertagung der Vorlage, ließ die Sitzung zwei Mal unterbrechen und unterlag am Ende doch mit einer Stimme. Der Umweltausschuss hat die Vorlage angenommen, das letzte Wort aber hat die Bürgerschaft.

Kai Dordowsky

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