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Lübeck Große Typisierungs-Aktion für Emre und Sabine
Lokales Lübeck Große Typisierungs-Aktion für Emre und Sabine
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23:10 28.01.2017
Damit es ihm bald wieder besser geht: Emre sucht seinen Helden. Quelle: hfr
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St. Lorenz Nord

Emre (9) und die dreifache Großmutter Sabine (54) hoffen auf Hilfe. Heute findet für die beiden von 11 bis 16 Uhr eine Typisierungsaktion in der Baltic-Schule, Karavellenstraße 2-4, statt.

Emre und Sabine, deren voller Name nicht veröffentlicht werden soll, haben Ende 2016 beide die schreckliche Diagnose Blutkrebs bekommen. Seither kämpfen sie und ihre Angehörigen um ihr Leben. „Unsere Mutter möchte so gern noch viel Zeit mit ihren drei Enkeln verbringen“, appellieren ihre Töchter Anja Björk und Sandra Scheel an die Lübecker. Und auch Emres Eltern, Elif und Ömer Cetinkaya, wünschen sich nur eines: dass ihr Sohn den Krebs mit Hilfe eines passenden Stammzellspenders überlebt.

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Aktion „Marvin will leben“: Lensahner lassen sich typisieren 

Um in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufgenommen zu werden, müssen die potentiellen Stammzellspender lediglich gesund und im Alter von 17 bis 55 Jahren sein. Nach einer Einverständniserklärung werden bei der Typisierung fünf Milliliter Blut abgenommen, damit die Gewebemerkmale später im Labor bestimmt werden können. Am Ende kommt die Aktion nicht nur Emre oder Sabine zu Gute: Einmal in die Datei aufgenommen, ist man eines Tages vielleicht der eine „genetische Zwilling“, den ein an Leukämie erkrankter Mensch so dringend sucht.

Spender werden

Die Registrierung für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ist online mit wenigen Klicks möglich: Einfach auf der Homepage www.dkms.de den Button „Spender werden“ anklicken und die Eignung prüfen. Spender müssen in Deutschland leben oder maximal 50 Kilometer von der Grenze entfernt, zwischen 18 und 55 Jahren alt und gesund sein. Nach Angabe der Kontaktdaten schickt die DKMS ein Registrierungs-Set: Formulare zum Ausfüllen und Wattestäbchen für zwei Abstriche der Wangenschleimhaut.

Die DKMS analysiert die Proben. Die Ergebnisse werden in der eigenen Datenbank gespeichert und anonymisiert an das Zentrale Knochenmarkspender-Register in Ulm übermittelt. So stehen Spender für Patienten weltweit zur Verfügung.

lj

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