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Lübeck Travemünde: Preiswerter Wohnraum in Sicht
Lokales Lübeck Travemünde: Preiswerter Wohnraum in Sicht
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07:00 23.08.2019
Im Strandweg in Travemünde entstehen fünf Häuser für 40 neue Mietwohnungen. Quelle: 54° / John Garve
Travemünde

Es ist ein Witz aus der Kategorie „Schwarzer Humor“, mit dem Trave-Chef Matthias Rasch das Richtfest eröffnet: „Dass die Hausnummer 1 im Strandweg eigentlich am falschen Ende liegt, nämlich nicht direkt am Strand, muss das Wohngefühl nicht trüben. Schließlich wird der erhöhte Standort am oberen Ende des Strandwegs bei den möglichen Ostseewasserständen der kommenden Jahrhunderte vielleicht noch von großem Vorteil sein.“ Eine Eröffnung, die bei den Anwesenden nicht richtig zündete.

In Travemünde, Strandweg 1 a bis e, baut die Grundstücksgesellschaft derzeit fünf neue Häuser für 40 Mietwohnungen für den eigenen Bestand; die Investition liegt bei rund neun Millionen Euro. Und 16 der Wohnungen sind öffentlich gefördert und damit langfristig mietvergünstigt. Nach der Recherche der Investitionsbank Schleswig-Holstein sind dies die ersten neuen Sozialwohnungen im Ostseebad seit mindestens zehn Jahren. „Insgesamt waren wir lange nicht aktiv in Travemünde“, gesteht der Geschäftsführer daher ein.

Familien als Zielgruppe

Doch dann begann vor zwei Jahren die Offensive, mit 22 nun bereits fertiggestellten Wohnungen im Steenkamp, den 40 geplanten Mietwohnungen im Strandweg, und auf dem Baggersand erstellt die „Trave“ zusammen mit der Neuen Lübecker, dem Lübecker Bauverein und den Vereinigten Baugenossenschaften Lübeck ab Herbst 250 Mietwohnungen. „Mit einem Anteil von 56 sind wir daran beteiligt, sodass wir mittelfristig auf einen Gesamtbestand von 150 in Travemünde kommen“, freut sich Rasch.

Familien seien die wesentliche Zielgruppe für die neue Adresse Strandweg, betont der Trave-Chef. So werden von den 40 Wohnungen zehn als Vier-Zimmer-Einheiten mit rund 85 Quadratmetern gestaltet und weitere 15 als Drei-Zimmer-Einheiten mit rund 75 Quadratmetern. Die direkte Nachbarschaft zur Schule am Meer sowie zur neuen Kita Kinderstube ist ebenfalls ein Argument. „Kinder werden hier dringend gebraucht“, so Rasch, „schließlich sind in Travemünde nur rund neun Prozent der 13 500 Einwohner Kinder bis 17 Jahren, während die Quote für Lübeck gesamt bei 15 Prozent liegt.“

Tausch gegen Standesamt

Bürgermeister Jan Lindenau, der zusammen mit Bausenatorin Joanna Hagen zur traditionellen Zeremonie mit Richtkranz und -spruch sowie Schnapsglasscherben gekommen ist, hebt den erheblichen Nachholbedarf in der Schaffung bezahlbaren Wohnraums hervor. „Dies hier ist ein wichtiger Entwicklungsschritt“, sagt er und hofft auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen auf Landesebene. Zudem kündigt er an, weitere Flächen für den preisgünstigen Wohnungsbau im Ostseebad vorzubereiten.

Zur Erinnerung: Der Weg, über den die Trave an das rund 6600 Quadratmeter große Baugrundstück im Strandweg gelangt ist, war durchaus ungewöhnlich. Vor zwei Jahren wurde dafür das Lübecker Standesamt, die Lindesche Villa in der Ratzeburger Allee, bei der Hansestadt eingetauscht. Und auf der heutigen Baustelle stand zuvor eine in die Jahre gekommene Schulturnhalle, deren Abriss zum Zeitpunkt des Tausches beschlossen war.

Wohnprojekt „Landgraben“

Auch im neuen Quartier am Landgraben wurde am Donnerstag gefeiert, und zwar ein Willkommensfest für die ersten neuen Bewohnerinnen und Bewohner. Die Adank Bauträgergesellschaft aus Lüneburg hat an der Stadtgrenze, an der Ecke Ratekauer Weg/Sereetzer Weg, insgesamt 42 komfortable Stadthäuser geplant. Sie kosten von 277 000 Euro an aufwärts.

Die zukünftige Wohnanlage besteht aus insgesamt sechs Einheiten. Die Reihenhäuser bieten dabei circa 123 Quadratmeter Wohn-und Nutzfläche sowie Eigenlandgrößen von ungefähr 104 bis 310 Quadratmeter.

Die ersten Häuser sind nun fertig und bezogen, andere befinden sich noch im Bau und werden bis Anfang des nächsten Jahres fertiggestellt. Bei dem Fest am Donnerstag konnte sich die neue Nachbarschaft bei einem Grill-Buffet und Gesprächen kennenlernen; zudem bestand für Interessierte die Gelegenheit, die Häuser in den verschiedenen Fertigstellungsphasen zu besichtigen.

Von Michael Hollinde

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