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01:07 14.03.2020
Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen können dabei helfen, dass Pflegebedürftige so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Quelle: Foto: AOK/hfr
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Lübeck.

Damit pflegende Angehörige mal eine Pause vom anstrengenden Pflegealltag nehmen können und der Pflegebedürftige dennoch gut versorgt wird, tragen die gesetzlichen Pflegekassen die Kosten für eine notwendige Verhinderungspflege. Darauf weist die AOK NORDWEST als größte gesetzliche Pflegekasse im Land hin. Bei der Verhinderungspflege wird der Pflegebedürftige zu Hause von einer qualifizierten Ersatzperson versorgt. Dieser Anspruch besteht für bis zu sechs Wochen im Jahr.

Voraussetzung ist, dass Angehörige den Pflegebedürftigen bereits seit mindestens sechs Monaten pflegen. Außerdem wird die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes während einer Verhinderungspflege für bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr weitergezahlt. Über die Möglichkeiten und Voraussetzungen können sich pflegende Angehörige bei ihrer Pflegekasse informieren. In Fällen, in denen keine Verhinderungspflege genommen werden kann und die Erbringung häuslicher Pflege auch nicht über die Sach-, Geld-, Kombinationsleistungen oder Einrichtungen der teilstationären Pflege möglich ist, kann die zu pflegende Person vorübergehend in einem dafür zugelassenen Pflegeheim in der sogenannten Kurzzeitpflege untergebracht werden. Bei der Suche nach einer Einrichtung hilft der Pflegeheimnavigator der AOK unter www.pflege-navigator.de.

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Auch wohnumfeldverbessernde Maßnahmen helfen, dass Pflegebedürftige möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen. Das soziale Umfeld bleibt erhalten und eine selbstständige Lebensführung ist möglich.

Insgesamt zahlen die gesetzlichen Pflegekassen als Zuschuss für Anpassungen des Wohnumfeldes an die Situation Pflegebedürftiger maximal 4000 Euro je Maßnahme. Voraussetzung ist, dass durch die Wohnraumanpassung die Pflege zu Hause ermöglicht oder erheblich erleichtert wird. Dazu gehören Umbaumaßnahmen wie Rollstuhlrampen, Verbreiterung von Türen oder das Einbauen eines Treppenliftes.

AOK-Pflegeberatung

Vor Beginn der Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes sollte mit der Pflegekasse gesprochen und ein entsprechender Antrag gestellt werden. Auf Wunsch kommen die Pflegeberater der AOK NORDWEST auch gern nach Hause, um AOK-Versicherte über die Leistungen der Pflegeversicherung zu informieren und den Pflegebedarf zu analysieren.

Termine für eine Pflegeberatung können AOK-Versicherte per E-Mail unter Pflegeberatung.Terminwunsch@nw.aok.de oder unter der Telefonnummer 0800 2655 1404 76 vereinbaren.

Weitere Infos:

www.aok.de/nw Rubrik Pflege.

Von LN/AOK