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18:18 29.10.2019
Eigentlich war Elke Kuhlmann (55) kein Halloween-Fan – bis ihr Sohn Nico (26) plötzlich anfing, intensiver zu schmücken. Quelle: Lutz Roeßler
St. Gertrud

Während andere Menschen Werkzeug in ihren Garagen lagern, finden sich bei Familie Kuhlmann in der Lothringer Straße Gräber, Spritzen, Zahnräder, Kürbisse und ein Sarg. Warum auch nicht? Halloween steht schließlich vor der Tür. Und dafür denkt sich die Familie etwas ganz Besonderes aus: einen Gruselpfad.

Über 300 Besucher auf dem Gruselpfad

Einmal im Jahr verwandeln sich Haus und Hof der Kuhlmanns in eine etwa hundert Meter lange Strecke, die nichts für schwache Nerven ist. Das Ganze wird von Licht- und Soundeffekten, ganz viel Nebel und gruseligen Helferinnen und Helfern begleitet. Denn auch die Freunde von Familie Kuhlmann sind auf den Geschmack gekommen, Gruselfans zu erschrecken. Zu tun ist jede Menge: „Mit über 300 Leuten, da haben wir erst gedacht: Ach du... Aber das ging so toll! Für die Großen gibt es Punsch nach dem Schock und für die Kleinen natürlich auch Süßigkeiten“, erzählt Elke Kuhlmann (55) begeistert.

„Nightmares: Stelle dich deinen Ängsten“

Wer jetzt denkt, dass es sich beim Gruselpfad „nur“ um schnödes Erschrecken handelt, der liegt falsch. Eine Geschichte, ein Motto, zieht sich durch den Garten der Familie. In diesem Jahr sucht ein Professor unter dem Titel „Nightmares“ Testpersonen für seine Traumforschung. Die Testpersonen wissen nicht, dass sie schon bald mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontiert werden. Nico Kuhlmann (26), Sohn von Elke Kuhlmann und leidenschaftlicher Hobby-Autor, denkt sich die Geschichten aus. Dieses Jahr ist er selbst als der Professor im Halloweenpfad unterwegs. Mama Kuhlmann wird als „Dr. Elke“ den Serotonin-Punsch ausschenken.

Großer Schrecken für die Großen, „Buh“ für die Kleinen

„Für unter Zehnjährige ist es besser, wenn die Eltern mitgehen. Sollten die nicht dabei sein, geht einer von uns mit. Ansonsten schicken wir höchstens fünf bis sechs Leute durch, damit man das richtig genießen kann“, erzählt Mama Kuhlmann, „ansonsten nehmen die Erschrecker auf die Kleinen auch Rücksicht.“ Mit funkelnden Augen und breitem Lächeln fügt sie hinzu: „Und wenn die Leute sich dann freuen; die kommen hinterher auch noch hierher, bringen kleine Geschenke vorbei, bedanken sich und das ist so cool!“ Die Urkunde eines Besuchers mit „Bester Halloweenpfad ever!“ hängt noch heute in Nico Kuhlmanns Zimmer. „Das finde ich noch geiler als eine Spende!“, merkt Elke Kuhlmann noch an.

Ein dreiviertel Jahr Vorbereitungszeit

So ein Halloweenpfad baut sich nicht von selbst. Elke Kuhlmann weiß das am besten: „Es ist natürlich viel Arbeit. Das ganze Jahr über hämmern und zimmern wir hier rum, aber das macht Spaß.“ Auch dieses Jahr ging etwa ein dreiviertel Jahr für die Vorbereitungen drauf, sprich: Geschichte ausdenken, Kostüme nähen, Deko bauen.

Denn Familie Kuhlmann baut und zimmert selbst, soviel sie kann. „Der Aufbau des Pfades dauert locker zwei bis drei Tage.“ Bisher stehen schon der Verlauf des Pfades und kleinere Deko-Elemente, die wetterfest sind. Viel mehr können sie auch noch nicht machen. „Letztes Jahr hatten wir alles aufgebaut und dann kam nochmal richtig Wind auf. Am nächsten Morgen gucken wir raus: Alles umgeschmissen. Dann konnten wir alles nochmal machen. Deswegen schmücken wir das meiste am Donnerstag.“

Mehr zum Thema Halloween lesen Sie hier.

Partytipps

Natürlich feiert nicht nur Familie Kuhlmann Halloween. Hier finden Sie einige Partytipps in und um Lübeck:

28.10. – 30.10. Lübeck-Travemünde, Wochenmarktplatz: Täglich von 12 bis ca. 19 Uhr gibt es verschiedene Attraktionen – vom Halloween-Umzug bis Live-Musik ist alles dabei.

30.10. Lübeck-St. Lorenz, Kulturwerft Gollan: Norddeutschlands größte Halloweenparty beginnt ab 21 Uhr.

30.10. Ratzeburg, Kinder- und Jugendeinrichtungen des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg „Gleis 21 und Stellwerk“: Für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren gibt es zwischen 15 und 18 Uhr Unterhaltungsprogramm und Spiele. Von 19 – 22 Uhr gibt es eine Party für Jugendliche ab zwölf Jahren.

30.10. Heiligenhafen, Jugendzentrum: Von 15 –17 Uhr findet eine Halloweenparty für Kinder zwischen sechs und elf Jahren statt.

30.10. Bad Segeberg, Noctalis Fledermauszentrum: Von 15 – 17 Uhr gibt dort eine Kinder-Halloweenparty mit Spielen und Bastelecke.

31.10. Lübeck-St. Lorenz, Tanzcenter Alff: Dort wird von 13 – 16 Uhr eine kostenlose Kinder-Halloweenparty ausgerichtet mit viel Programm. Anmerkung der Veranstalterin: Aufgrund der geringer Kapazitäten, kann es zu Wartezeiten kommen.

31.10. Lübeck-St. Lorenz, Sportbad: Von 11 – 15 Uhr findet dort gruseliger Badespaß statt.

31.10. Lübeck-St. Lorenz, Holstentor: Von 14 –18 Uhr gibt es eine Rallye im Museum, die mit Preisen belohnt wird.

31.10. Ziethen, St. Laurentius-Kirche: Mit einer Familienandacht startet um 17 Uhr „Spaß ohne Gruseln“ der Kirchengemeinde Ziethen und der Gemeinschaft in der Evangelischen Kirche Ratzeburg. Ein Reformationstag-Roller-Rennen gibt es auch noch.

31.10. Bad Oldesloe, SchanZe Nachbarschaftszentrum: Ab 16 Uhr können Kostümierte bei Musik und mitgebrachten Getränken und Snacks Halloween feiern.

31.10. Bad Segeberg, Noctalis Fledermauszentrum: Von 16 Uhr – 20 Uhr werden die gruselig dekorierten Räume geöffnet. Unter dem Motto „Das Grusel-Riff – der Schrecken lauert unter Wasser“ findet eine Rallye statt.

02.11. Neustadt, Marktplatz: Um 10 Uhr beginnt ein umfangreichen Programm bis zum Abend, wo ab 19 Uhr der Halloween-Walk stattfindet. Um 20 Uhr gibt es eine After-Walk-Party.

Von Lisa-Marie Pohlmann

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