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Lübeck Veranstaltung in Lübeck: Schnell zum Arzt, wenn das Herz flimmert
Lokales Lübeck Veranstaltung in Lübeck: Schnell zum Arzt, wenn das Herz flimmert
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17:17 16.05.2019
Vera Cordes (v. l.), Dr. Georg Royl, Prof. Thomas Meinertz und Prof. Harald Langer diskutieren angeregt. Quelle: Rüdiger Jacob
Innenstadt

Viele Menschen spüren es nicht, dennoch ist das sogenannte Vorhofflimmern des Herzens eine der Hauptursachen für den Schlaganfall. Zugleich ist diese Herzrhythmusstörung eine Volkskrankheit. Das ist eine der wichtigsten Botschaften einer Veranstaltung der Deutschen Herzstiftung und des UKSH.

1,5 Millionen Betroffene

300 Besucher haben sich am Mittwoch in den Media Docks bei Experten schlaugemacht. „Vorhofflimmern: Herz und Hirn schützen“ lautete das Thema der Veranstaltung. Experten des UKSH, der Deutschen Herzstiftung, der Asklepios Klinik Bad Oldesloe und des DRK Krankenhauses Grevesmühlen gaben einen Überblick über Ursachen, Diagnostik und Therapie von Vorhofflimmern und die Prävention des Schlaganfalls. „Bei vielen Menschen bleibt Vorhofflimmern lange unerkannt und wird erst durch Komplikationen, zum Beispiel durch einen Schlaganfall, entdeckt“, erläuterte Professor Roland Tilz, Leiter der Rhythmologie des UKSH. „Daher sind ein rechtzeitiges Erkennen des Vorhofflimmerns und die Einleitung der richtigen Therapie essenziell, um schwere Folgen zu vermeiden“, sagte der Mediziner. Die Moderation hatte Vera Cordes, bekannt aus dem NDR-Gesundheitsmagazin Visite. „1,5 Millionen Deutsche haben Vorhofflimmern“, sagt Cordes. „Das bedeutet, die Betroffenen haben manchmal, wiederkehrend oder ständig, einen viel zu schnellen Herzschlag“, so die Moderatorin. Im Ergebnis führe das zu einer Belastung im täglichen Leben durch Schwindel, Müdigkeit und Mangel an Kraft und Atem. „Gefährlich ist, dass das Blut, das das Herz normal in den Körper pumpt, im Herzen hin- und hergeschoben wird, so dass es zu einem Blutgerinnsel kommen kann“, warnt Cordes. Es gebe Möglichkeiten, etwas gegen den falschen Herzrhythmus zu unternehmen: „Die Einnahme sogenannter Antiarhythmika, die darauf beruhen, dass sie die elektrische Erregung der Muskelzellen im Herzen beeinflussen.“ Oder die Möglichkeit einer sogenannten Herzkatheter-Applikation, „das heißt, die fehlerhafte Reizleitung im Herzen wird mit einem Katheter verödet“, so Cordes. Das passiere an jenen Stellen im Herzen, an denen die Probleme entstehen. Die Botschaft: „Wer Unregelmäßigkeiten am Herzschlag spürt, sollte zum Arzt gehen“, so Cordes.

Moderater Sport statt Hochleistung

Über das Leben mit Vorhofflimmern informierte Dr. Frank Hennersdorf von der Asklepios Klinik Bad Oldesloe, die Wirkung von Blutverdünnern erklärte Dr. Dirk Killermann vom DRK Krankenhaus Grevesmühlen. „Während die Wissenschaft früher von einer bloßen Unart des Herzens ausgegangen ist, wissen wir heute, dass Vorhofflimmern besonders im höheren Lebensalter ein deutlich höheres Risiko für Schlaganfälle ist“, sagte Professor Thomas Meinertz von der Deutschen Herzstiftung. Ursächlich begünstigend für das Vorhofflimmern seien auch Alkohol, Stress, Übergewicht, Bluthochdruck, fehlender Sport oder die Genetik. „Von zentraler Bedeutung ist, dass man seinen Lebensrhythmus beibehält, die Blutverdünner zu den gewohnten Zeiten einnimmt und auf Exzesse jeglicher Art, sei es im Sport, beim Alkohol oder auf der Arbeit, verzichtet“, sagt Professor Roland Tilz vom UKSH, Campus Lübeck. Auch Schlafmangel, psychischer Stress und bereits moderater Alkoholkonsum sowie Leistungssport seien Risikofaktoren für das Vorhofflimmern. Durch moderaten Sport sowie bei Übergewicht durch dauerhafte Gewichtsreduktion könne man sich vor erneuten Vorhofflimmer-Episoden schützen, so der Mediziner. „In der weltweit größten vergleichbaren Studie zum Thema Vorhofflimmern konnte gezeigt werden, dass die Behandlung der Rhythmusstörung mit der Verödungstherapie doppelt so effektiv bei vergleichbarer Sicherheit ist wie die medikamentöse Therapie“, so Tilz.

Rüdiger Jacob

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