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20:34 26.04.2018
Die Organisatoren (von l. nach r. stehend): Helmut Müller-Lornsen, Kirstin Hartung und Jens Hertwig sowie von links nach rechts sitzend: Claudia Horst, Uwe Krimpke, Brigitte Schäfer-Reimers und Helga Reihl. Quelle: Fotos: Privat, Dpa
Innenstadt

Nicht die Unterschiede von Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung oder Behinderungsformen seien das Problem, sondern die Unwissenheit. Deshalb wollen die Veranstalter mit dem großen Aktionstag die Verschiedenheiten der Menschen erlebbar machen. Die Besucher können in Simulationen alltägliche Probleme, Gefühle, Wünsche und Träume von Gehandicapten nachempfinden. In einem Rollstuhlparcours kann beispielsweise getestet werden, wie es ist, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Außerdem soll ein Gebärdenspracheworkshop helfen, Berührungsängste abzubauen. „Eine Präsentation zu 875 Jahre Menschen mit Behinderung in Lübeck soll die Besucher zudem für dieses Thema sensibilisieren“ , sagt der stellvertretende Behindertenbeauftragte der Stadt, Helmut Müller-Lornsen.

Ob Alter, Bildung oder Religion: Es gibt jede Menge Unterschiede zwischen Menschen. Das Aktionsbündnis „Gemeinsam erleben“ veranstaltet einen Erlebnis- tag, um Vorurteile abzubauen und die Inklusion zu fördern. Gleichzeitig stellen sich auf dem Markt Selbsthilfegruppen vor.

Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) übernommen. „Das Ziel ist es, uns einer inklusiven Gesellschaft näherzubringen. Auch die Landesregierung will erreichen, dass jeder Mensch als wichtiger Teil der Gesellschaft anerkannt wird. Deshalb habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für diesen Tag übernommen“, so der Landesvater. Er wird auch am morgigen Sonnabend vor Ort sein und um 13.15 Uhr ein Grußwort sprechen. „Der Erlebnistag Mensch ist wichtig, weil er zeigt, wie Vielfalt unsere Gesellschaft bereichert. Außerdem macht er darauf aufmerksam, welche Hindernisse auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft noch zu überwinden sind“, sagt Günther.

Zeitgleich findet auf dem Markt der Selbsthilfetag statt. Die Vielfalt der gemeinschaftlichen Selbsthilfearbeit soll vertreten sein – von Gruppen zu psychischen Erkrankungen, sozialen Problemen und Sucht bis hin zu verschiedenen körperlichen Einschränkungen und chronischen Krankheiten. Finanziert wird der Aktionstag durch Spenden. Unter anderem unterstützen die Sparkassenstiftung, die Possehl-Stiftung, die AOK Nordwest, der BKK Landesverband sowie viele private Spender die Vereine und Verbände. Der Aktionstag findet an diesem Sonnabend, 28. April, von 11 bis 17 Uhr auf dem Markt statt.

Von Maike Wegner

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